Stadtplan Leverkusen
30.06.2009 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Ulm wird letzte DM für Nerius, TSV hofft auf acht Goldmedaillen


Wenn Steffi Nerius am kommenden Wochenende bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm (04./05.07.) ihren Speer wirft, wird es für die Athletin des TSV Bayer 04 Leverkusen bei einer DM das letzte Mal sein. Bereits zum Saisonbeginn erklärte die Europameisterin, dass nach der WM in Berlin (15.-23.08.) für sie Schluss sei. Da wäre es für die 36-Jährige ein Traum, sich mit ihrem sechsten Deutschen Meistertitel aus dem Leistungssport zu verabschieden. Doch die Favoritin ist eine Andere: Vorjahressiegerin Christina Obergföll (LG Offenburg) behielt auch in diesem Jahr bei bisher allen Aufeinandertreffen der beiden Athletinnen die Oberhand. Insgesamt hofft Geschäftsführer Paul Heinz Wellmann in Ulm auf acht Bayer-Goldmedaillen und einige Silber- und Bronzeplaketten. Vor einem Jahr gab es für den TSV fünf erste, zwei zweite und sieben dritte Plätze.

„Ich wünsche Steffi für ihre letzte DM alles Gute. Nachdem es 2008 so knapp war, als sie im letzten Versuch übertrumpft wurde, sollte es dieses Mal hoffentlich klappen. Der Titel würde sie dann vielleicht auch für die WM beflügeln“, sagte Wellmann. Doch auch im Kampf um die drei Berlin-Tickets ist das letzte Wörtchen noch nicht gesprochen, denn Nerius` Vereinskolleginnen Linda Stahl und Katharina Molitor konnten die Nominierungsvorraussetzungen bisher ebenfalls erfüllen, so dass vier Werferinnen um drei Startplätze buhlen. Eine Medaille in Ulm ist für beide auf jeden Fall in Reichweite und für die Berlin-Reise Pflicht.

Deutlich größere Chancen auf den DM-Titel rechnet Wellmann aber anderen TSV-Sportlern aus: Während bei den Männern Aleixo-Platini Menga, der als bisher einziger Deutscher Sprinter die 200-Meter-Norm (20,59 sec) zweimal knacken konnte, favorisiert ist, geht bei den Frauen Cathleen Tschirch aussichtsreich auf die halbe Stadionrunde. Harte Konkurrenz sieht er allerdings aus Wattenscheid kommen: „Esther Cremer war zuletzt so stark, dass hinter Cathleens Edelmetall doch ein Fragezeichen steht“, erklärte Wellmann. Auf der doppelten Distanz ist Sorina Nwachukwu die von der Konkurrenz Gejagdte. Sie blieb als bisher einzige Viertelmeilerin unter 52 Sekunden.

Klarer Favorit über 800 Meter ist Titelverteidiger Robin Schembera. In 1:45,63 Sekunden führt er die Deutsche Bestenliste mit knapp sieben Zehntelsekunden an, doch zur WM-Norm fehlen dem U20-Europameister noch 23 Hundertstelsekunden. 1:45,40 Minute muss Schembera, der zu den 17 WM-Gesichtern gehört, unterbieten. Für Annett Horna wird es auf der gleichen Distanz hingegen schwer, ihren Hallenerfolg aus Leipzig auch im Freien zu wiederholen. Eine Medaille ist für die Vorjahresdritte in Ulm auf jeden Fall das Ziel.

Eine fast ungewohnte Situation findet sich derzeit im Stabhochsprung der Männer wieder, wo bisher nur drei Athleten die WM-Norm von 5,70 Metern knacken konnten. Einer davon ist der Leverkusener Malte Mohr. Er hat 5,80 Meter vorgelegt und macht sich nun Hoffnungen auf seinen ersten nationalen Titel bei den Aktiven. Mitfavorit ist der Filstaler Alexander Straub, der einen Zentimeter mehr überqueren konnte. Ähnlich ist die Situation bei den Frauen: Silke Spiegelburg liegt mit 4,60 Metern auf Rang zwei der Deutschen Bestenliste und hat den Berlin-Richtwert (4,50 Meter) bereits mehrfach überboten. Noch ohne Norm ist dagegen der WM-Dritte Danny Ecker. Er muss in Ulm nicht nur die 5,70 Meter meistern, sondern auch einen Podestplatz erreichen, um rechtzeitig auf den Berlin-Zug aufzuspringen.

Seinen dritten Titel in Folge strebt Hammerwerfer Markus Esser an. Doch wird es in diesem Jahr für den Olympia-Siebten nicht so einfach wie 2008 werden, denn der Sportsoldat hat nur einen geringen Vorsprung von sechs Zentimetern (78,04 m) gegenüber Sergej Litvinov (77,98 m) und musste gegen den Frankfurter in Fränkisch-Crumbach sogar eine Niederlage einstecken. In Ulm will Esser wieder die Oberhand behalten. Zudem ist die 4x400-Meter-Staffel der Frauen in einer guten Aussgangssituation auf den höchsten Podestplatz. „Insgesamt erwartet ich bei den Gold-Kandidaten auch wirklich das Edelmetall“, sagte Wellmann optimistisch.

Mehr Informationen mit Zeitplan und kompletten Teilnehmerlisten gibt es unter www.leichtathletik.de.


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Letzte Änderung am 18.03.2020 00:14 von leverkusen.
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