Stadtplan Leverkusen
10.07.2008 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Erste „Berliner Kissen" in Leverkusen sollen Straßenüberquerung für Kinder sicherer machen.


Mehr Sicherheit für rund 700 Kinder aus Kindertagesstätte, Grund- und Gesamtschule sollen die „Berliner Kissen" bringen, die am Donnerstag, 10. Juli, in Rheindorf an der Elbestraße fertig gestellt wurden. Gleichzeitig wurde die dort befindliche Fußgängerampel abgeschaltet und ein Zebrastreifen freigegeben. Bezirksvorsteher Franz Mayer und Bärbel Mühlberg von der Käthe-Kollwitz Gesamtschule zogen dabei die letzte Schraube eines „Berliner Kissens" fest.
Die Abteilungsleitung der Käthe-Kollwitz-Schule auf der Elbestraße war Mitte April diesen Jahres an den Fachbereich des Oberbürgermeisters mit der Bitte herangetreten, die Schulwegsituation im unmittelbaren Bereich der Schule und der dort vorhandenen Lichtsignalanlage (LSA) aufgrund der dort ständig zu beobachtenden Gefährdung in Augenschein zu nehmen.
Aufgrund dieser Beschwerden erfolgte erstmals am 22.April diesen Jahres ein Ortstermin mit den städtischen Verkehrsexperten. Im Zeitraum vom 22. bis zum 25. April wurden Verkehrsmessungen durchgeführt. Diese belegten, so der Leiter des Fachbereichs Straßenverkehr, Friedhelm Laufs, dass an der Elbestraße über 40 % aller Verkehrsteilnehmer zum Teil erheblich schneller als die dort zulässigen 30 km/h fuhren. Üblich, so Laufs, seien bei Messungen im städtischen Durchschnitt 10 bis 15 Prozent derartiger Verstöße. Beim Ortstermin ignorierten zudem innerhalb von 45 Minuten drei Pkw und ein Linienbus das Rotlicht und gefährdeten damit in erheblichem Maße die Schulkinder.
Zunächst wurde geprüft, ob die vorhandene Ampel durch Erneuerung des Steuergerätes optimiert werden könnte. Diese stammt jedoch aus dem Jahre 1972 und ermöglichte keine zufrieden stellende Verbesserung an der Schaltung.
Daher wurde die probeweise Abschaltung der LSA bei gleichzeitiger Einführung eines Fußgängerüberwegs, flankiert durch so genannte. „Berliner Kissen", favorisiert. Der Vorteil einer solchen Lösung liegt darin, dass kein Fußgänger bzw. Schüler mehr auf dem Weg zur Schule ab Masurenstraße einen plausiblen Grund hat, die Elbestraße im Vorfeld des Fußgängerüberwegs zu überqueren. Er kommt ohnehin auf seiner Strecke in Zielrichtung an den Überweg und kann diesen aufgrund der gegebenen Vorrangstellung überqueren. Die „Berliner Kissen" sollen helfen, die Reduzierung der bislang erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen zu erreichen. Piktogramme auf der Straße werden künftig zusätzlich zu den Hinweisschildern auf Tempo 30 hinweisen.
Am 09. Juni wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung für den Stadtbezirk I die probeweise Abschaltung der Lichtsignalanlage bei gleichzeitiger Etablierung des Fußgängerüberwegs mit je nach Fahrtrichtung davor liegenden „Berliner Kissen" beschlossen. Die LSA wird nicht abgebaut für den Fall, dass sich nach Ablauf der 6-monatigen Erprobungsphase die Neuregelung nicht wie erwartet als eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit für die Kinder und natürlich alle Fußgänger erweist.
Bärbel Mühlberg und Bezirksvorsteher Franz Mayer jedenfalls zeigten sich hocherfreut, dass die mit Gesamtkosten von rund 3.500 € vergleichsweise preiswerte Maßnahme, so schnell umgesetzt werden konnte.


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Letzte Änderung am 05.02.2013 03:26 von leverkusen.
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