CHEMPARK Leverkusen rüstet sich für die Zukunft:

Grigat: "Standort muss auf dem Weg zu Europas Chemiepark noch attraktiver werden - die Größe haben wir bereits"
450 Millionen Euro für Investitionen und Instandhaltung im Jahr 2007

Archivmeldung aus dem Jahr 2007
Veröffentlicht: 13.12.2007 // Quelle: Bayer

"Der neue Name ist das Symbol für die Ziele, die wir haben. Wir wollen Europas Chemiepark werden. Der CHEMPARK Leverkusen ist im Verbund der drei Niederrhein-Standorte eine ganz wichtige Säule dafür", erklärte CHEMPARK-Leiter Dr. Ernst Grigat im Rahmen eines Pressegesprächs am Donnerstag, 13. Dezember 2007. "Als sehr wichtige Voraussetzung bringen wir bereits die Größe mit. Auch in diesem Jahr werden wieder rund 450 Millionen Euro an Investitionen und Instandhaltung in Leverkusen aufgewendet. Jetzt gilt es, auf dieser Basis die Attraktivität weiter zu steigern", so Grigat: "Schnell sowie preisbewusst, aber auch weiterhin mit hoher Qualität - diese Attribute sind uns wichtig, und so wollen wir die Zukunft des Standorts aktiv und erfolgreich gestalten."

"Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, die vorhandenen CHEMPARK-Partner so zu unterstützen, dass sie sich bestmöglich entwickeln können. Sie sollen am Standort eine sichere und verlässliche Heimat für ihre Aktivitäten sehen und weiter in die Zukunft investieren", so Grigat. Die bereits vorhandene Vielfalt im CHEMPARK spiegelt sich in der Zahl der angesiedelten Unternehmen wider: Inzwischen sind auf dem Gelände 57 Firmen unterschiedlicher Größe tätig. Sie teilen sich auf in 23 Dienstleister, 20 Produzenten sowie 14 Logistik-, Forschungs- und Entwicklungsunternehmen sowie Start-up-Unternehmen.

Auf der anderen Seite gilt es, bei neuen Investitionsvorhaben mit dem CHEMPARK eine entscheidende Rolle bei der Standortsuche zu spielen und möglichst den Zuschlag zu bekommen. "Hier sind wir bereits auf einem guten Weg. Ein Ansiedlungsvorhaben ist sehr konkret", so Grigat. Im Rahmen ihrer neu definierten Strategie plant die nkt cables GmbH, ihre Produktion in den Kölner Teil des CHEMPARK Leverkusen zu verlegen. Dies eröffne dem Unternehmen Möglichkeiten, die auf dem bisherigen Gelände in Köln-Mülheim nicht zu realisieren seien.

"Mit der neuen Organisation im CHEMPARK haben wir uns den globalen Änderungsprozessen angepasst. Diese Maßnahmen machen uns fit, nun die nächsten Schritte konkret anzugehen und umzusetzen", so Grigat. Dabei gelte es zugleich, wichtige und bewährte Werte nicht aus den Augen zu verlieren.
"Wir waren immer ein guter Nachbar, und der CHEMPARK wird auch weiterhin die Interessen der Menschen am Standort im Fokus haben. Dazu gehören weiterhin die Aspekte Sicherheit und Umweltschutz als wichtige Messlatten für unser Handeln", erklärte Grigat.

Einige aktuelle Investitionsbeispiele:

Der Spezialchemiekonzern LANXESS stärkt auch im kommenden Jahr den Standort Leverkusen. Insgesamt plant der Konzern dort 2008 Wachstums- und Erhaltungsinvestitionen von mehr als 80 Millionen Euro - rund 20 Millionen mehr als im laufenden Jahr. Etwa 30 Millionen Euro davon investiert die Tochtergesellschaft Saltigo. Im kommenden Jahr geht es vor allem darum, die Anlagenbasis bei Saltigo von Mono- auf Vielstoffbetriebe umzustellen, die bestehende Anlagen zu modernisieren und zu flexibilisieren sowie das Personal auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. So ist beispielsweise für Anfang 2008 die vollständige Inbetriebnahme einer neuen Multifunktionsanlage für die Synthese von medizinischen Wirkstoffen geplant. Für die LANXESS-Gruppe ist Leverkusen mit rund 4.200 Mitarbeitern der weltweit größte Standort.

