Die Vulkanisation dickwandiger Gummiartikel bereitet immer wieder Probleme. Da Gummi die Wärme sehr schlecht leitet, muß für eine schnelle und vollständige Vulkanisation der Innenbereiche mit einer langen Heizzeit gearbeitet werden. Dabei kann es passieren, dass der Werkstoff an der Oberfläche bereits übervulkanisiert ist und sich zersetzt, während der Artikel im Inneren noch nicht vollständig vulkanisiert ist. Die Alternative: Vulkanisieren bei niedrigen Temperaturen. Diese Methode ist zwar schonender, dauert aber länger und ist deshalb weniger wirtschaftlich.
Bayer ist mit der Entwicklung des Vulkanisiermittels Vulcuren® der Lösung dieses Problems ein großes Stück näher gekommen: Die Vulkanisationstemperatur kann erhöht werden, ohne das das Gummiteil bei langen Heizzeiten thermisch geschädigt wird. Der Herstellungsprozess wird dadurch erheblich verkürzt und damit die Produktivität erhöht.
Bei der Vulkanisation werden Elastomere hauptsächlich durch langkettige Schwefelmoleküle vernetzt. Diese Schwefelbrücken sind aber nicht sehr hitzestabil und zerfallen bei längerer Temperaturbelastung. Dieser als Reversion bezeichnete Vorgang kann bei großvolumigen Formteilen das Vulkanisat schädigen und die physikalischen und mechanischen Eigenschaften verschlechtern. Vulcuren setzt bei Vulkanisationstemperaturen dagegen neuartige Vernetzungsbrücken frei, die wesentlich hitzestabiler sind. Ersetzt man Teile des Schwefels durch Vulcuren, wird die Reversion deutlich verringert.
Großvolumige Gummiteile, wie zum Beispiel Vollgummireifen für Baufahrzeuge oder große Transport- und Förderbänder sind damit schneller und somit kostengünstiger herzustellen. Auch die physikalischen Eigenschaften, wie Abrieb, Zugfestigkeit und Weiterreißfestigkeit bleiben auf hohem Niveau.
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