Stadtplan Leverkusen
17.05.2018 (Quelle: Bayer AG)
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Die Spielzeit 18/19 im Erholungshaus: Kunst lebt von Veränderung


„Bauhaus“ und „Entartete Kunst“ bilden die Schwerpunkte der Saison 18/19 von Bayer Kultur / Vier neue Künstler im Förderprogramm der stARTacademy

Die Welt dreht sich, die Gesellschaft ist einem ständigen Wandel unterworfen, Epochen kommen und gehen. Die Kunst reagiert darauf, reflektiert und hinterfragt das Geschehen, setzt Impulse. Das Team von Bayer Kultur hat für die Spielzeit 18/19 die Themen „Bauhaus“ und „Entartete Kunst“ als Schwerpunkte gewählt: Damals wie heute ist Kultur gespalten in anspruchsvolle und Massenkultur, in avantgardistische und traditionelle Strömungen. Diese unterschiedlichen Ansätze ermöglichen eine Bandbreite künstlerischer Ideen, wie die kommende Saison im Erholungshaus zeigt: Der Bogen spannt sich von dem Holocaust-Oratorium „I Believe“ über einen swingenden Abend mit Tom Gaebel, einer Schauspieler-Puppentheater-Inszenierung des Bestsellers „1913 – Der Sommer des Jahrhunderts“ von Florian Illies bis hin zu der Europäischen Erstaufführungen „Framing Time“ vom Baryshnikov Arts Center aus New York. Hinzu kommen vier neue und sehr unterschiedliche stART-Künstler in den Bereich Musik, Tanz und Film. „Kunst lebt von Veränderung, und unsere stARTacademy ist lebendiger denn je“, freut sich Thomas Helfrich, Leiter Kultur, Sport und Bildung bei Bayer. „Es gibt so viele tolle Künstler, die zu fördern sich lohnt und die für unser Netzwerk eine Bereicherung sind. Wir freuen uns, dass wir ab der Spielzeit 18/19 mit Sandro Roy, Alexej Gerassimez, Philippe Kratz und Lisa Charlotte Friederich erneut junge und innovative Talente in unseren Reihen begrüßen dürfen.“

Den Startschuss zur Spielzeit gibt traditionell das Eröffnungsfest (1. September), das in diesem Jahr unter dem Motto „Der Rote Salon“ steht und das Publikum mitnimmt in die „goldenen“ 1920er-Jahre. Interessierte haben ab sofort die Möglichkeit, unter 0214 30-41283/-41284 oder bayerkultur@derticketservice.de kostenfreie Karten zu erwerben

Große Bandbreite in der Musik
In der Sparte Musik ist die Dichte an herausragenden Künstlerpersönlichkeiten in der Spielzeit 18/19 so groß, dass man eigentlich kein Konzert verpassen darf. Bei den Sinfoniekonzerten können sich die Zuhörer unter anderem auf Daniel Hope und Iveta Apkalna freuen. Hope bringt im Mai 2019 gemeinsam mit l´arte del mondo – „orchestra in residence“ bei Bayer Kultur – Max Richters „Vier Jahreszeiten recomposed“ nach Leverkusen. Apkalna – Titularorganistin der Hamburger Elbphilharmonie und Kulturbotschafterin ihres Heimatlandes Lettland – tritt zusammen mit der Kremerate Baltica auf (13. November). Beachtung sollte das Publikum unbedingt auch dem Holocaust-Oratorium „I Believe“ des kanadischen Komponisten Zane Zalis schenken. Das moderierte Orchester- und Chorwerk wird am 10. März im Erholungshaus zu erleben sein. In der Kammermusik erwarten die Zuhörer unter anderem das Saxophon-Quartett sonic.art (18. September) sowie Xavier de Maistre in Begleitung der Kastagnetten-Tänzerin Lucero Tena (15. November), am Klavier werden Sophie Pacini (11. Dezember), Dezsõ Ránki (5. Februar) und Hardy Rittner (7. Mai) für entspannte musikalische Momente sorgen. Tom Gaebel und Orchester sind Ende Oktober mit dem Programm „Licence To Swing“ zur Stelle und laden zu James-Bond-Melodien und Big-Band-Sound ein, wohingegen das neue Jahr eher kraftvoll begrüßt wird: Die Bayer-Philharmoniker begehen den Neujahrstag dieses Mal nicht in aller Stille, sondern haben sich für einen geräuschvollen Auftakt den aufstrebenden Schlagzeuger Alexej Gerassimez als Sparringspartner ins Boot geholt. Die Jazz-Reihe zeigt sich so vielfältig wie ihre Akteure (u. a. Sandro Roy & Gipsy Jazz Trio, Olivia Trummer und Band, Blanca Núñez oder Brenda Boykin, Thomas L´Etienne und Jan Luley), und die Reihe Konzerte Leverkusener Musiker wird in Kooperation mit KulturStadtLev fortgeführt.

