Von Januar bis Anfang März diesen Jahres kam es zu einer Serie von Sachbeschädigungen an Fahrzeugen im Bereich des Montessoriweges, der Pestalozzistraße und der Kerschensteiner Straße. Insgesamt wurden an 21 Pkw 41 Reifen zerstochen. Es kam sogar vor, dass einzelne Fahrzeuge, nachdem die beschädigten Reifen erneuert waren, wieder vom Täter heimgesucht wurden. (Aus ermittlungstaktischen Gründen wurde seinerzeit auf einen Pressebericht verzichtet.)
Intensive Ermittlungen und Observationen durch Zivilkräfte erhärteten den Anfangsverdacht, dass es sich bei dem Täter um einen Anwohner handelt. Durch eine entscheidende Beobachtung einer zivilen Streifenwagenbesatzung konnte der Tatverdächtige beobachtet und anschließend ermittelt werden. Es handelt sich um einen bislang unbescholtenen, 40-jährigen arbeitslosen Dachdecker, der zudem augenscheinlich ein Alkoholproblem hat.
Bei der kriminalpolizeilichen Vernehmung zeigte er sich geständig und gab alle 21 Taten zu. Als Grund nannte er eine große Enttäuschung in seinem privaten Umfeld, die ihn zu seinem, wie er selbst sagt "Amoklauf", veranlasste.
Beim Tanz in den Mai 2003 lernte er eine deutlich jüngere Frau kennen. Nachdem die gemeinsame Zukunft geplant war, suchte er eine gemeinsame Wohnung und zusammen kauften sie die Wohnungseinrichtung.
Sie hatte jedoch an die gemeinsame Zukunft eine Bedingung geknüpft, er sollte sich um eine Arbeit bemühen und das Trinken einstellen. Da er beides nicht schaffte, zog sie die Notbremse und trennte sich von ihm.
Auf Grund dieser großen Enttäuschung kam es zu den Sachbeschädigungen. Zu seiner Entschuldigung führte er an, dass er einfach einen toten Gegenstand brauchte, an dem er seine Wut und Enttäuschung auslassen konnte. Neben einem Strafverfahren erwarten ihn jetzt auch noch erhebliche Schadensersatzansprüche.
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