Schüler mussten drei Stunden auf Reiseantritt warten
Einige Geduld haben am gestrigen Montag (30. September) 62 Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule in Leverkusen-Rheindorf aufbringen müssen, bevor sie zu einer Klassenfahrt in die Niederlande aufbrechen konnten. Bei einer Kontrolle des angeforderten Reisebusses stellten Polizeibeamten erhebliche Mängel an dem Fahrzeug fest und legten den Bus still. Erst mit einem - technisch einwandfreien - Ersatzfahrzeug und dreistündiger Verspätung konnten die Schulklassen ihre Reise antreten.
Die Schule hatte im Rahmen der Aktion "B.u.s. - Beruhigt unterwegs sein!" von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, den gebuchten Bus vor Reisebeginn von der Polizei Köln kontrollieren zu lassen. Dabei stellten die Beamten fest, dass 50 der 70 Sicherheitsgurte des Doppeldeckers nicht ordnungsgemäß waren. Die Mehrzahl der Rückhalteeinrichtungen war wirkungslos, da die Gurte nicht einrasteten, sich nicht herausziehen ließen, verdreht oder verknotet waren. Ein Anschnallen der Kinder und Jugendlichen wäre somit nicht möglich gewesen. Da außerdem die Lenkung defekt war, legten die Polizeibeamten den Bus still. Gegen den Fahrer und den Halter des beanstandeten Busses wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt.
Bei jedem zehnten der etwa 450 Kontrolltermine, die seit 2004 vom Verkehrsdienst der Polizei Köln im Rahmen der "B.u.s.-Kontrollen" durchgeführt wurden, wurden Beanstandungen festgestellt. Diese Kontrollen sind nicht nur auf Reisen von Kindern begrenzt, sondern wird für alle Altersklassen und Arten von Busreisen angeboten, die ihren Abfahrtsort im Stadtgebiet Köln und Leverkusen haben.
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