Wiederholungstäter im Tanz
Einige Compagnien zieht es immer wieder ins Erholungshaus. In der Saison 18/19 sind dies die Kamea Dance Company aus Israel und das Baryshnikov Arts Center aus New York. Tamir Ginz und seine Tänzer aus Be´er Scheva konnten im Frühjahr 2017 mit der herausragenden Choreographie „Matthäus 2727“ das Publikum für sich gewinnen. Dieses Mal zeigt Ginz eine eigene Arbeit, die wieder voller außergewöhnlicher Momente steckt (30. März).

Das Baryshnikov Arts Center entsendet im Mai 2019 Cesc Gelabert nach Leverkusen, der mit „Framing Time“ eine Europäische und Deutsche Erstaufführung präsentiert. Mit dem Abend „Danse Macabre“ gastiert die Dance Company Theater Osnabrück im November im Erholungshaus. Der Abend zeigt die „Totentänze“ I und II von Mary Wigman und hält zusätzlich Arbeiten von Marco Goecke und Mauro de Candia bereit. Zudem bereichern das NRW Juniorballett aus Dortmund (15. Dezember), das Alonzo King Lines Ballet aus San Francisco (23. Februar) und Aterballetto (6. Juni) aus der Emilia Romagna das Tanzprogramm. Aterballetto ist die künstlerische Heimat von einem der neuen stART-Künstler von Bayer Kultur, Philippe Kratz. Dem einen oder anderen Leverkusener mag der Name bekannt vorkommen, ist Kratz hier doch aufgewachsen, bevor es ihn zur Ballettausbildung nach Berlin und danach weiter durch Europa zog.

Theater mit „Künstlerpaaren“ und „6 aus 11“
Die Sparte Theater erneuert sich in jeder Saison: Zukünftig bündeln sich alle Veranstaltungen in den Reihen „Schauspiel“ und der „Bunten Reihe“. Im „Schauspiel“ wird kein Abonnement mit vorgegebenen Veranstaltungen mehr angeboten, stattdessen haben Interessierte die Möglichkeit, sich sechs Veranstaltungen ihrer Wahl aus insgesamt elf Abenden als Paket zusammenzustellen. Darunter Inszenierungen vom St. Pauli Theater („Große Freiheit Nr. 7“, 14. September), dem Deutschen Theater Berlin („König Ubu“, 23. November), dem Münchner Volkstheater („Das Schloss“, 12. April) und den Bühnen Halle („1913 – Der Sommer des Jahrhunderts“, 22. + 23. Juni). Der mit Preisen ausgezeichnete Fernseh- und Bühnenschauspieler Ronald Zehrfeld liest Anfang Oktober aus Stefan Zweigs Roman „Ungeduld des Herzens“, Andrea Sawatzki und Christian Berkel tragen Passagen aus einem Briefwechsel zwischen Freya von Moltke und ihrem Mann Helmuth James von Moltke vor (16. Dezember) und das Schauspielerehepaar Johanna Gastdorf und Jan-Gregor Kremp kommt im Juni 2019 mit der Premiere ihres gemeinsamen Programms „Zweizelgänger – Fundstücke vom Wegesrand“ ins Erholungshaus.

Beachtenswert sind in der Spielzeit 18/19 auch die Veranstaltungen, die sich besonderen Themen widmen: „Ecce Prometheus“ (14. Oktober) ist ein Projekt des mit der Glasknochenkrankheit lebenden Theatermannes Peter Radke, mit „I am from where I go“ (15. September) erzählt Rami Al-Asheq seine Geschichte von Vertreibung, Flucht und Neufindung.

Unterhaltsames bietet die „Bunte Reihe“: Der in seiner Rolle als Münsteraner „Tatort“-Kommissar bekannte Axel Prahl spielt an zwei Abenden mit seinem Inselorchester auf und lädt ein zu einem „Blick aufs Mehr“. Die Akteure von Die Mobilés erzählen mit „Moving Shadows“ faszinierende Geschichten, das Traumtheater Salome verzaubert mit Akrobatik, Tanz und Jonglage. Last but not least treten die Stepptänzerin Marie-Christin Zeisset und der Magier Marc Weide das erste Mal in einer gemeinsamen Show auf und überzeugen als Duo doppelt mit ihrem Können.

