Bonn (ots) -
Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Bonn und des Polizeipräsidiums Bonn:
Nach mehrmonatigen Ermittlungen einer Ermittlungsgruppe des Kriminalkommissariats 23 der Bonner Polizei durchsuchten rund 210 Einsatzkräfte am Mittwochmorgen (06.05.2026) auf richterlichen Beschluss acht Wohnungen in den Kreisen Euskirchen (5) und Ahrweiler (1), dem Rhein-Erft-Kreis (1) und in Leverkusen (1) sowie verschiedene Gebäudebereiche der Justizvollzugsanstalt (JVA) Euskirchen und ein zugehöriges Büro im Amtsgericht Euskirchen.
Die vorangegangenen Ermittlungen richteten sich dabei insbesondere gegen sieben männliche Justizvollzugsbeamte der JVA Euskirchen (37, 40, 46, 48, 50, 58, 58), die im Verdacht stehen, Vorteile als Gegenleistung für das Gewähren von Erleichterungen im Vollzug angenommen zu haben. Ermittelt wurde in diesem Zusammenhang auch gegen eine Justizvollzugsbeamtin (39) sowie drei ehemals in der JVA inhaftierte Männer (30, 35, 49).
Den Inhaftierten sollen demnach gegen Zahlungen von Geldsummen oder vergleichbaren Vorteilen verschiedenste Lockerungen des Vollzugs, wie z.B. Ausgang und Hafturlaube oder aber Informationen über anstehende Kontrollen, gewährt worden sein.
Ziel der Durchsuchungsmaßnahmen war die Sicherstellung von Mobiltelefonen, Schriftstücken und sonstigen Beweismitteln sowie die Zuführung der Beschuldigten zum Polizeipräsidium Bonn zum Zwecke erkennungsdienstlicher Behandlungen und Vernehmungen.
Die Einsatzmaßnahmen und Ermittlungen dauern derzeit noch an.
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Tags: NRW, Polizei, Kriminalität
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