Die LYTTRON Technology GmbH baut im CHEMPARK Leverkusen derzeit für eine Investitionssumme von 24,5 Millionen Euro ihr Produktionsgebäude. Im Jahr 2006 gegründet, ist das Unternehmen inzwischen aus der Start-up-Phase entwachsen und beschäftigt derzeit rund 50 Mitarbeiter. Im zweiten Quartal 2008 steht die offizielle Inbetriebnahme der neuen Gebäudeteile an. Einher geht der Ausbau der Mitarbeiterzahl auf dann etwa 150. LYTTRON, eine 100-prozentige Tochter von Bayer MaterialScience, entwickelt und produziert elektrolumineszente und dreidimensional verformbare Leuchtfolien auf Basis von Polycarbonat.

Für mehr als 10 Millionen Euro erweitert Bayer MaterialScience (BMS) in Leverkusen seine Produktionskapazität für Desmodur. Drei neue Destillationskolonnen - die größte davon 27 Meter lang und 25 Tonnen schwer - sollen die Produktionskapazität der Isophoron-Diisocyanat-(IPDI-)Anlage um rund 40 Prozent steigern. Der Testbetrieb hat im Sommer dieses Jahres begonnen. Hintergrund für die Erweiterung ist die kontinuierlich steigende Nachfrage nach hochwertigen Klebstoffen, Textilbeschichtungen und Lackierungen für Fahrzeuge, Industrieanlagen und Möbel. IPDI ist dafür als - Vorprodukt für Schaumstoffe, Klebemittel und Lacke - unverzichtbar.

Des Weiteren verändert der CHEMPARK sein Gesicht: Innerhalb der kommenden Jahre wird im Bereich des K-Blocks - nahe der Kaiser-Wilhelm-Allee - ein hochmoderner "Büro-Campus" entstehen. Nach dem Umbau der Gebäude K12/K13 an der Kaiser-Wilhelm-Allee zur neuen Zentrale von Bayer MaterialScience ist der nächste Schritt eine 60-Millionen-Euro-Investition für den Bau eines neuen Bürogebäudes sowie eines Parkhauses. In der neuen Verwaltung wird vor allem die Bayer Vital GmbH - die deutsche Vertriebsgesellschaft der Bayer HealthCare AG - ihren neuen Sitz haben. ,Mit den Arbeiten ist bereits begonnen worden. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2009 vorgesehen. Im Rahmen dieser Maßnahmen wird zudem die CHEMPARK-Grenze verändert, sodass der Bürocampus frei zugänglich sein wird. Eine Zaunverlegung ist auch im Bereich der CURRENTA-Bildungseinrichtungen an der Bundesstraße 8 geplant.

Ein Highlight des Jahres 2007 war das Jubiläum der Verbrennungsanlagen in Bürrig: Hier sichern die Mitarbeiter von CURRENTA mit einer Verbrennungstechnik nach neuesten Standards die CHEMPARK-Produktion - seit 40 Jahren mit den jeweils innovativsten Verfahren. Die Anlage dient zudem der Europäischen Kommission seit 2005 als ein Beispiel für beste technische Verfahren zur Sonderabfallverbrennung, die gegenwärtig verfügbar sind. Die Emissionswerte liegen dank dieser modernsten Technik weit unter den zulässigen Grenzwerten. Die Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten und Universitäten ist etablierter Bestandteil der Arbeit in Bürrig.
Zum Stichtag 30. September 2007 arbeiteten im CHEMPARK Leverkusen etwa 30.300 Menschen. Davon sind ca. 11.450 bei den Bayer-Gesellschaften beschäftigt. Bei den anderen CHEMPARK-Partnern arbeiten rund 8.950 Mitarbeiter, weitere rund 10.000 Menschen sind als Fremdfirmenmitarbeiter im CHEMPARK Leverkusen beschäftigt. In der Ausbildung des CHEMPARK-Betreibers CURRENTA - die im Auftrag von Bayer, LANXESS und den anderen CHEMPARK-Partnern handelt - befinden sich derzeit 1.022 junge Menschen, davon 885 bei den Bayer-Gesellschaften. Bei CURRENTA begannen im Sommer dieses Jahres insgesamt 308 Schulabgänger in Leverkusen in mehr als 20 Ausbildungsberufen ihre Ausbildung im naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Bereich.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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