Stadt Leverkusen präsentiert umfassendes Konzept zur Schulwegsicherung

02.04.2026 // Quelle: Stadtverwaltung

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Leverkusen hat ein neues Konzept zur Schulwegsicherung vorgestellt, um den Schulweg für Kinder sicherer und attraktiver zu gestalten. Ziel ist es, mehr Kinder zu ermutigen, ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Das Konzept basiert auf einer Umfrage, an der über 2.100 Eltern und Schüler teilnahmen, und umfasst rund 80 Maßnahmen, darunter die Verbesserung von Querungshilfen und Zebrastreifen. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Schulen, Eltern und der Polizei. Das Konzept wird am 18. Mai dem Rat zur Abstimmung vorgelegt. Weitere Informationen sind im Ratsinformationssystem der Stadt Leverkusen verfügbar.

Leverkusen hat ein umfassendes Konzept zur Schulwegsicherung vorgelegt. Das Ziel ist klar: Mehr Kinder sollen ihren Schulweg in Leverkusen eigenständig zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen können. Das fördert nicht nur die Selbstständigkeit und Gesundheit der jungen Menschen, sondern schont auch die Umwelt. Gleichzeitig will die Stadt damit den oft unübersichtlichen Situationen im Schulverkehr entgegenwirken, die leider auch durch sogenannte Elterntaxis verstärkt werden.

Das vom Fachbereich Mobilität und Klimaschutz erarbeitete Konzept soll den Schulweg insgesamt attraktiver und sicherer machen. Es steht nun im politischen Beratungsturnus und wird am 18. Mai dem Rat der Stadt Leverkusen zum Beschluss vorgelegt.

Umfassende Umfrage als Fundament

Die Grundlage für das neue Konzept bildet eine breit angelegte Umfrage, die der Fachbereich Mobilität und Klimaschutz Anfang 2024 entwickelt hat. Sie richtete sich an Eltern und Schülerschaft von insgesamt 24 Leverkusener Grundschulen sowie 16 weiterführenden Schulen, darunter auch Förderschulen. Ziel war es, eine umfassende Bestandsaufnahme zu den aktuellen Verkehrsmitteln auf dem Schulweg und den Beweggründen für die Nutzung von Elterntaxis zu erhalten. Gleichzeitig sollte ermittelt werden, welche Faktoren eine Veränderung der Verkehrsmittelwahl bewirken könnten.

Im Juni und Juli 2024 konnten Eltern und Schülerinnen und Schüler online an der Befragung teilnehmen. Die Resonanz war beeindruckend: Insgesamt 2.115 Beteiligungen zeigen das große Interesse an diesem wichtigen Thema. Christiane Jäger, Leiterin des Fachbereichs Mobilität und Klimaschutz, fasst zusammen: „Die hohe Beteiligung von 2.115 Eltern und Schülerinnen und Schülern sowie weitere Zuschriften zeigen: Alle wollen sichere Schulwege.“

Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden detailliert ausgewertet, wobei für jede Schule ein individuelles Datenblatt erstellt wurde. Diese Informationen wurden den Schulen übermittelt und dienten als Basis für Ortsbegehungen und Diskussionen, auch unter Einbeziehung der Eltern. All dies fasst das nun vorliegende Konzept zusammen.

Konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit

Das Konzept zur Schulwegsicherung umfasst rund 80, teils umfangreiche, Maßnahmen, die auf die gewonnenen Erkenntnisse zugeschnitten sind. Einige davon, wie das Einrichten von Halteverbotszonen, konnten bereits umgesetzt werden.

Zu den umfangreicheren Schritten zählen unter anderem die Prüfung und Einrichtung von Querungshilfen, die Verbesserung der Markierung, Beschilderung und Beleuchtung von Zebrastreifen sowie das Absenken von Bordsteinen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, Gefahrenstellen zu entschärfen und den Schulweg für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen sicherer zu gestalten.

Enge Zusammenarbeit der Akteure

Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt nicht zentral, sondern wird individuell für das jeweilige Schulumfeld entschieden. Hierbei setzt die Stadt Leverkusen auf eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten: Schulen, Eltern, Polizei sowie die städtischen Fachbereiche Schulen, Ordnung und Straßenverkehr und Tiefbau arbeiten Hand in Hand.

Bereits frühzeitig wurden die politischen Vertreter eingebunden: Anfang März dieses Jahres fanden Abstimmungstermine mit dem Bildungsausschuss sowie den Bezirksvertretungen für die Stadtbezirke I-III statt. Dabei wurden die Datenblätter zu den einzelnen Schulstandorten vorbesprochen, um Wünsche und Anregungen der politischen Bezirksvertreter noch vor Veröffentlichung in das Konzept integrieren zu können.

Die Maßnahmen werden im Rahmen der personellen und finanziellen Kapazitäten umgesetzt, wobei auch die Nutzung von Förderkulissen Berücksichtigung findet. Einzelmaßnahmen können aus Mitteln der laufenden Verwaltung finanziert werden.

Begleitende Initiativen und weiterführende Informationen

Über bauliche Maßnahmen hinaus werden in Abstimmung mit der Polizei Kontrollen und Aufklärungsarbeit intensiviert. Auch Aktionen zur „Toter Winkel“-Sensibilisierung werden fortgeführt, um das Bewusstsein für Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen. Ein besonderer Fokus auf das „Schulradeln“ ist zudem beim jährlichen Stadtradeln geplant.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können das vollständige Schulwegsicherungskonzept im Ratsinformationssystem der Stadt Leverkusen abrufen.


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Kategorie: Verkehr,Bildung
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