Heimaufsicht und Heime loben gute Zusammenarbeit

Gewinnung neuer Fachkräfte bleibt das Gebot der Stunde

Archivmeldung aus dem Jahr 2013
Veröffentlicht: 25.01.2013 // Quelle: Stadtverwaltung

Pflegebedürftigkeit ist kein Restrisiko, sondern ein allgemeines Lebensrisiko, von dem die Mehrheit der Bevölkerung im Laufe des Lebens betroffen ist und das eine entsprechende Aufmerksamkeit verdient. Angesichts der demographischen Entwicklung und einer immer älter werdenden Gesellschaft, werden die Herausforderungen in diesem Bereich weiter zunehmen. Dies betonten übereinstimmend die Vertreter des städtischen Fachbereich Soziales als der zuständigen „Heimaufsicht“ als auch die Vertreter der Pflegeeinrichtungen und Eingliederungshilfeeinrichtungen Heim- und Pflegeeinrichtungen, bei der Vorstellung des Tätigkeitsberichtes der Heimaufsicht am Freitag, 25. Januar, in Leverkusen-Opladen. Beide Seiten betonten dabei nicht nur die immer schwerer werdende Aufgabe, neue Fachkräfte zu gewinnen, sondern lobten ausdrücklich die Zusammenarbeit. Der Heimaufsicht wurde dabei ausdrücklich auch eine hilfreiche Unterstützung bei der Beratung der Einrichtungen bescheinigt.

In Leverkusen waren zum 31.12. 2009 4.436 Menschen pflegebedürftig, davon wurden 815 ambulant und 1.311 stationär betreut. Die anderen 2.310 Pflegebedürftigen werden zuhause in ihren Familien betreut. Von den 4.436 Pflegebedürftigen waren 1.470 oder 33,1 %männlich.

Für Leverkusen werden - laut Prognosen bei in etwa gleich bleibender Einwohnerzahl- bis zu 40% mehr Pflegebedürftige für das Jahr 2030 voraus gesagt. Damit die Stadt hier vorsorgen und neue Angebote entwickeln kann, benötigen die Kommunen eine deutlich bessere Finanzausstattung. Das wird nicht ohne die Umsteuerung der bisherigen Regelungen gehen, um die Kommunen in den Stand zu setzen, eine entsprechende Unterstützungs- und Vernetzungsstruktur aufzubauen und dauerhaft zu unterhalten.

Wesentliche Aufgabe wäre es, Gemeinwesen Arbeit beziehungsweise Quartiersmanagement und zum Beispiel Pflege-Mix-Netzwerke vor Ort zu fördern, die in der Lage sind, ein möglichst niedrigschwelliges Angebot zu entwickeln oder vorzuhalten. Hier hat Leverkusen – gemeinsam mit den regionalen Wohlfahrtsverbänden schon einiges getan (Bürgernetz Opladen, telefonischer Besuchsdienst, Begegnungsstätten, Projektfinanzierungen).

Da die Inanspruchnahme formeller, auch stationärer, Pflegeangebote aufgrund demografischer und gesellschaftlicher Entwicklungen eher steigen wird, gleichzeitig aber das Arbeitskräfteangebot zurückgeht, öffnet sich für die Zukunft eine Versorgungslücke, deren Vorboten mittlerweile auch Leverkusen durch Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung erreichen.

Angesichts der demographischen Entwicklung ist davon auszugehen, dass der Pflegesektor in Zukunft in erhöhtem Maße mit anderen Branchen um das knapper werdende Arbeitsangebot konkurrieren muss und die Personalgewinnung zunehmend schwieriger wird.

Die Heimaufsicht Leverkusen überwacht zur Qualitätssicherung die 13 stationären Pflegeeinrichtungen und 21 Eingliederungshilfeeinrichtungen mit fast 1.800 Plätzen hinsichtlich der Sicherstellung einer Pflege und Betreuung , die Leben, Gesundheit und Freiheit der Bewohner schützt und deren Bedürfnissen soweit wie möglich entgegenkommt. Auch die strukturellen, gesetzlichen Anforderungen werden überprüft. Dazu gehört auch die Einhaltung einer entsprechende Personalausstattung mit der Anforderung einer 50%igen Fachkraftquote. Diese einzuhalten wird angesichts eines leergefegten Arbeitsmarktes im Pflegebereich für die Einrichtungen immer schwieriger.

Umso wichtiger erscheint es die wichtige, physisch und psychisch anspruchsvolle Tätigkeit der Betreuungskräfte in der Pflege und der Eingliederungshilfe deutlich wert zu schätzen, die aktiven Mitarbeiter für ihr Engagement zu würdigen und gemeinsam mit den Trägern nach Lösungen zur Bewältigung der gemeinsamen Herausforderungen zu suchen.

Es ist festzustellen, dass qualifizierte Mitarbeiter und auch Auszubildende auf dem Pflege- und Betreuungs-Arbeitsmarkt sehr gefragt und mit vielen Vorteilen von den potentiellen Arbeitgebern umworben werden. Dabei bieten die Betreuungseinrichtungen in der Regel tarifliche und weitere soziale Leistungen, gute weiterführende Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote und Aufstiegschancen sowie einen krisensicheren, entwicklungsfähigen Arbeitsplatz mit sinnvoller Tätigkeit.

Den Herausforderungen von körperlicher Anstrengung, Schichtarbeit und anspruchsvollen Kunden stehen vielfältige technische und persönliche Unterstützungsangebote im Team und viele dankbare Menschen gegenüber.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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