Stadtplan Leverkusen
04.04.2008 (Quelle: Bayer-Giants)
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Pulver zu früh verschossen


Die BAYER GIANTS haben den Sprung auf den ersten Tabellenplatz verpasst. Die Mannschaft von Achim Kuczmann unterlag trotz eines Gala-Auftritts im ersten Viertel mit 83:92 beim abstiegsbedrohten TBB Trier. Bester Werfer beim Rekordmeister war Brendan Winters, dem sechs erfolgreiche Dreipunktewürfe und insgesamt 29 Punkte gelangen.

Die 2.200 TBB-Fans in der Arena Trier und rund 50 GIANTS-Fans beim „Public Viewing“ in der Leverkusener Wilhelm-Dopatka-Halle erlebten einen furiosen Beginn der Bayer-Basketballer, die regelrecht heiß liefen und aus der Distanz kaum zu stoppen waren. Beckham Wyrick, Brendan Winters und Zack Whiting versenkten in drei aufeinanderfolgenden Angriffen ihre Versuche von jenseits der 6,25-Meter-Linie. Und nach einer kurzen Pause war es erneut GIANTS-„Scharfschütze“ Brendan Winters, der mit zwei weiteren Dreiern den anfänglichen Vorsprung der GIANTS auf 22:8 erhöhte. Zum Ende des Viertels kamen weitere Punkte durch Eric Taylor und Rans Brempong, die am Brett erfolgreich waren hinzu, so dass es mit einem beruhigenden 15:28 in die Viertelpause ging.

Die erste Minute des zweiten Viertels war durch einige Unkonzentriertheiten der BAYER GIANTS geprägt, bis sich Brant Bailey ein Herz nahm und mit fünf Punkten in Folge die Gäste weiter in Front brachte (17:33, 12. Minute). TBB-Coach Defraigne sah sich zu einer weiteren Auszeit gezwungen und die kurze Unterbrechung schien den Gastgebern gut zu bekommen: Angeführt von einem nun überragenden Austen Rowland legte Trier einen 17:2-Lauf hin. Und während der Guard der Moselstädter scheinbar mühelos durch die Leverkusener Verteidigung wirbelte, fand bei den konsternierten GIANTS nun kein Wurf mehr sein Ziel. Mit einem krachenden Dunking von Triers wuchtigem Innenspieler Malik Benton verkürzten die Hausherren auf 34:38, einen Angriff später gar auf 37:38 (19. Minute). Kurz vor der Halbzeit beendete Beckham Wyrick die Durststrecke der Leverkusener mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf, Brendan Winters zog mit zwei weiteren Dreiern nach. Der erste Sturmlauf der Hausherren konnte somit erfolgreich abgewehrt werden. Die Führung war dank der überragenden Vorstellung von Brendan Winters, der nach 20 Minuten bereits 23 Zähler auf seinem Konto hatte, zur Halbzeit auf 12 Punkte angewachsen.

Der Start in die zweite Spielhälfte verlief aus Sicht der GIANTS eher holprig. Zum einen hatten die Gäste mit Foulproblemen zu kämpfen - Brempong und Wyrick mussten mit je drei Fouls auf die Bank - zum anderen witterte Trier nun Morgenluft. Mit einem 7:0-Lauf zu Beginn des dritten Viertels verkürzten die Moselstädter den Abstand auf den Rekordmeister, bei dem nur noch wenig zusammenlief. Die Wurfquote aus der Distanz rutschte immer weiter in den Keller, in der Verteidigung bereitete den „Kuczmännern“ zudem das TBB-Duo Rowland/Benton weiter großes Kopfzerbrechen. So konnten die Trierer nach mehreren Anläufen in der 29. Minute zum ersten Mal in dieser Begegnung ausgleichen (57:57). Das ohnehin schon spannende Spiel wurde jetzt zum packenden Thriller.

Das Schlussviertel begann mit drei Freiwürfen für Tyron McCoy, der beim Wurfversuch jenseits der Dreierlinie gefoult worden war. Zwar konnten die GIATNS somit einen knappen Vorsprung behaupten, doch schon in der 32. Minute kam es erstmalig in dieser Partie zum Führungswechsel (68:66). Nach zwei erfolgreichen Dreipunktewürfen von Daniel Cage konnten sich die Gastgeber sogar weiter absetzen (73:66, 35. Minute). Für Leverkusen blieb der Trierer Korb indessen wie vernagelt. Erst nach fünf Minuten im vierten Viertel gelang Eric Taylor der erste Feldkorb für sein Team. Doch die Jungs von Achim Kuczmann steckten nicht auf und kämpften sich ins Spiel zurück. Ein Dreier von Bailey sorgte für den neuerlichen Ausgleich, zwei Freiwurftreffer von Eric Taylor bedeuteten die Gäste-Führung (73:75, 37. Minute). Aber auch Trier ließ jetzt nicht locker, das Traditionsduell blieb hart umkämpft. Die Vorentscheidung zugunsten der Heimmannschaft fiel schließlich zwei Minuten vor Schluss: Zunächst entschieden die Schiedsrichter auf ein zumindest fragwürdiges Foul gegen Brant Bailey. Als sich dieser über den Pfiff beschwerte, ließen die Unparteiischen ohne Vorwarnung sogleich ein technisches Foul folgen. Trier wusste die zugesprochenen Freiwürfe zu nutzen und setze sich mit 85:78 ab. Zwar konnte Beckham Wyrick mit einem Dreipunktewurf noch einmal verkürzen, den fünften Saisonsieg gab die Mannschaft von Yves Defraigne jedoch nicht mehr aus der Hand.

So sprach auch Achim Kuczmann auf der anschließenden Pressekonferenz von einem „absolut verdienten Sieg“ der Hausherren: „Trier hat nie aufgegeben und hat uns auch dank der Zuschauer niedergekämpft. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben aber zu viele leichte Punkte zugelassen. Es gibt keinen Vorteil beim Spiel Zweiter gegen Vorletzter, kein Spiel ist von vornherein gewonnen. Das hat man heute gesehen.“

Bereits am Sonntag wollen sich die BAYER GIANTS für die Auswärtsniederlage rehabilitieren. Dann gastieren die New Yorker Phantoms Braunschweig in der Wilhelm-Dopatka-Halle (16 Uhr).

Punkte für die BAYER GIANTS: Winters (29), Bailey (19), Wyrick (10), Taylor (8), McCoy (6), Whiting (5), Brempong (4), Geib (2)

Punkte für TBB Trier: Benton (28), Rowland (21), Green (18), Gillingham (9), Cage (8), Phillips (6), Moore (2)


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Letzte Änderung am 31.10.2015 23:16 von leverkusen.
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