Sammlung „Memoria“, die UdK Berlin und das Bauhaus
Die beiden Schwerpunktthemen „Bauhaus“ und „Entartete Kunst“ verbindet man gemeinhin am ehesten mit der Bildenden Kunst. So versteht es sich fast von selbst, dass sich die erste Ausstellung im Erholungshaus einem dieser Themen widmet. Ab dem 9. September werden rund 100 Werke aus der Sammlung „Memoria“ von Thomas B. Schumann gezeigt. Viele der dort vertretenen Künstler zählen zu der so genannten „lost generation“, mussten vor den Nationalsozialisten fliehen und fanden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nur schwer in ihren normalen Alltag zurück. Bayer Kultur zeigt ihr kreatives Schaffen und Potenzial.

Im Anschluss folgen ab Mitte Januar in der Reihe „Kunsthochschulen zu Gast“ Arbeiten von Studierenden der Universität der Künste (UdK) Berlin. In Kooperation mit der galerie burster steht die Präsentation der Arbeiten ganz im Zeichen einer interdisziplinären Herangehensweisen und künstlerischer Vielfalt.

Das Bauhaus feiert 2019 sein 100-jähriges Bestehen. Bayer Kultur widmet sich den Künstlern, die in den 1940er-Jahren im Westen – genauer gesagt am Niederrhein und im Bergischen Land – nach der Vertreibung aus ihren eigentlichen Lebens- und Arbeitsbereichen eine temporäre Heimat fanden. Zu verdanken hatten sie dies dem Wuppertaler Lackfabrikanten Dr. Kurt Herberts, der eine Art „Laboratorium“ einrichtete und die Lehrenden zu sich ins Unternehmen holte. Man darf mit Recht auf spannende Werke und Biografien hoffen, die ab Mitte April im Erholungshaus zu sehen sind.

stARTacademy wächst weiter
In der stARTacademy von Bayer Kultur steht ein Wechsel an, und die entstandenen Freiräume werden durch vier neue Gesichter gefüllt: dem Violinisten (klassisch und Jazz) Sandro Roy, dem Schlagzeuger Alexej Gerassimez, dem Tänzer und Choreographen Philippe Kratz sowie Lisa Charlotte Friedrich. Letztere ist unter anderem im Film zu Hause und erweitert die stARTacademy damit um einen medialen Baustein. Die Künstler werden in der Spielzeit 18/19 in verschiedenen Konzerten und Veranstaltungen zu hören und sehen sein. Darüber hinaus stellen sie sich dem Publikum im Laufe der Saison aber auch in Interviews auf der Website von Bayer Kultur (www.kultur.bayer.de) sowie dem Instagram-Kanal @erholungshaus vor.

Kultur macht Schule
Im Kinder- und Jugendbereich legt Bayer Kultur einen Fokus auf die Formate, die sich an Kindergartengruppen und Schulklassen richten. „Für Kinder ist Kultur immens wichtig: Sie erlernen dadurch Sprach- und Sozialkompetenz und erleben wahrhaftige Demokratie“, erläutert Thomas Helfrich das Anliegen. „Darüber hinaus schafft Kultur einen ganz neuen Zugang zu Themen, auch kritischer Art. Mit unseren ‚Klassenzimmerstücken‘ gehen wir daher mit Schauspielern in die Schule und sprechen mittels der Kunst auch mal unbequeme Wahrheiten an.“ Wichtig ist Bayer Kultur auch die Vermittlung im musischen Bereich. „Wir haben mit dem ‚Dirigentenduell‘ und ‚Ein Leben für die Bühne‘ zwei hervorragende Reihen, die immer schnell ausgebucht sind, sobald der Spielplan erscheint“, ergänzt Helfrich. „Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und mit unserem Programm die Bildungsarbeit, die in Kindergärten und an Schulen geleistet wird, sinnvoll ergänzen können. Dazu zählen auch die Workshop-Angebote für das Lehrpersonal.“ Interessierte Erzieher und Lehrende erhalten unter 0214 30-41283/-41284 Auskunft über das gesamte Angebot.

Karten für die Veranstaltungen der Spielzeit 18/19 im Erholungshaus können ab sofort unter www.kultur.bayer.de, bayerkultur@derticketservice.de oder 0214 30-41283/-41284 erworben werden. Das gesamte Spielzeitprogramm finden Interessierte ebenfalls unter www.kultur.bayer.de sowie in dem neuen Magazin, das bei Bayer Kultur erhältlich ist.

Information und Anmeldungen zum Eröffnungsfest („Der Rote Salon“): 0214 30-41283/-41284, bayerkultur@derticketservice.de


4 Bilder, die sich auf Die Spielzeit 18/19 im Erholungshaus: Kunst lebt von Veränderung beziehen:
27.10.2016: Sandro Roy
09.02.2012: Olivia Trummer
00.00.0000: Mädchen mit Hut vor offenem Fenster
06.04.2012: Mediterrane Stadtansicht

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Letzte Änderung am 18.05.2018 10:46 von leverkusen.
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