Anerkennung für innovativen naturwissenschaftlichen Unterricht: Bayer-Stiftung fördert zwei weitere Schulprojekte

37.000 Euro für außergewöhnliche Unterrichtskonzepte zum Klimaschutz und in der Chemie-Ausbildung an der Realschule Am Stadtpark und Montanus Realschule
Seit 2007 bundesweit 261 Bildungsprojekte an Bayer-Standorten mit rund 2,6 Mio € unterstützt

Archivmeldung aus dem Jahr 2013
Veröffentlicht: 25.02.2013 // Quelle: Bayer

Wie können Schüler für das Thema Klimaschutz sensibilisiert werden? Und wie kann heute ein praxisnaher und berufsorientierter Chemie-Unterricht aussehen? Antworten auf diese Fragen finden die beiden Leverkusener Realschulprojekte, die in der aktuellen Förderrunde der Bayer Science & Education Foundation mit einer Zuwendung von insgesamt 37.000 Euro bedacht werden. Unterstützung erfahren die Realschule Am Stadtpark und ihr Projekt "Don´t talk - let´s taste" sowie die Montanus Realschule für ihre Initiative zur verstärkten Einbindung von Messverfahren in den naturwissenschaftlichen Unterrichtsalltag.

Stiftungsvorstand Thimo V. Schmitt-Lord überreichte im Beisein von Marc Adomat, dem Schuldezernenten der Stadt Leverkusen, am 25. Februar 2013 symbolisch die Spenden. "Die beiden Projekte belegen eindrucksvoll, wie Lehrerinnen und Lehrer ihre Schüler mit guten Unterrichtsideen für die Naturwissenschaften begeistern können. Das ist ein vorbildlicher Einsatz für die Bildungs- und Zukunftschancen der jungen Leute", sagte Schmitt-Lord im Unterrichtsraum der Realschule Am Stadtpark.

"Es freut mich, dass sich Mädchen und Jungen an unseren Schulen mit den Phänomenen Klimaschutz und Chemie auf derart außergewöhnliche Weise beschäftigen. Mein Dank gilt den Projektinitiatoren sowie der Bayer-Stiftung, die eine Umsetzung der ideenreichen Konzepte möglich machen und den Jugendlichen dadurch besondere Erfahrungen im naturwissenschaftlichen Bereich ermöglichen. Innovationsfreude und Erfindergeist werden somit gefördert. Die Schüler selbst profitieren dabei ebenso wie der Bildungsstandort Leverkusen", betonte Adomat.

Der Stiftungsrat der Bayer Science & Education Foundation wählte die beiden Leverkusener Realschulprojekte neben 51 weiteren Initiativen in den Einzugsgebieten der Bayer-Unternehmens-Standorte aus 118 Bewerbungen in der aktuellen Förderrunde aus. Seit Start des Schulförderprogramms im Jahr 2007 wurden somit 54 Schulprojekte in Leverkusen und Umgebung mit insgesamt 859.106 Euro unterstützt.

Bundesweit förderte die Bayer-Stiftung bisher 261 Bildungsprojekte für Schüler im Einzugsgebiet der Unternehmens-Standorte mit insgesamt rund 2,6 Millionen Euro. Alle Förderprojekte zielen darauf ab, innovative Unterrichtskonzepte mit dauerhafter Wirkung einzuführen und attraktive Bildungsangebote umzusetzen, die den regulären Unterricht ergänzen.

Don´t talk - let´s taste: Ein Zeichen für den Klimaschutz
Am Anfang stand das Pflanzen einer Spreeeiche, entwickelt hat sich daraus eine komplette Unterrichtsreihe zum Thema Klimaschutz. Unter dem Motto "Don´t talk - let´s taste" werden die Schüler der 8b einen Lehrpfad durch den an das Schulgelände grenzenden Stadtpark anlegen. Darauf können Schüler und Leverkusener Bürger mit allen Sinnen die Klima-Elemente Erde, Wasser, Luft und Pflanzen an verschiedenen Stationen erforschen. Zusätzlich findet eine Visualisierung der thematischen Inhalte durch vier von den Schülern gestaltete Lerntafeln statt.

"Ziel des Projekts ist es, die Schüler wie die Öffentlichkeit zum Thema Klimaschutz zu informieren, zu sensibilisieren und ein nachhaltiges Zeichen für den Umweltschutz zu setzen", erklärt Martina Pourrier, Projektverantwortliche der Realschule Am Stadtpark. "Bisher haben wir von allen Seiten große Anerkennung für das Projekt erfahren. Daher überlegen wir, das Thema Umweltschutz als naturwissenschaftlichen Schwerpunkt der Schule weiter zu stärken und das Lehrpfadprojekt beständig zu erweitern." Die Bayer-Stiftung fördert die Klimaschutz-Initiative der Schule mit 12.000 Euro. Davon wurden unter anderem Themenkoffer angeschafft, die Mikroskope, Wasseranalyse-Sets oder Gesteinsproben enthalten.

Moderne Analyseverfahren für berufsorientierten Chemieunterricht
Praxisorientierte und wirklichkeitsnahe Chemieausbildung - so lautet das Ziel des geförderten Projekts der Montanus Realschule. Dafür setzt man an der Steinbüchler Schule auf eine verstärkte Einbindung chemisch-physikalischer Messverfahren in den Unterricht. Klima- und Umweltuntersuchungen in den Bereichen Luft, Wasser und Boden finden im Rahmen des Programms ebenso statt wie die Analyse von Lebensmitteln. Großen Wert legen die Projektinitiatoren darauf, dass den Schülern aller Jahrgangsstufen eine möglichst breite Palette an Analyseverfahren vermittelt wird - von einfachen Messmethoden in der Klasse 5 bis zu besonders komplexen Analysetechniken, die interessierten Jugendlichen in den Chemie-Arbeitsgemeinschaften der Klasse 10 aufgezeigt werden.

Für Schulleiterin Ursula Schaefer stellt zudem der berufsorientierende Bezug eine große Stärke des Projekts dar. "Durch die verstärkte Integration von Analyseverfahren in den Chemieunterricht erhalten unsere Schüler einen vertieften Einblick in wesentliche Inhalte der Berufsausbildung der chemischen Industrie. Damit schaffen wir eine Grundlage zur besseren Planung des beruflichen Werdegangs." Die Bayer Science & Education Foundation stellt dem Projekt 25.000 Euro zur Verfügung.

Drei Säulen der Bayer-Schulförderung
Die Förderung der Schulbildung in Deutschland ruht bei Bayer auf drei Säulen: Das Schulförderprogramm der Bayer-Stiftung unterstützt gezielt Schulen im Umfeld der deutschen Konzern-Standorte. In eigenen Schülerlaboren - den so genannten "BayLabs" - ermöglicht das Unternehmen Schülern, eigenständig unter professioneller Anleitung spannende Experimente zu den Themen Gesundheit, Pflanzen, Materialien und Umweltschutz auszuführen und dadurch die praktische Wissenschaft hautnah kennen zu lernen. Zudem ist Bayer in Nordrhein-Westfalen neben dem eigenen Schultechnik-Wettbewerb langjähriger Partner der Schülerwettbewerbe "Jugend forscht", der "Internationalen Biologie-Olympiade" und der "Internationalen Chemie-Olympiade".


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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