Reformation und Bauernkrieg: OGV Leverkusen lädt zu Vortrag über Freiheit in der Frühen Neuzeit

21.06.2026 // Quelle: OGV

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In Opladen geht es Anfang Juli um die Geschichte der Freiheit. Der Opladener Geschichtsverein und die Volkshochschule Leverkusen laden am Mittwoch, 1. Juli 2026, zu einem Vortragsabend in die Villa Römer ein. Der Duisburger Historiker Professor Ralf-Peter Fuchs spricht dort über Freiheitsvorstellungen in der Frühen Neuzeit und ihre Widersprüche. Im Mittelpunkt stehen auch die Rolle von Herzog Johann III. von Kleve, Jülich und Berg sowie die Folgen der Reformation und der Bauernkriege. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr im Kaminzimmer der Villa Römer, der Eintritt ist frei.

Was bedeutete „Freiheit" im frühen 16. Jahrhundert – und warum brachte das Wort eine ganze Epoche ins Wanken? Der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen gibt am 1. Juli 2026 in der Villa Römer Antworten.

Historiker aus Duisburg spricht in Leverkusen-Opladen

Der Duisburger Historiker Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs beleuchtet am Mittwoch, 1. Juli 2026, in einem öffentlichen Vortrag die widersprüchlichen Freiheitsvorstellungen der Reformationszeit. Die Veranstaltung findet im Kaminzimmer der Villa Römer in Leverkusen statt und ist Teil der Reihe „Geschichte am Kamin". Der Eintritt ist frei.

Eingeladen hat der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen, der die Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen organisiert. Beginn ist um 20.00 Uhr – im Anschluss an die OGV-Jahreshauptversammlung.

Freiheit als Kampfbegriff: Reformation und Bauernkrieg

Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, was Menschen im frühen 16. Jahrhundert unter „Freiheit" verstanden – und wie unterschiedlich die Antworten ausfielen. Sowohl die Aufständischen im Bauernkrieg als auch viele Reformatoren beriefen sich auf den Begriff der Freiheit, meinten damit jedoch sehr Verschiedenes. Was für die einen ein Aufruf zur gesellschaftlichen Umwälzung war, bedeutete für andere eine religiöse oder kirchliche Erneuerung.

Diese Mehrdeutigkeit, so die Ankündigung des OGV, brachte die Welt des sogenannten Alten Reichs ins Wanken – und zwang die Herrschenden zum Handeln.

Herzog Johann III.: Reformation ja, Aufruhr nein

Ein besonderer Fokus liegt auf der Region am Niederrhein und den jülich-klevischen Ländern. Herzog Johann III. von Kleve, Jülich und Berg (1490–1539) wollte durchaus eine Reform der Kirche vorantreiben. Zugleich war ihm jedoch daran gelegen, Zustände wie im Bauernkrieg um jeden Preis zu verhindern. Ordnung und Kontrolle sollten gewahrt bleiben – auch wenn das bedeutete, den Freiheitsbegriff der Reformatoren zu begrenzen.

Dieses Spannungsfeld zwischen kirchlicher Erneuerung und politischer Stabilität macht den historischen Stoff auch aus heutiger Sicht interessant: Der Begriff „Freiheit" ist im politischen Sprachgebrauch bis heute präsent – und nach wie vor vieldeutig.

Termin und Ort auf einen Blick

Der Vortrag findet statt am Mittwoch, 1. Juli 2026, um 20.00 Uhr im Kaminzimmer der Villa Römer, Haus-Vorster Str. 6, 51379 Leverkusen. Der Eintritt ist frei. Leverkusenerinnen und Leverkusener, die sich für Regional- und Kirchengeschichte interessieren, sind herzlich willkommen.


Denkmäler aus dem Artikel: Villa Römer
Straßen aus dem Artikel: Haus-Vorster Str, Bruch
Themen aus dem Artikel: Die Welt, Aufbruch, MAN

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis einer Pressemitteilung erstellt.
Kategorie: Kultur
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