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16.11.2007 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Behindertensport: Mester und Simanowski sind "Sportler des Jahres"


Mit diesem Wahlausgang hatten selbst die größten Optimisten beim TSV Bayer 04 nicht gerechnet: Die beiden amtierenden Weltmeister Natalie Simanowski und Mathias Mester haben die Wahl des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) zum "Sportler des Jahres" gewonnen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm am Donnerstag die Ehrung persönlich in Berlin vor.
Während sich Rad-Doppelweltmeisterin Natalie Simanowski gegen die beiden Leichtathletinnen Marianne Buggenhagen und Martina Willing durchsetzte, ließ Leichtathletik-Weltrekordler Mathias Mester den Titelverteidiger Michael Teuber (Radsport) und Fechter Markus Lautenberg hinter sich.
TSV-Abteilungsleiter Dr. Karl Quade: "Es ist eine große Ehre für den Verein, dass Simanowski und Mester mit dem höchsten Preis im Paralympischen Sport ausgezeichnet werden und sich gegen hochkarätige Konkurrenz durchgesetzt haben. Für beide Sportler, aber auch für den Verein, wird diese Auszeichnung ein großer Ansporn sein, um auf dem Weg zum Wohle des Spitzensports für Menschen mit Behinderung weiterzumachen."
Die 29-Jährige Simanowski hatte bei der Rad-WM 2007 in Aigle/Schweiz 2 x Gold, 1 x Silber und 1 x Bronze gewonnen. Leider konnte sie bei der Ehrung nicht anwesend sein, da sie zeitgleich beim Weltcup in Kolumbien startete. An ihrer Stelle nahm ihre Mutter, Maria Heskamp, den Preis entgegen.
Bei den Männern freute sich der Kleinwüchsige Mester, der bei der WM in diesem Jahr in Taiwan Kugelstoß-Gold im letzten Versuch mit neuem Weltrekord holte und anschließend Siege im Speerwurf und Diskuswerfen folgen ließ, über die besondere Auszeichnung. Den Eins tieg in den Behindertensport fand der gebürtige Coesfelder über einen Schnupperkurs in Leverkusen. Zunächst wurde er vom ehemaligen Leverkusener Trainer Herbert Hessel in seinem Heimatort Coesfeld betreut. Parallel trainierte er am Wochenende bereits bei Steffi Nerius, um dann 2006 dann ganz ins Rheinland zu wechseln.
Seit 2007 geht Mester einer Ausbildung zum Bürokaufmann bei der Bayer AG nach. Bedingt durch seinen Wohnortwechsel und die neue Tätigkeit kann der Athlet von Steffi Nerius nun Ausbildung und Sport optimal verbinden. Somit ist eine sehr gute Vorbereitung auf die Paralympics in Peking garantiert.
Bei der Leichtathletik- WM 2006 in Assen konnte Mester nach seinen internationalen Erfolgen bei den Junioren erstmalig im Speerwurf das oberste Treppchen bei einer WM erklimmen. Eine Saison ohne Fehl und Tadel ließ Multitalent dann 2007 folgen. Er stellte in allen drei Disziplinen (Kugel/Diskus/Speer) neue Weltrekorde auf. Im Diskuswerfen war er der erste Kleinwüchsige, der die 30-Meter-Marke übertroffen hat. Im kommenden Jahr bei den Paralympics wird Mester nur im Kugelstoßen antreten können, da seine beiden anderen Disziplinen aus dem paralympischen Programm gestrichen wurden.
Meldung der Bayer AG



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16.11.2007: Bayer-Athleten Natalie Simanowski und Mathias Mester sind die „Behinderten-Sportler 2007“

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Letzte Änderung am 14.08.2011 10:05 von leverkusen.
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