Während in Jülich sowie in den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke über knappe Trinkwasservorräte berichtet wurde, ist die Versorgungslage in Leverkusen stabil – das bestätigt die EVL nach einer aktuellen Überprüfung der Infrastruktur.
Die Berichte über knappe Trinkwasservorräte in anderen Regionen haben auch in Leverkusen für Nachfragen gesorgt. Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) reagiert nun mit einer klaren Einschätzung: Die Trinkwasserversorgung in Leverkusen ist gut aufgestellt und zeigt derzeit keinerlei Auffälligkeiten.
„Wir haben in Leverkusen eine breit aufgestellte Trinkwasserversorgung und dadurch auch in Jahren großer Trockenheit keine Probleme", sagt Thomas Eimermacher, kaufmännischer Geschäftsführer der EVL. Angesichts einer feuchten Mai-Mitte und angekündigter weiterer Niederschläge sieht er aktuell keine Anzeichen für eine beginnende Trockenperiode.
Die Stärke der Leverkusener Trinkwasserversorgung liegt in ihrer Vielfalt: Als Hauptquelle dient die Große Dhünn-Talsperre, aus der bis zu 1.000 Kubikmeter Wasser stündlich in den Wasserturm nachfließen können. Ergänzt wird dies durch das EVL-Wasserwerk Rheindorf, das Grundwasser fördert, sowie durch das Currenta-Wasserwerk in Hitdorf als dritte Versorgungssäule.
„Mit drei Säulen in der Trinkwasserversorgung sind wir in Leverkusen vergleichsweise gut aufgestellt und haben die Möglichkeit, flexibel zu reagieren und die Wasservorräte in der Großen Dhünn-Talsperre zu schonen", erklärt Eimermacher.
Zusätzlich zu diesen Quellen stehen über vier im Stadtgebiet verteilte Trinkwasserspeicher stets rund 15.000 Kubikmeter Wasser bereit – genug, um Tagesschwankungen im Verbrauch auszugleichen. An Spitzentagen verbrauchen Leverkusenerinnen und Leverkusener bis zu 35.000 Kubikmeter Trinkwasser, was etwa 14 olympischen Schwimmbecken entspricht. Insgesamt werden rund 28.100 Hausanschlüsse in der Stadt versorgt.
Die Belastbarkeit des Systems ist bereits erprobt: „Die vergangenen Hitzejahre 2018 bis 2020 haben gezeigt, dass die Wasserversorgung in Leverkusen auch bei langer Trockenheit stabil bleibt", betont Eimermacher.
Neben der Versorgungssicherheit hebt die EVL auch die hohe Qualität des Leverkusener Trinkwassers hervor. Jährlich werden rund 260 Laboranalysen durchgeführt, um die Einhaltung von Hygienevorschriften und Grenzwerten zu überwachen. 95 Grundwasser-Messstellen im Stadtgebiet werden dafür ganzjährig beprobt. „Trinkwasser ist eines der besten kontrollierten Lebensmittel und kann jederzeit bedenkenlos getrunken werden", so Eimermacher.
Auch wenn die Versorgungslage in Leverkusen entspannt ist, empfiehlt die EVL einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser. Rasen sprengen und Blumen gießen sollte nicht in den Hitzestunden des Tages erfolgen – am frühen Morgen oder am Abend verdunstet weniger Wasser, sodass für dieselbe Fläche weniger benötigt wird.
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