Wie schon 2003 gewinnt Steffi Nerius in Helsinki WM-Bronze


Archivmeldung aus dem Jahr 2005
Veröffentlicht: 14.08.2005 // Quelle: TSV Bayer 04

In einem der furiosesten Speerwurf-Wettbewerbe der Leichtathletik-Geschichte hat die Olympia-Zweite Steffi Nerius bei den Weltmeisterschaften in Helsinki wie schon 2003 in Paris die Bronzemedaille gewonnen und dem TSV Bayer 04 das zwölfte Edelmetall bei den seit 1983 ausgetragenen Welttitelkämpfen beschert (5 Gold-, 1 Silber-, 6 Bronzemedaillen). Mit im ersten Versuch erzielten 65,96 Metern forderte die Leverkusenerin die Konkurrenz heraus und erhielt postwendend zwei unerwartete Antworten. Zuerst verbesserte die Kubanerin Osleidys Menendez mit ihrem ersten Wurf ihren eigenen Weltrekord aus dem Jahr 2001 um 16 Zentimeter auf nun 71,70 Meter, in der nächsten Runde zog dann auch noch die Offenburgerin Christina Obergföll mit dem Europarekord von 70,03 Metern an Nerius vorbei. An dieser Rangfolge änderte sich bis zum Schluss nichts mehr.

„Ich habe nur gedacht, ‚hallo, was geht denn hier ab’“, berichtete die 33 Jahre alte Nerius später, was ihr nach den beiden Rekordwürfen durch den Kopf ging. „Ich hatte ja gut angefangen und geglaubt, ich kann heute 67 Meter werfen, doch dann kam der erste Schock durch den Weltrekord, danach der zweite durch Christinas Europarekord. Dadurch bin ich aus meinem Konzept gekommen. Dennoch bin ich überglücklich. Ich habe eine Medaille. Das war mein Ziel.“

Gemeinsam mit Obergföll hüpfte die EM-Zweite nach dem Wettkampf in eine Deutschland-Fahne gehüllt über die Tartanbahn des Olympiastadions in Helsinki und feierte ausgelassen ihren Erfolg. Während des Wettkampfes hatte sie noch mit aller Kraft versucht, ihre Leistung zu steigern, doch das Vorhaben misslang.

Trotzdem gewann die von Helge Zöllkau betreute Leverkusenerin in Helsinki als einzige deutsche Athletin bei einem internationalen Großereignis die vierte Medaille in Folge. 2002 bei der EM in München gab es EM-Silber, 2003 in Paris WM-Bronze und 2004 in Athen Olympia-Silber. Aus Finnlands Hauptstadt bringt sie neben Bronze die in der Qualifikation am Freitag erzielte persönliche Bestleistung von 66,52 Metern mit.

„Das war ein ganz, ganz schwerer Wettkampf für Steffi“, berichtete Bayer-04-Leichtathletik-Geschäftsführer Paul Heinz Wellmann, der im Stadion sitzend den Speerwurf verfolgt hatte. „Erst bekommt sie einen Weltrekord vorgelegt, dann durch einen Jahrhundertwurf einen deutschen Rekord, den sie selbst gern werfen wollte und der sich sogar als Europarekord herausstellt.“ Dass Nerius danach trotzdem noch zwei Würfe im Bereich von 65 Metern gemacht hat, sei „sehr beachtlich“.

„Insgesamt können wir mit dem Abschneiden der Leverkusener Teilnehmer bei diesen Weltmeisterschaften zufrieden sein. Bronze durch Steffi Nerius, Platz vier für Hammerwerfer Markus Esser und die Finalteilnahmen von Stabhochspringer Danny Ecker, Weitspringer Nils Winter und Hammerwerferin Susanne Keil sind gute Ergebnisse.“ An dem Ziel, dass die Athleten beim Jahreshöhepunkt auch ihre beste Leistung abrufen, werde man indes weiter arbeiten müssen. Dies gelang nur Nerius und Esser.

Keil und Winter waren in ihren Finals jeweils Zwölfte geworden, der gesundheitlich angeschlagene Ecker im von Wind und Wetter stark beeinflussten Stabhochsprung ohne gültigen Versuch geblieben. Das vorzeitig Qualifikations-Aus musste Dreispringer Charles Friedek wegen eines Bänderrisses im Fuß hinnehmen. Lars Börgeling blieb in der Stabhochsprung-Qualifikation ohne Höhe hängen. „Helsinki war eine Verbesserung gegenüber dem Abschneiden in Athen. Den eingeschlagenen Weg müssen wir weiter beschreiten. Nächstes Jahr bei der EM in Göteborg ist dann sicher noch die ein oder andere Medaille mehr drin.“

Mehr Infos mit Statistiken, allen Ergebnissen und vielem mehr gibt es unter www.iaaf.org/wch05/index.html.


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Kategorie: Sport
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