Über 1.100 Jugendliche und junge Erwachsene haben sich an der ersten Jugendbefragung in Leverkusen beteiligt – und geben ihrer Stadt im Schnitt die Note 2,956. Das Ergebnis zeigt: Die Akzeptanz ist hoch, aber es gibt noch Verbesserungspotenzial.
Der Kinder- und Jugendring Leverkusen e.V. hat gemeinsam mit der Stadt Leverkusen im März erstmals an Leverkusener Schulen eine stadtweite Jugendbefragung durchgeführt. Wissenschaftlich begleitet wurde sie vom Institut für sozialraumorientierte Praxisforschung und Entwicklung (ISPE). Die Befragung richtete sich an Jugendliche und junge Erwachsene und fragte nicht nur nach dem persönlichen Alltag, sondern auch nach gesamtstädtischen Themen wie Stadtentwicklung, Sicherheit, Mobilität und Freizeitverhalten.
Mit mehr als 1.100 Rückmeldungen fiel die Resonanz auf die Jugendbefragung bemerkenswert aus. Die Ergebnisse liefern damit repräsentative Erkenntnisse darüber, wie junge Leverkusenerinnen und Leverkusener ihre Stadt wahrnehmen und bewerten. Besonders erfreulich: Mehr als ein Drittel der Befragten vergab die Note „eins" oder „zwei" – ein deutliches Zeichen für eine hohe Akzeptanz gegenüber Leverkusen als Wohn- und Lebensort.
Der Durchschnitt aller Bewertungen liegt bei 2,956 – also knapp einer „guten Drei". Das Gesamtergebnis der Jugendbefragung zeigt damit zweierlei: Einerseits identifizieren sich viele Jugendliche positiv mit ihrer Stadt. Andererseits wird deutlich, dass bei der Gestaltung einer für junge Menschen lebenswerten Stadt Leverkusen noch Spielraum nach oben besteht.
Ein zentrales Signal der Befragung ist der Wunsch junger Leverkusenerinnen und Leverkusener nach Beteiligung: Sie wollen gehört werden, sich einbringen und ihre Stadt aktiv mitgestalten. Diese Haltung unterstreicht den Wert solcher Beteiligungsformate – und dürfte auch für künftige Planungsprozesse in Leverkusen von Bedeutung sein.
Mit der Jugendbefragung liegen nun erstmals repräsentative Daten aus dieser Altersgruppe vor, die der Stadt Leverkusen und dem Kinder- und Jugendring als Grundlage für konkrete Maßnahmen dienen können. Wie die Ergebnisse in die Stadtentwicklung und Jugendhilfe einfließen werden, bleibt abzuwarten – der Wunsch der Jugendlichen nach mehr Mitsprache ist jedenfalls klar formuliert.