Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln gegen zwei Beamte der Polizeiinspektion Leverkusen wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt sowie der Aussageerpressung.
Polizeipräsident Klaus Steffenhagen hat den beiden Beamten am Freitag (17. September) die Führung der Dienstgeschäfte untersagt. Eine Entscheidung in dem eingeleiteten Disziplinarverfahren wird nach Abschluss des staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens getroffen.
Dem 54 Jahre alten Wachdienstführer sowie einem 37-jährigen Polizeikommissar aus seiner Dienstgruppe wird vorgeworfen, am 13. September einen Kioskeinbrecher bei der Festnahme in Opladen geschlagen zu haben. Nach ersten Ermittlungen besteht der dringende Verdacht, dass sie den Festgenommenen durch Schläge dazu bewegen wollten den Verbleib der Beute beziehungsweise den Namen eines Mittäters zu nennen, dem die Flucht gelungen war. Zwei weitere an der Festnahme beteiligte Polizisten hatten die beiden Beamten nach dem Einsatz angezeigt.
Wie berichtet hatte ein Zeitungslieferant am Montagmorgen (13. September) Aufbruchspuren an einem Kiosk am Berliner Platz festgestellt und die Polizei informiert. Bei der Fahndung nach den Einbrechern war den Polizisten ein Opel mit auswärtigem Kennzeichen aufgefallen, dessen Motor noch warm war. In der Nähe des Fahrzeugs hatten die Polizisten Teile der Beute in einem Müllsack gefunden und zwei der drei Männer festgenommen, die wenig später zu dem Auto zurückgekehrt waren.
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