Stadtplan Leverkusen
11.02.2007 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Gerhold Wohlfarth – ein Kämpfer wird 70


Wenn Gerhold Wohlfarth über seinen 70. Geburtstag und das Altern spricht, dann kommt kein klagendes Wort über die Lippen des Leverkuseners Hammerwurf-Trainers, der vor Jahren die Grundlagen für die Karriere von Markus Esser, dem WM-Vierten von 2005, legte. „Ich hätte nie gedacht, dass ich so alt werde“, erklärt Wohlfarth mit durchdringendem Blick, der von der Kämpfernatur des studierten Arbeitswissenschaftlers erzählt. Seinem eisernen Willen hat er es auch zu verdanken, dass er dem Krebsleiden seit langer Zeit trotzt.

„Die Ärzte haben mir eine Überlebenszeit von drei Monaten gegeben, nun sind es schon 15 Jahre geworden und ich hoffe, es kommen noch einige dazu“, erzählt der passionierte Rasenkraftsportler, der seinen 70. Geburtstag im engen Familienkreis mit seinen Kindern und Enkeln feiert. „Ich habe mich von den Medizinern losgesagt und ganz auf die Vitaminschiene gesetzt. Ich hatte Glück, dass es bei mir gewirkt hat.“ Als zweite Ursache für seine Genesung führt Wohlfarth, der bis zu seiner Nieren-Erkrankung 1993 bei Bayer arbeitete und seit 1989 Trainer in Leverkusen ist, seine Tätigkeit in der Nachwuchs-Abteilung an. „Es war für mich sehr wichtig, eine Aufgabe und Spaß zu haben.“

Gleich einer seiner ersten Athleten am Rhein entpuppte sich als Riesen-Talent: Markus Esser, der aus in der Schüler-Truppe von Wohlfarths Lebensgefährtin Ingrid Thyssen kam, zeigte schnell großes Gefühl im Umgang mit dem Hammer. Es folgten unter anderem Bianca Achilles, die Junioren-Weltmeisterin von 1998, Kamil Bethke, der U20-WM-Dritte von 2004, und Benjamin Hedermann, der im zurückliegenden Jahr bei der U20-WM in Peking (China) Siebter wurde. „Nun wird es Zeit, dass ich kürzer trete und mir mehr Ruhe gönne“, bekennt der Kämpfer, der nach der Saison seine zwei besten Werfer Bethke und Hedermann in die Verantwortung von Helge Zöllkau übergibt.

Seine Tätigkeit im Nachwuchsbereich sah Wohlfarth immer auch als soziale Aufgabe. „Es ist wichtig, dass die Jugendliche in der Freizeit Angebote haben und nicht irgendwo rumhängen“, sagt der 70-Jährige, der 1966 als kanadische Hammerwurf-Meister seinen größten persönlichen Erfolg feierte und immer noch mehrmals die Woche Eisen im Kraftraum stemmt.

Nach Nordamerika zog es den gebürtigen Schlesier von 1965 bis 1971, um dort sein Studium als Arbeitswissenschaftler zu absolvieren. Schon damals verdiente er sich seine ersten Lorbeeren als Trainer, als er in einem Jahr gleich zwei nationale Jugend-Meister stellte.


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Letzte Änderung am 17.09.2009 20:46 von leverkusen.
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