Ferber: „Regierung darf unsere Unternehmen nicht hängen lassen“

MIT Leverkusen fordert Deutschlandfonds und sofortigen Krisenstab

Archivmeldung aus dem Jahr 2020
Veröffentlicht: 17.03.2020 // Quelle: Mittelstandsvereinigung

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Leverkusen fordert die Bundesregierung auf, umgehend einen „Deutschlandfonds“ zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen in der Corona-Krise aufzulegen.

„Die Corona-Krise hat inzwischen den gesamten Mittelstand direkt oder indirekt erfasst, was auch die Betriebe in Leverkusen spüren“, sagt Jörg Ferber, Vorsitzender der MIT Leverkusen. „Die Regierung darf unsere Unternehmen und ihre Mitarbeiter jetzt nicht einfach hängen lassen.“ Der Fonds müsse mit Blick auf die Liquiditätsengpässe kurzfristig eingerichtet werden. Aus Sicht der MIT Leverkusen sollten wie schon in der Wirtschaftskrise 2008/2009 die Staatsbank KfW und die Landesbürgschaftsbanken eine zentrale Rolle bei der Begleitung und Bewilligung von Krediten übernehmen. Es müssten genau jene Unternehmen Kredite erhalten, die sie wegen der Corona-Folgen auch tatsächlich benötigen. Flankiert werden müsse die Maßnahme mit Steuerstundungen und einer flexibleren Handhabung der Regulierung von mobilem Arbeiten und Arbeitszeiten sowie einem Belastungsmoratorium.

Aus Sicht der MIT Leverkusen dürften die Länder und Kommunen mit den Folgen des Virus nicht alleingelassen werden. Deshalb sei ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen gefordert: „Im Kanzleramt muss schnellstmöglich ein Krisenstab eingerichtet werden, der fach- und länderübergreifend arbeitet. Denn es geht mittlerweile nicht mehr nur um gesundheitspolitische, sondern auch um massive wirtschaftspolitische Belange“, so Ferber.

Gesundheitspolitische und wirtschaftspolitische Aspekte sind letztlich eng miteinander verknüpft, so dass in diesen kritischen Tagen es auch der Verhaltensdisziplin des Einzelnen bedarf, um die potentiellen Gefahren von Ansteckung zu minimieren. Es geht um die Sicherstellung der medizinischen Versorgung und um die Aufrechterhaltung der Wirtschaft. Persönliche und soziale Hygieneregeln sind Elemente, die den Zeitfaktor der Pandemie günstig stellen können. Je kürzer die Corona-Krise, desto geringer der Schaden an Gesundheit und im wirtschaftlichen Gefüge.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Politik
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