Leverkusen hat eine neue Sportstätte: Die Dreifach-Sporthalle an der Werkstättenstraße in Opladen ist feierlich eröffnet worden. Ab dem 5. Oktober läuft dort der Trainingsbetrieb – für Schülerinnen und Schüler, Leistungssportler und Vereinsmitglieder.
Oberbürgermeister Stefan Hebbel und NRW-Staatssekretärin Andrea Milz haben die neue Dreifach-Sporthalle in Opladen gemeinsam mit zahlreichen weiteren Gästen feierlich eingeweiht. Der markante Ziegelbau an der Werkstättenstraße war von außen bereits seit Längerem sichtbar – mit dem Abschluss der letzten Innenarbeiten kann die Halle nun offiziell in Betrieb gehen.
Staatssekretärin Milz bezeichnete die Eröffnung als „Meilenstein für die NRW-Sportschule Landrat-Lucas-Gymnasium und den gesamten Sportstandort Leverkusen". Sie betonte: „Mit dieser hervorragenden Infrastruktur schaffen wir optimale Bedingungen, damit junge Nachwuchsathletinnen und -athleten Schule und Spitzensport bestmöglich miteinander verbinden können."
Oberbürgermeister Hebbel erklärte: „Leverkusen steht für Leistungssport auf höchstem Niveau. Eine zukunftsfähige Leistungssportförderung im Nachwuchsbereich kann jedoch nur gelingen, wenn die Voraussetzungen stimmen." Er dankte ausdrücklich dem Sportpark Leverkusen, der das Projekt trotz zahlreicher Schwierigkeiten erfolgreich umgesetzt habe.
Die neue Sporthalle in Opladen wird vorrangig von den Schülerinnen und Schülern des Landrat-Lucas-Gymnasiums genutzt, das seit dem Schuljahr 2013/2014 als NRW-Sportschule anerkannt ist. Daneben trainieren dort die Athletinnen und Athleten des TSV Bayer 04 sowie die „Wings", die Damenbasketballmannschaft der 2. Bundesliga, die die Halle künftig samstags als Heimspielstätte nutzen. Leverkusener Sportvereine können die Dreifachsporthalle an Wochentagen von 18 bis 22 Uhr belegen.
Die Halle bietet eine bespielbare Grundfläche von 1.410 Quadratmetern, einen Sportparkettboden, auf dem auch Fechtbahnen aufgebaut werden können, sowie eine ausfahrbare Tribüne für bis zu 280 Personen. Bei Veranstaltungen fasst die Halle insgesamt bis zu 600 Personen. Im ersten Obergeschoss befinden sich eine 50-Meter-Tartanbahn für Sprintübungen, ein Kraftraum sowie weitere Trainingsbereiche.
Die Gesamtkosten des Bauprojekts belaufen sich auf rund 19,73 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte bereits im Dezember 2019 eine Förderung von rund 6,2 Millionen Euro aus der Sportstättenbauförderung zugesagt. Der Spatenstich erfolgte Ende September 2022. Die ursprünglich für Sommer 2023 geplante Fertigstellung verzögerte sich unter anderem durch mehrere Bombenfunde auf dem Gelände. Mehr als 70 Gewerke mussten koordiniert werden.
Entworfen wurde der Bau vom Büro Kastner Pichler Architekten. Die Ziegelfassade mit großen Glasfronten orientiert sich an der denkmalgeschützten Nachbarbebauung im Bereich der Neuen Bahnstadt Opladen – darunter Kesselhaus, Magazin und Wasserturm.
Energetisch ist die Halle modern ausgestattet: Sie wird ans Fernwärmenetz angeschlossen, verfügt über Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sowie dezentrale Luft/Luft-Wärmepumpen. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit Stromspeichern ergänzt die Energieversorgung.
Mit der neuen Dreifach-Sporthalle erhält der Leistungssportstandort Leverkusen eine zeitgemäße Infrastruktur – und das Städtebauprojekt Neue Bahnstadt Opladen eine weitere markante Ergänzung.