TÜV-Siegel für Lebensmittelüberwachung und Veterinäramt


Archivmeldung aus dem Jahr 2008
Veröffentlicht: 28.08.2008 // Quelle: Stadtverwaltung


V. l: Jörg Petz, Lebensmittelkontrolleur, Amtstierarzt Dr. Kurt Molitor sowie Michaele Drescher und Dr. Sabine Beyer vom Fachbereich Recht und Ordnung begutachten den neuen Tiefkühlkoffer zum Transport von Proben.
Seit Ende Juni trägt das gemeinsam von den Städten Leverkusen, Hagen und Mülheim an der Ruhr neu erarbeitete „Qualitätsmanagement für Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter" das Siegel des TÜV Rheinland. In akribischer Kleinarbeit legten die Beteiligten – unterstützt von der Unternehmensberatung Siratec – im Laufe eines Jahres standardisierte Verfahrensabläufe, Arbeits- und Prüfmethoden für nahezu alle Tätigkeitsbereiche in der Lebensmittelüberwachung und beim Veterinäramt fest.
So gehen nun die Lebensmittelkontrolleure in allen drei Städten bei Betriebskontrollen, z. B. in Bäckereien, nach demselben Leitfaden vor. Auch die „wasserdichte" Qualität der Prüfung – von der Arbeitskleidung über die zu nutzenden Instrumente bis hin zum korrekten Kühl-Transport von Lebensmittelproben - ist bis ins Detail vorgegeben.
Kommunales Handeln wird transparenter
Nutzen und Zielsetzung des neuen Qualitätsmanagements erläuterte heute der zuständige Ordnungsdezernent Frank Stein gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Michaele Drescher, Leiterin des Fachbereichs Recht und Ordnung, Dr. Sabine Beyer und Amtstierarzt Dr. Kurt Molitor: „Mit dem neuen Qualitätsmanagementsystem befinden wir uns mit den Betrieben, die ebenfalls qualitätsgesichert und überwacht sind, auf Augenhöhe. Kommunales Handeln gewinnt gegenüber den Betrieben, Kunden und Verbrauchern an Transparenz, Vergleichbarkeit, Zuverlässigkeit und Verständlichkeit. Das ist für uns ein sehr positiver Effekt."
Die Einführung des Qualitätsmanagements geht auf die EU-Verordnung 882-2004 zurück. Ziel: Schaffung von Transparenz nach innen und außen sowie eine verbesserte Kundenorientierung und Beratung.
Alle Verantwortlichen betonten, dass sich die Stadt Leverkusen auch zuvor durch einen guten Qualitätsstandard ausgezeichnet habe. Jetzt bestünde die Aufgabe darin, das von allen Beteiligten gemeinsam erarbeitete System mit Leben zu füllen, denn im nächsten Jahr steht die erneute Prüfung durch den TÜV an. Dann gilt es nachzuweisen, dass die Arbeit genauso qualitätsvoll, transparent und solide dokumentiert gelaufen ist, wie sich dies die Autoren aus den drei Städten vorgenommen haben.

Lebensmittelkontrolleure und Tierärzte müssen das Qualitätsmanagement umsetzen
In Leverkusen sind fünf städtische Lebensmittelkontrolleure mit der Überwachung von 1200 Betrieben befasst. Dazu zählen der Einzelhandel, die Tankstelle mit Imbiss, Speisegaststätten, Hersteller wie Bäcker, Metzger, Eisdielen genauso wie Importeure und als besonders sensible Bereiche die Küchen von Kitas, Altenheimen und Krankenhäusern. Rund 900 Proben werden jährlich gezogen, diese gehen dann zur weiteren Untersuchung ans Chemische Untersuchungsinstitut oder das Staatliche Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld. Als ganz wichtig betrachten die Verantwortlichen die Beratung der Betriebe, aber auch der Verbraucher. Geht beispielsweise eine telefonische Beschwerde über verdorbenes Essen in einem Restaurant ein, so stellen die Mitarbeiter in allen drei Städten ab sofort dieselben Recherche-Fragen, um herauszufinden, ob die Klage berechtigt ist und ob ihr nachgegangen werden muss.
Die neuen standardisierten Formulare und Prozessabläufe empfindet Michaele Drescher als Vorteil für die Kommunen: „Wir legen offen, wie wir arbeiten und können uns Kritik beruhigt stellen."
Auch Amtstierarzt Dr. Molitor sieht die Vorteile des neuen QM-Systems: „Wir haben jetzt einen einheitlichen Rahmen für die Organisation unserer Kontrollen und überprüfen ständig selbst, ob alles reibungslos funktioniert." Die Tierärztinnen und Tierärzte im Veterinäramt müssen sich nun in den von ihnen verantworteten Aufgabengebieten wie Tierseuchenbekämpfung, Tierschutz, Überwachung der Fleisch-, Geflügelfleisch- und Milchhygiene sowie bei der Tierarzneimittel- und Futtermittelüberwachung mit neuen Prozessen vertraut machen:
So gibt das neue QM-System den Veterinären beispielsweise unter der Rubrik „Tierseuchenbekämpfung" die Varianten „Routine" und „Krise" vor. Detailliert ausgearbeitete und vorgegebene Verfahrensschritte helfen dann, die Aufgabe zu bewältigen.
Dr. Molitor im Rückblick: „Die gemeinsame Erarbeitung des QM-Handbuchs war eine sehr große Herausforderung. Sie wird aber für alle drei Städte in jedem Fall Vorteile bringen."

Leitbild: Schutz, Beratung und Kontrolle sollen garantiert sein
Das von den Städten erarbeitete neue Leitbild hängt unübersehbar in den Fluren von Ordnungs- und Veterinäramt aus. Die Verpflichtungen lauten kurz und knapp: Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren, Irreführung und Täuschung schützen, Erzeuger, Hersteller, Händler und Verbraucher beraten, Tiere vor Krankheiten, Leiden und Schmerzen schützen, Landwirte, Tierärzte und Tierhalter beraten, den Weg der Lebensmittel vom landwirtschaftlichen Betrieb bis zum Verbraucher überprüfen, Tierhaltungen und Tierverkehr überprüfen, eingreifen, wenn Gefahren für Mensch und Tier drohen, informieren und warnen, wenn nötig.
Die Verantwortlichen in Leverkusen sind optimistisch, dass sie die Qualitäts-Ziele des Leitbildes erfüllen können und auch im nächsten Jahr wieder positiv vom TÜV geprüft werden.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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