Die Veranstaltungsreihe „Demokratie im Blick – Mach dich schlau, misch dich ein!" geht in Leverkusen in die dritte Runde. Von September bis November laden sechs verschiedene Formate Leverkusenerinnen und Leverkusener ein, sich mit demokratischen Werten, sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinanderzusetzen – überwiegend kostenlos und ohne große Hürden.
Hinter der Reihe stehen mehrere Leverkusener Institutionen: das Gleichstellungsbüro der Stadt Leverkusen, die Caritas Leverkusen, die Volkshochschule Leverkusen, das Museum Morsbroich und das Katholische Bildungsforum. Gemeinsam haben sie ein Programm entwickelt, das unterschiedliche Zugänge zum Thema Demokratie ermöglicht – vom entspannten Gespräch beim Picknick bis zur Podiumsdiskussion mit dem Oberbürgermeister.
Den Startschuss gibt am 25. September (17–19 Uhr) die Veranstaltung „Picknick und Diskurs" auf dem Außengelände des Museums Morsbroich, Gustav-Heinemann-Straße 80. Wer möchte, kann sich ohne Anmeldung an die Picknicktafel setzen und mit anderen Teilnehmenden ins Gespräch kommen. Angeleitete Impulsfragen sollen den Austausch in Gang bringen – über große und kleine demokratische Fragen. Die Teilnahme ist kostenlos, ein Beitrag zum Picknick ist erwünscht. Ansprechpartnerinnen vor Ort sind Marilena Jünemann vom Gleichstellungsbüro und Lucia Riemenschnitter vom Museum Morsbroich.
Am 28. September (16:30–20 Uhr) richtet sich eine Veranstaltung im Quartierstreff Wiesdorf (Alte Feuerwache), Moskauer Straße 3, gezielt an pädagogische Fachkräfte. Seit den Hamas-Anschlägen vom 7. Oktober 2023 und dem Krieg in Gaza ist ein Anstieg antimuslimischer und antisemitischer Vorfälle zu beobachten. Das Angebot in Kooperation mit dem Projekt „zusammen_denken" des IDA NRW gibt Impulse zu Ideologien der Ungleichwertigkeit und bietet Raum für Fallreflexionen. Anmeldung per E-Mail an lilli.hahn@caritas-leverkusen.de, die Teilnahme ist kostenlos.
Wie reagiert man auf Polemik und Parolen – im Freundeskreis oder auf der Arbeit? Das praxisorientierte Seminar am 13. Oktober (18:30–20:45 Uhr) im Katholischen Bildungsforum, Manforter Straße 186, vermittelt konkrete Techniken zur Gesprächsführung. Referentin Ellen Anders zeigt, wie man sachlich argumentiert, persönliche Grenzen wahrt und Gespräche konstruktiv lenkt. Die Teilnahme kostet 9 Euro, Anmeldung unter info@bildungsforum-leverkusen.de.
Am 15. Oktober 2026 (18:30–20:45 Uhr) diskutieren im Quartierstreff Wiesdorf prominente Vertreterinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft über soziale Gerechtigkeit in Leverkusen. Unter dem Titel „Fair.Sprechen – Chancen für alle?!" nehmen unter anderem Oberbürgermeister Stefan Hebbel, Stadt-Caritasdirektor Carsten Wellbrock, Chempark-Leiter Dr. Hans Richter und Schulleitung Annette Schäfer (Marienschule) auf dem Podium Platz. Die Moderation übernimmt Kaya van den Wyenbergh von Radio Leverkusen. Themen sind Armut, Teilhabe und die Beteiligung junger Menschen. Der Eintritt ist frei, Anmeldung unter info@bildungsforum-leverkusen.de.
Im November rundet die Reihe zwei weitere Veranstaltungen ab. Am 16. November (18:30–20:30 Uhr) liest die jüdische Autorin und Aktivistin Laura Cazés im Agam-Saal des Forum Leverkusen, Am Büchelter Hof 9, aus ihrem Buch „Sicher sind wir nicht geblieben. Jüdischsein in Deutschland". Das Buch versammelt Perspektiven von zwölf jüdischen Autorinnen und Autoren auf das Leben als Jüdin oder Jude in Deutschland heute. Anmeldung über die VHS Leverkusen unter www.vhs-leverkusen.de, der Eintritt ist frei.
Abgeschlossen wird die Reihe am 18. November (17:30–19:30 Uhr) mit dem Format „Demokratie-Fitness" im Vortragssaal des Forum Leverkusen. Alexander Trennheuser, Bundesgeschäftsführer von Mehr Demokratie e.V., leitet ein interaktives Training zu aktivem Zuhören, Gesprächsoffenheit und Beteiligung – kein Vortrag, sondern ein gemeinsames Üben demokratischer Alltagskompetenzen. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung per E-Mail an fiona.hollmann@stadt.leverkusen.de.
Die Veranstaltungsreihe „Demokratie im Blick" bietet Leverkusenerinnen und Leverkusenern damit in den kommenden Wochen eine breite Palette an Möglichkeiten, demokratische Teilhabe nicht nur zu diskutieren, sondern selbst zu erproben.