Stadtplan Leverkusen
08.12.2019 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Trauer um Gerhold Wohlfarth


Die Leichtathleten des TSV Bayer 04 Leverkusen trauern um ihren langjährigen Hammerwurf-Trainer und Sportwart Gerhold Wohlfarth. Er starb am Samstag nach kurzem Krankenhausaufenthalt völlig unerwartet im Alter von nahezu 83 Jahren.
Als Trainer legte Gerhold Wohlfarth unter anderem die Grundlagen für die Karriere von Markus Esser, dem WM-Dritten von 2005 und EM-Dritten von 2006. Es folgten unter anderem Bianca Achilles, die Junioren-Weltmeisterin von 1998, Kamil Bethke, der U20-WM-Dritte von 2004, und Benjamin Hedermann, der 2006 bei der U20-WM Siebter wurde. Auch Benjamin Boruschewski, Sebastian Heiser, Fabian Hedermann, Sascha Wissem, Dominik Klaffenbach und Markus Spalek führte Gerhold Wohlfarth zu Erfolgen auf nationalem und internationalem Parkett.
Als Aktiver brachte Gerhold Wohlfarth es 1961 bei den Deutschen Meisterschaften zu Platz sechs. Später war er vielfacher Deutscher Seniorenmeister im Hammerwurf und im Rasenkraftsport. Erste Lorbeeren als Trainer erwarb der gebürtige Schlesier, als es ihn von 1965 bis 1971 nach Nordamerika zog, um dort ein Studium als Arbeitswissenschaftler zu absolvieren. In einem Jahr stellte er gleich zwei nationale Jugend-Meister. 1966 feierte er als kanadischer Hammerwurf-Meister seinen größten persönlichen Erfolg.

Unermüdlicher Kämpfer
Gerhold Wohlfarth war ein Kämpfer durch und durch. Selbst ein Krebsleiden konnte ihn nicht klein kriegen. 1992 fast dem Tode geweiht, kämpfte er sich zurück ins Leben. „Sein Lebensmut war unbändig, sein Charakter stark“, erzählt seine Partnerin Ingrid Thyssen. „Er hatte Durchsetzungsvermögen, aber auch eine ganz weiche Seite. Er wollte leben, weil noch etwas in seinem Leben offen war und erfüllt werden musste. Das gab ihm Kraft“, sagt die Olympia-Sechste im Speerwurf von 1984, die beim TSV Bayer 04 Leverkusen als Trainerin arbeitet.
„Viele Operationen musste er über sich ergehen lassen. Er war der Wundermann aller Ärzte, die ihm nach Ausbruch seiner Krebserkrankung nur eine Überlebenschance von drei Monaten gaben. Er hat sie Lügen gestraft und 27 Jahre überlebt“, berichtet die 63-Jährige. Umso erschütternder ist die Nachricht vom plötzlichen Tod. Noch am Freitagabend war Gerhold Wohlfarth frohen Mutes, das Krankenhaus bald verlassen zu können. Sein Zustand war stabil, die Kräfte kamen zurück. Doch diesen letzten Kampf hat er verloren.
Nachtrag vom 10.12.
Die Trauerfeier für Gerhold Wohlfarth findet am Mittwoch, 18. Dezember, 11 Uhr im Bestattungshaus Friedrich, Mülheimer Straße 9, 51375 Leverkusen statt.


2 Bilder, die sich auf Trauer um Gerhold Wohlfarth beziehen:
00.00.2019: Gerhold Wohlfarth
03.09.2017: Gerhold Wohlfarth

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Letzte Änderung am 11.12.2019 01:52 von leverkusen.
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