Stadtplan Leverkusen
30.12.2004 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Flutkatastrophe in Südostasien: Stadt prüft umfangreiches Maßnahmenpaket


Langfristige Hilfe primäres Ziel
Stadtkämmerer Häusler:„Not kennt kein Gebot
Trotz Finanzkrise werden wir alles tun, um den Menschen zu helfen.“

Ein umfangreiches Maßnahmenpaket, um die Not nach der katastrophalen Flutkatastrophe in Südostasien zu lindern und einen Beitrag zum Wiederaufbau in den betroffenen Regionen zu leisten, prüft derzeit die Stadt Leverkusen. Dabei ist der Stadtspitze daran gelegen, neben kurzfristigen Hilfen auch langfristig dazu beizutragen, dass die Menschen wieder in würdigen Verhältnissen eine Chance zum Neuanfang bekommen.

Stadtkämmerer Häusler hat in Vertretung von Oberbürgermeister Ernst Küchler großes Entgegenkommen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den städtischen Gesellschaften und Betrieben registrieren können, Menschen in dieser schwierigen Situation zu helfen.

Darunter falle für ihn auch die Bereitschaft des Klinikums Leverkusen zur Bereitstellung ärztlicher und medikamentöser Hilfe für das Krisengebiet, so Häusler. Auch die Sparkasse habe zugesagt, bei Einrichtung eines städtischen Spendenkontos unmittelbar nach dem Jahreswechsel bei Bareinzahlungen auf jegliche Gebühren zu verzichten. Wer unmittelbar eine Spende bei der Stadt einzahlen möchte, kann dies unter der Kontonummer 100 000 207, Bankleitzahl 37551440 Sparkasse Leverkusen, Stichwort Flutopfer Südostasien, tun. Auch die bei städtischen Sammlungen erzielten Gelder werden zunächst auf diesem Konto gesammelt und dann an die großen Hilfsorganisationen weitergeleitet. Beitrag an die Stadt Ebenso werde bereits jetzt geprüft, ob nicht alle städtischen Gesellschaften 2005 auf Weihnachtsgeschenke verzichten sollten und das vorgesehene Geld für die Menschen in Südostasien eingesetzt werden kann.

Gerade dies unterstreiche, so Rainer Häusler, das wir nicht nach einigen Wochen zur Tagesordnung übergehen, sondern langfristig den Menschen beistehen wollen. Auch Mitarbeiter des THW Leverkusen, die noch ins Einsatzgebiet müssen, können sich städtischer Solidarität sicher sein. Die notwendige medizinische Versorgung im Vorfeld werden die Fachleute des Fachbereichs Gesundheit kostenlos vornehmen.

Auch städtischerseits, wo in einigen Fachbereichen bereits in Mitarbeiterkreisen ohne besonderen Anstoss für die Menschen in Asien gesammelt wird, soll alles getan werden, um eine möglichst breite Palette von kurz- und langfristigen Unterstützungsmöglichkeiten zu verwirklichen. Teilweise können diese nach dem Jahreswechsel umgesetzt werden, in einigen Fällen bedarf es hierzu noch politischer Beratungen, die am 10. Januar erfolgen sollen.

Unmittelbar begonnen werden kann ab dem 3. Januar mit weiteren Sammlungen in Fachbereichen, städtischen Betrieben, bei den städtischen Gesellschaften und nach den Ferien auch in den Schulen und Kindergärten. Ebenso soll in den publikumsintensiven Bereichen der Stadt verfahren werden.

Große Unterstützung erhofft sich der Stadtkämmerer auch, wenn für vier Wochen um einen freiwilligen Notopferzuschlag von 10 Cent bei jeder Eintrittskarte für Bäder und Kulturveranstaltungen geworben wird. Auch bei jeder Eintrittskarte für die Landesgartenschau soll um diesen Spendenbetrag zu Gunsten der Flutwellenopfer gebeten werden. Auch dies, so der Kämmerer, dokumentiere, dass Leverkusen langfristig und nicht nur aus der ersten Betroffenheit heraus helfen wolle.

Auch bei anderen städtischen Veranstaltungen und bei solchen, bei denen die Stadt als Pächter fungiere, solle regelmäßig gesammelt, um so über dass Jahr einen ansehnlichen Betrag zusammen zu bekommen. Der Reinerlös der Tombola, die im Rahmen der offiziellen Gala anlässlich des 75 Geburtstages durchgeführt werde, soll nun ebenfalls der Südostasienhilfe zu Gute kommen. Um den Gesamtbetrag aufstocken zu können, solle auch überlegt werden, Anteile aus den Mitteln für Städtepartnerschaften zur Nothilfe einzusetzen und Solidaritätsappelle an die acht Partnerstädte zu richten (unser Kämmerer zählt schlecht: wir haben nur sieben Partnerstädte).

Persönlich will sich der Stadtkämmerer beim Ministerpräsidenten des Landes auch dafür einsetzen, dass die Mittel für kommunale Entwicklungshilfe, die Leverkusen jährlich zur Weitergabe an die verschiedenen Dritte- und Eine-Welt Initiativen erhält, diesmal zweckgebunden nach Südostasien weiterleitet werden dürfen. Auch hier ist sich der Stadtkämmerer sicher, bei allen engagierten Menschen in diesem Bereich auf Verständnis zu stoßen. „Not kenne kein Gebot“, so Rainer Häusler und wirbt ausdrücklich dafür, Gewohnheiten in dieser schweren Lage einmal für eine Zeit über Bord zu werfen, Diese Beiträge seien angesichts der großen Not vor Ort letztlich nur bescheidene Mosaiksteine in dem großen Berg von Hilfe, der gebraucht werde, so der Dezernent. Er hoffe aber, dass viele andere Leverkusener Unternehmen in die gleiche Richtung unterwegs seien. Dies sei die beste Werbung, die sich Leverkusen in der Welt wünschen könne. Ausdrücklich schließt sich der Stadtkämmerer auch dem Appell des Bundesaußenministers an, an Silvester nicht in dem bisherigen Umfang Raketen in die Luft zu schließen, sondern eingespartes Geld für diese Menschen in Not zu spenden.


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Letzte Änderung am 30.12.2004 22:43 von leverkusen.
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