Der neu gestaltete Hafenplatz in Leverkusen-Hitdorf ist fertiggestellt und wird am bundesweiten Tag der Städtebauförderung offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Damit findet das „Integrierte Handlungskonzept Hitdorf" nach rund zehn Jahren seinen Abschluss.
Was einst ein industrieller Verladeplatz am Rheinufer war, ist heute ein attraktiver Aufenthaltsort für Hitdorferinnen und Hitdorfer sowie Besucherinnen und Besucher. Der neu gestaltete Hafenplatz Hitdorf greift dabei bewusst auf historische Elemente zurück: Auf den erneuerten Schienen, über die früher Ladekräne liefen, wurden eigens angefertigte Sitzpodeste installiert. Ein Band aus Natursteinpflaster hebt die Schienentrasse zusätzlich hervor.
Oberbürgermeister Hebbel unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Hitdorfs besonderer Reiz liegt auch an seiner unmittelbaren Lage am Rhein. Mit diesem neugestalteten Hafenplatz wird das noch stärker deutlich. Durch die gekonnte Einbindung historischer Elemente verwandelt sich der ehemalige Verladeplatz in einen attraktiven Erholungsraum."
Der ebene Platzbelag schafft Raum für Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten, moderne Leuchten sorgen auch in den Abendstunden für eine angenehme Atmosphäre. Grundlage für die Umgestaltung war der Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros weihrauch + fischer GmbH aus Solingen, das 2017 einen freiraumplanerischen Wettbewerb gewann.
Bevor die eigentliche Platzgestaltung beginnen konnte, musste zunächst die Kaimauer erneuert werden. Die ursprüngliche Kaimauer aus dem Jahr 1911 war auf voller Länge nicht mehr tragfähig. Daher wurde ein neues Hochufer in Spundwandbauweise vorgesetzt – mit einer Gesamtfläche von rund 3.200 Quadratmetern, rückverankert durch 132 Pfähle.
Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Hafenplatzes belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro, davon wurden 1.080.000 Euro über Städtebaufördermittel finanziert.
Der Hafenplatz Hitdorf ist der Schlusspunkt eines umfangreichen Stadterneuerungsprozesses. Bereits 2015 erarbeitete das Baudezernat der Stadt Leverkusen das Integrierte Handlungskonzept Hitdorf (InHK) unter breiter Beteiligung der Bevölkerung. Ende 2016 folgte der erste Förderbescheid, ab 2017 wurden große Baumaßnahmen geplant und kleinere Projekte über einen Verfügungsfonds realisiert.
Entstanden sind in diesem Rahmen unter anderem eine Boulebahn, ein Outdoor-Schachfeld mit Rheinblick, ein Besinnungspfad am Rhein sowie zusätzliche Sport- und Freizeitangebote in der Hitdorfer Laach und an der Fährstraße. Eine Quarterpipe am Hitdorfer See richtet sich gezielt an Kinder und Jugendliche.
Auch bauliche Maßnahmen entlang der Hitdorfer Straße gehören dazu: der Umbau des Kirmesplatzes, ein Anbau an der Stadthalle Hitdorf, der Kirchvorplatz St. Stephanus mit neuem Bücherschrank sowie der Spielplatz „Am Buttermarkt". Der neue Kreisverkehr an der Ringstraße/Hitdorfer Straße entlastet zudem den Ortskern vom Durchgangsverkehr.
Das soziale Herzstück des Handlungskonzepts ist die „Villa Zündfunke" – ein ehrenamtlich betriebener Bürgertreff im umgebauten früheren Geschäftssitz eines Kohlenhändlers. Auf rund 450 Quadratmetern finden Angebote wie Yoga, Familiencafé, Stadtteilkino, Werk- und Reparaturworkshops statt. Bis 2022 begleitete Stadtteilmanager David R. Froessler die Initiativen im Stadtteil, viele Projekte laufen bis heute weiter.
Die offizielle Übergabe des Hafenplatzes Hitdorf findet im Rahmen des bundesweiten Tags der Städtebauförderung statt – einem Aktionstag, an dem Kommunen ihre Bürgerinnen und Bürger über mit Fördermitteln realisierte Projekte informieren. Die Stadt Leverkusen nimmt seit mehr als zehn Jahren an diesem Aktionstag teil und hat Veranstaltungen in den Stadterneuerungsgebieten Opladen, Hitdorf und Wiesdorf durchgeführt. Zuletzt fanden in den Jahren 2024 und 2025 Veranstaltungen in Wiesdorf statt.
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