Kirchenkreis Leverkusen macht sich fit die Zukunft

Umbruch und Aufbruch: Gemeindearbeit neu denken

Archivmeldung aus dem Jahr 2019
Veröffentlicht: 01.07.2019 // Quelle: Stadtverwaltung

Die 113. ordentliche Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Leverkusen tagte am 28./29.06.2019 in Leichlingen. Inhaltliche Schwerpunkte waren die Zukunft des Kirchenkreises, das Pfarrbild 2030 und das Seelsorgekonzept.

Nach der „Freiburger Studie“ werden die Kirchen bis 2060 die Hälfte ihrer Mitglieder verlieren. Durch den Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge werden auch die Einnahmen der Kirchen erheblich zurückgehen.
Während heute im Kirchenkreis Leverkusen rechnerisch ein Pfarrer/eine Pfarrerin für rund 2500 Gemeindemitglieder da ist, wird sich die Zahl in rund zehn Jahren auf 4500 Gemeindemitglieder erhöhen.
Die Anzahl der Pfarrinnen und Pfarrer wird sich verringern, da auch hier viele in den Ruhestand eintreten werden. Nachwuchs zu finden ist allerdings schwierig. Nur wenige junge Menschen interessieren sich für ein Theologiestudium.

Landespfarrer Markus Schäfer (Düsseldorf) wies auf die „Stellschrauben“ hin, die die Kirche dennoch beeinflussen könne, um Mitglieder zu halten. Er nannte den Umgang mit Austritten, die Bereitschaft der Eltern, ihre Kinder taufen zu lassen, die Ansprache von jungen Menschen oder auch die Qualität der Amtshandlungen wie etwa Beerdigungen.

Die Kirchengemeinden werden also überlegen müssen, welche Schwerpunkte sie setzen wollen, wie die Aufgaben erledigt werden sollen und wie die Arbeitsteilung zwischen Geistlichen und Laien künftig aussehen soll.
Die Synode hat den Kreissynodalvorstand beauftragt, einen Prozess einzuleiten, um zu prüfen, wie den einschneidenden Veränderungen begegnet werden kann.
Unter großer Beteiligung von Presbytern, Synodalen und sachkundigen Personen soll die Aufgabenteilung zwischen Kirchenkreis und Gemeinden beraten werden. Beispielsweise könnte der Kirchenkreis die Gemeinden in Bereichen wie Finanzen, Personal- oder Gebäudeverwaltung stärker entlasten, damit die Presbyterien eine größere Handlungsfreiheit haben. Geprüft werden sollten auch Kooperationen, etwa in den Bereichen Kirchenmusik oder Jugendarbeit.
Was auf den ersten Blick einfach erscheine, sei in der Realität allerdings sperriger, weil die Kirchengemeinden eigenständige Körperschaften sind, erklärte Superintendent Gert-René Loerken.
Er hob aber auch hervor, dass in den Kirchengemeinden und in der Diakonie nach wie vor richtig gute und engagierte Arbeit geleistet wird. „Es tut sich etwas: Wir setzen uns ein für benachteiligte Menschen. Wir sind auf der Seite von Kindern, Jugendlichen und Familien, damit sie einen besseren Start in die Zukunft bekommen. Unser besonderes Merkmal ist, dass wir eine dienende Kirche sind und bleiben, eine Gott und den Menschen dienende Kirche.“

In seinem Referat verdeutlichte der emeritierte Theologieprofessor Dr. Michael Klessmann (Berlin), wie sich die Rolle der Pfarrer verändert hat: Die Formel „Kirche = Pfarrer und Pfarrer = Kirche“ gelte so nicht mehr. „Die Zeiten der festen Rollen sind vorbei, Worte werden gehört, wenn sie gut sind.“
Viele Menschen fühlten sich von der traditionellen Form von Kirche nicht mehr angesprochen.
Umso wichtiger sei es, neue Formate zu entdecken, Räume für Religion zu eröffnen und gabenorientiert zu agieren. Das bedeute, Abschied zu nehmen von der Fülle an Angeboten und auch die Trauer darüber zuzulassen.

Mit dem neuen Seelsorge-Konzept geht der Kirchenkreis bereits neue Wege. Hier werden Ehrenamtliche qualifiziert für die seelsorgliche Begleitung von Menschen im Altenheim, im Krankenhaus oder im Krisenfall. Ehrenamtliche und Pfarrer übernehmen den Dienst künftig gemeinsam. Pfarrerin Dr. Andrea Gorres, Leiterin des Seelsorgereferats, erklärt: „Nach unserer biblischen Tradition ist jeder Christ und jede Christin aufgerufen, Seelsorge zu leisten.“
Der Kirchenkreis qualifiziert die Ehrenamtlichen dafür und schult die personale, geistliche, kommunikative und ethische Kompetenz.

Klimaneutrale Synode
Die Synode wurde auf Anregung des Ausschusses für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung als sogenannte „klimaneutrale Synode“ durchgeführt. Ziel ist, CO2-Emissionen zu vermeiden. Deshalb wurden die Synodalen gebeten, per Rad, Bus oder Bahn anzureisen oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Die Emissionen, Wasser-, Gas- und Stromverbrauch der Tagung wurden erfasst und anschließend über die Klimakollekte ausgeglichen.

Kreissynode
Die Synode ist das Leitungsgremium des Kirchenkreises Leverkusen, zu dem rund 70.000 evangelische Christen in Leverkusen, Langenfeld, Monheim, Burscheid und Leichlingen gehören. Die 12 evangelischen Kirchengemeinden entsenden rund 100 Pfarrerinnen und Pfarrer, Presbyterinnen und Presbyter in die Synode. Sie wird geleitet von Superintendent Gert-René Loerken.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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