Stadtplan Leverkusen
13.02.2008 (Quelle: Bayer-Giants)
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Größtes Ziel: Gesund bleiben!


Es begann im holländischen Den Helder. Hier wollte Lucas Welling im Spätsommer letzten Jahres am Feinschliff für die anstehende Bundesligasaison arbeiten. Doch das Trainingslager, in dem Headcoach Achim Kuczmann seine BAYER GIANTS versammelt hatte, musste Lucas vorzeitig verlassen.

Der Grund: Immer wieder plagten den Jung-Profi Schwindel und anhaltende Müdigkeit. „Nach einer Trainingseinheit bin ich dann fast ohnmächtig geworden“, erinnert sich Welling. Ein Warnsignal, das die Trainer richtig deuteten – etwas stimmte nicht mit ihrem Schützling. Sie schickten Lucas zurück nach Leverkusen, wo ihn Mannschaftsarzt Dr. Ted Böhmer unter seine Fittiche nahm. Eine Woche wird Lucas in der Merheimer Klinik regelrecht auf den Kopf gestellt, bis die Diagnose feststeht: Das Epstein-Barr-Virus hatte bei Lucas das Pfeiffersche Drüsenfieber ausgelöst.

„Zunächst konnte ich mit diesem Ergebnis nicht viel anfangen. Es war halt keine konventionelle Verletzung, wo du die ‚Reha’ durchläufst und Fortschritte siehst.“ Von Rehabilitationsmaßnahmen ist Lucas zu diesem Zeitpunkt tatsächlich sehr weit entfernt. „Ich hatte absolutes Sportverbot. An irgendwelche Anstrengungen war auch gar nicht zu denken. Selbst nach kurzen Strecken, die ich zu Fuß zurücklegen musste, war ich mit den Kräften am Ende.“

Drei lange Monate müssen die Turnschuhe im Schrank bleiben. Für den ehrgeizigen Leistungssportler Welling eine Tortur: „Die Krankheit war psychisch eine größere Belastung als physisch. Vor allem auch deshalb, weil sie kaum jemand kannte. Es ist einfach etwas anderes, ob man drei Monate lang auf Krücken geht, oder wie ich an etwas weniger sichtbarem leidet und ständig müde im Bett liegt. Ich hatte öfter das Gefühl, die Leute denken, ich simuliere. Das waren dann die Momente, wo ich mir sagte: Ein ganz normaler Bänderriss wäre mir lieber.“

Doch langsam geht es bergauf. Das medizinische Team vom Olympiastützpunkt an der Kölner Sporthochschule stärkt Lucas` Immunsystem regelmäßig mit Vitaminpräparaten. „Die medizinische Betreuung war einfach spitze. Ich habe Dr. Argiris Vassiliadis und seinem Team sehr viel zu verdanken.“

Nach und nach verbessern sich auch die Blutwerte, so dass Lucas endlich mit dem Aufbautraining beginnen kann. Mehr als 5 Minuten Laufen sind zwar zunächst nicht drin, aber immerhin zeichnet sich im Januar 2008 ein Ende der Leidenszeit ab. Dann geht es ganz schnell: Erst darf Lucas in der Regionalligapartie gegen Grevenbroich aufs Parkett, einige Tage später lässt ihn Achim Kuczmann beim Bundesligaheimspiel gegen Oldenburg ins Geschehen eingreifen. „Als mir der Coach das Zeichen zum Wechseln gegeben hat, war das schon ein tolles Gefühl. Die Fans haben mir auch noch aufmunternde Worte zugerufen - ein besseres Comeback hätte ich mir kaum vorstellen können.“

Für den Rest der Saison hat der Jung-Profi verständlicherweise nur noch ein großes Ziel: gesund bleiben.


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Letzte Änderung am 03.04.2018 16:07 von leverkusen.
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