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Entscheidung vertagt

Veröffentlicht: 23.05.2008 // Quelle: Bayer-Giants

Die BAYER GIANTS haben den ersten Matchball vergeben: In der Frankfurter Ballsporthalle unterlag die Mannschaf von Achim Kuczmann knapp mit 75:77 und musste somit in der Viertelfinalserie den 2:2 Ausgleich hinnehmen. Nun kommt es am Samstag zum Showdown in der Wilhelm-Dopatka-Halle: Wer dieses fünfte Spiel gewinnt erreicht das Halbfinale, wo bereits die Telekom Baskets aus Bonn warten. Sprungball ist am Samstag um 15 Uhr, Tickets für die letzte Viertelfinalpartie sind am Freitag (9:00 Uhr) unter der Tickethotline 0214-8680050 oder in der Geschäftsstelle der BAYER GIANTS erhältlich.
Von dem Druck, der in der vierten Partie aufseiten der Gastgeber lag, war zu Beginn des vierten Spiels nichts zu spüren. Die Skyliners erwischten vor eigenem Publikum den besseren Start und lagen nach sechs Minuten mit 10:4 in Front. Dann übernahm GIANTS-Guard Zack Whiting das Kommando auf dem Feld: Korbleger, toller Pass auf Brempong, in der Defensive ein Ballgewinn und schließlich ein Dreier brachten den Rekordmeister wieder ins Rennen (12:11, 7. Minute). Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit zahlreichen gelungenen Offensivaktionen auf beiden Seiten. Für die Skyliners setzte Pascal Roller die Akzente, bei den Bayer-Basketballern waren es Brant Bailey und Brendan Winters, die mit Dreipunktewürfen erfolgreich waren. Das erste Viertel endete ausgeglichen mit 21:21.
Das zweite Viertel begann zwar mit einem krachenden Dunking von Leverkusens Brant Baiely, der einen Ballgewinn seines Teams spektakulär verwerten konnte, allerdings gehörte dieser Spielabschnitt anschließend ganz den Frankfurtern. Nach Baileys Treffer gelangen den Gästen lediglich sieben weitere Punkte. Die Skyliners hatten zu diesem Zeitpunkt ihren offensiven Rhythmus gefunden und konnten, angetrieben durch den stark aufspielenden Pascal Roller, auf zehn Punkte davonziehen (34:24, 7. Minute). Zwar verkürzte Tyron McCoy mit einem erfolgreichen Distanzwurf noch einmal, Derrick Allens Korbleger kurz vor der Halbzeitpause sorgte jedoch für einen Elf-Punkte-Rückstand der BAYER GIANTS nach 20 gespielten Minuten.
Die zweite Hälfte begann ganz nach dem Geschmack der rund 150 mitgereisten GIANTS-Fans: Ihre Mannschaft startete mit einem 7-0-Lauf und kam nach nur zwei Minuten bis auf vier Punkte heran (41:37). Allerdings gelang es den Jungs von Achim Kuczmann in dieser Phase nicht, Frankfurt noch mehr in Bedrängnis zu bringen und den Ausgleich herbeizuführen. Nach zwei Dreiern von Frankfurts Ilian Evtimov und einem Turnover seines Teams sah sich der Leverkusener Headcoach zu einer Auszeit gezwungen (50:39, 26. Minute). Nach der kurzen Unterbrechung betrat Matthias Goddek erstmals das Feld und rechtfertigte seinen Einsatz sogleich mit gelungenen Aktionen: Zunächst verwandelte der Youngster einen Dreipunktewurf, anschließend war er mit einem Korbleger gegen zwei Verteidiger erfolgreich - Leverkusen war wieder im Spiel (52:46, 27. Minute). Doch erneut konnte Nationalspieler Roller, an diesem Abend Frankfurts bester Akteur, mit einem Wurf aus der Weitdistanz antworten. Als dann auch noch der bis dahin kaum in Erscheinung getretene Derrick Allen einen Dreier nachlegte, setzten sich die Skyliners wieder ab. Mit ihrem letzten Angriff im dritten Viertel konnten die GIANTS nur noch auf 59:49 verkürzen.
Der Schlussabschnitt war wie schon in den Spielen zuvor an Dramatik kaum zu überbieten. Der Rekordmeister kämpfte sich durch Treffer aus der Distanz Punkt um Punkt an die Hausherren heran, doch immer wenn die GIANTS am Ausgleich schnupperten, wurden sie durch Punkte von Roller zurückgeworfen. Nach einem weiteren Dreier ihres Kapitäns gingen die Frankfurter in der 38. Minute mit 67:59 in Führung. Wer nun dachte, das Spiel sei gelaufen, sah sich getäuscht. Die Bayer-Basketballer stellten einmal mehr ihren unglaublichen Kampfgeist unter Beweis und schnupperten nach Last-Minute-Treffern von Bailey und Winters tatsächlich noch an der Verlängerung. Dass den BAYER GIANTS diese verwehrt blieb, lag zum einen am fehlenden Quäntchen Glück – Baileys letzter Dreier "schaute" tief in den gegnerischen Korb, um dann allerdings wieder heraus zu springen - aber auch an der Nervenstärke der Skyliners, die sich in der nervenaufreibenden Schlussphase an der Freiwurflinie kaum eine Blöße gaben. Somit gewann auch im vierten Spiel dieser Playoffserie die Heimmannschaft. Bleibt zu hoffen, dass dies auch am Samstag der Fall sein wird...
Punkte für die BAYER GIANTS: Winters (19), Bailey (18), Brempong (12 Punkte / 10 Rebounds), Whiting (10), McCoy (7), Goddek (7), Wyrick (2)
Punkte für die Deutsche Bank Skyliners: Roller (26), Evtimov (24), Allen (10), Archibong (6), Johnson (5), Bahiense de Mello (3), McKinney (3)

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