Dreieinhalb Monate nach dem Brandanschlag auf ein Wohnhaus in Leverkusen hat die Polizei Köln gestern (10. November) zwei Tatverdächtige in Leverkusen festgenommen. Die 18 und 22 Jahre alten Männer werden heute dem Haftrichter vorgeführt.
Der 22-Jährige war bereits zu Beginn der Ermittlungen ins Visier der Ermittler geraten. Zeugen hatten ihn vor dem Brand mit einem Kanister am Tatort gesehen. Inzwischen können ihm Beamte der eingesetzten Mordkommission tatrelevante Spuren zuordnen. Sein Alibi für die Tatzeit gilt seit gestern als widerlegt.
Die Ermittlungen im Umfeld des 22-Jährigen haben die Fahnder auch auf die Spur eines 18-Jährigen geführt. Der zur Tatzeit noch 17-Jährige gilt als dringend verdächtig, an dem Anschlag beteiligt gewesen zu sein.
Unklar ist noch, ob der nach Brandausbruch beobachtete VW Polo mit der Tat im Zusammenhang steht. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist ein fremdenfeindliches (Stadtbekannte Großfamilie) Motiv für den Brandanschlag nicht anzunehmen. Um die noch andauernden Ermittlungen nicht zu gefährden, werden Staatsanwaltschaft und Polizei weitergehende Auskünfte zu den Tatumständen, den Tatverdächtigen sowie zur Motivlage bis auf Weiteres nicht erteilen.
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