WM: Keil einzige Deutsche im Hammer-Finale – Friedek verletzt raus


Archivmeldung aus dem Jahr 2005
Veröffentlicht: 11.08.2005 // Quelle: TSV Bayer 04

Als Charles Friedek auf dem Sprung ins Finale schien, hat den Leverkusener Dreispringer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki wieder einmal sein Körper verlassen. Im dritten Durchgang der Qualifikation traf der Vize-Europameister das Brett haargenau, produzierte einen einwandfreien Hopp, doch beim Jump verletzte sich der 33-Jährige am Fuß, vollendete zwar noch den Jump, verbesserte sich aber nicht und schied aus: als 26. mit 15,75 Metern aus dem ersten Durchgang und mit einem Innenbandriss am linken Knöchel. Besser lief es für Hammerwerferin Susanne Keil. Die deutsche Rekordhalterin überstand die Qualifikation als einziges Deutsche mit im ersten Versuch erzielten 67,82 Metern auf Platz neun.

„Schade, dass ich jetzt die einzige Deutsche im Finale bin“, meinte Keil nach ihrem Wettkampf, in dem die Olympia-Vierte Betty Heidler und Saison-Aufsteigerin Kathrin Klaas (beide LG Eintracht Frankfurt) auf der Strecke geblieben waren. „Jetzt lastet natürlich irgendwo mehr Druck auf mir.“ 2003 in Paris stand die 27-Jährige schon einmal in einem WM-Finale und beendete es als Fünfte. „Hier will ich unter die ersten Acht kommen und sechs Versuche machen können“, sagte die von Helge Zöllkau trainierte Ex-Frankfurterin, die vor der Saison nach Leverkusen gewechselt war und bei Bayer 04 zusammen mit Markus Esser trainiert, der am Montag für eine Überraschung gesorgt hatte, als er in seinem Finale Vierter geworden war. Susi Keil’s Chance kommt Freitag um 18.50 Uhr MESZ.

„Ich hab’s mal wieder verbockt. Aber ich kenne das Gefühl ja“, sagte Dreispringer Friedek direkt nach seinem Ausscheiden. „Dabei hatte ich es im letzten Versuch eigentlich. Doch dann ist mir der Fuß dermaßen weg gegangen, dass ich dachte, es hat alle Bänder weg gerissen. Das war’s dann wohl wieder für die Saison.“ Seine Befürchtung bestätigte am Nachmittag Uwe Wegmann, leitender Arzt des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV): „Das Innenband ist gerissen. Damit hätte er unmöglich im Finale springen können“, erklärte Wegmann und riet zu sechs Wochen Pause.

Sein Karriere-Ende sei dies jedoch noch nicht, betonte Friedek, 1999 in Sevilla Weltmeister: „Nächstes Jahr bin ich wieder da. Dann heißt es auf ein Neues. In Göteborg bei der EM will ich meinen zweiten Platz erfolgreich verteidigen.“ Und auch die WM 2007 in Osaka habe er noch vor Augen, so der siebenmalige Deutsche Freiluftmeister.

Friedek wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von Verletzungen geplagt. „Er ist ein Springer zwischen Genialität und Scheitern“, sagte der Leitende Bundestrainer Jürgen Mallow über den Schützling von Bayer-04-Coach Bernd Knut deshalb auch nach dessen Sieg beim Europacup in Florenz Mitte Juni. Dort war Friedek im letzten Versuch von Platz sechs auf Rang eins vorgesprungen und erklärte anschließend, wo sein größtes Problem liegt: „Ich bin halt anfällig und habe immer einige Baustellen am Körper.“

An diesen Baustellen musste er in der Vergangenheit immer wieder arbeiten: Zuerst 2000 bei Olympia in Sydney, wo Friedek trotz Verletzung das Finale erreichte, dort aber ohne gültigen Versuch blieb. 2001 und 2003 konnte der Mediendesign-Student verletzungsbedingt erst gar nicht an der WM teilnehmen, 2004 bei Olympia in Athen schied er angeschlagen schon in der Qualifikation aus.

Der weitere Zeitplan der Leverkusener WM-Starter:
(Wettkampfzeiten in Ortszeit – Deutschland minus 1 Stunde; TV-Zeiten in MESZ)

Donnerstag, 11. August
18.35 Uhr Stabhochsprung Männer Finale (Danny Ecker)
ZDF – 17.35 bis 19.00 Uhr und 19.15 bis 21.15 Uhr
Eurosport – 17.30 bis 21.15 Uhr

Freitag, 12. August
13.20 und 14.40 Uhr Speerwurf Frauen Qualifikation (Steffi Nerius)
14.00 Uhr Weitsprung Männer Qualifikation (Nils Winter)
19.50 Uhr Hammerwurf Frauen Finale (Susanne Keil)
ARD – 10.30 bis 15.00 Uhr und 17.15 bis 21.00 Uhr
Eurosport – 10.30 bis 14.30 Uhr und 17.30 bis 21.00 Uhr

Samstag, 13. August
19.45 Uhr Weitsprung Männer Finale
ZDF – 13.00 bis 15.40 Uhr, 17.30 bis 19.00 Uhr und 19.10 bis 20.50 Uhr
Eurosport – 13.15 bis 15.30 Uhr und 17.30 bis 21.00 Uhr

Sonntag, 14. August
Speerwurf Frauen Finale 19.25 Uhr
ARD – 13.00 bis 16.00 Uhr und 18.00 bis 20.30 Uhr
Eurosport – 13.15 bis 15.45 Uhr und 18.15 bis 20.30 Uhr

Mehr Infos mit Starterlisten, Statistiken, dem detaillierten Zeitplan und vielem mehr gibt es unter www.iaaf.org/wch05/index.html.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Sport
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