Illegale Entsorgung von Gefahrstoffen: Stadt und Polizei ermitteln in mehreren Fällen

27.04.2026 // Quelle: Stadtverwaltung

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Im Leverkusener Stadtgebiet hat es im vergangenen Frühjahr mehrere Fälle von Umweltkriminalität gegeben. Laut dem Fachbereich Umwelt wurden illegal Autoteile, Elektroaltgeräte und gefährliche Substanzen, darunter Altöl, entsorgt. Die Ermittlungen laufen, und die Behörden bitten die Bürger um Mithilfe. Die illegalen Ablagerungen wurden unter anderem an der Olof-Palme-Straße und am Bürriger Weg festgestellt, wo auch gefährliche Abfälle entdeckt wurden. Ein weiterer schwerwiegender Fall ereignete sich am P&R-Parkplatz Küppersteg, wo etwa 100 Liter Altöl gefunden wurden. Die Stadtverwaltung warnt, dass hohe Bußgelder drohen und ruft Zeugen auf, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise sind unter der Telefonnummer 0221 229 - 0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de möglich.

Im Leverkusener Stadtgebiet kam es im vergangenen Frühjahr zu einer Häufung von Umweltkriminalität. Wie der Fachbereich Umwelt mitteilt, wurden in insgesamt drei Fällen Autoteile, Elektroaltgeräte sowie gefährliche Substanzen wie Altöl und Lacke illegal in der Natur und im öffentlichen Raum entsorgt. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen und setzen auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger.

Fundorte an der Olof-Palme-Straße und am Bürriger Weg

Die Serie der illegalen Ablagerungen begann am 24. März im Bereich der Olof-Palme-Straße. Dort stellten Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt diverse abgekippte Autoteile und Glasscheiben fest. Nur einen Tag später, am 25. März, folgte ein weiterer Hinweis auf eine illegale Entsorgung im Bereich Bürriger Weg.

Hier meldete der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) eine umfangreiche Ablagerung, die neben KFZ-Schrott auch Elektrogroßgeräte umfasste. Aufgrund der Schwere des Vergehens – insbesondere wegen des Austritts von gefährlichen Abfällen wie Altöl und Kühlmitteln – wurde umgehend die Polizei hinzugezogen. Es wurde Strafanzeige gemäß § 326 StGB wegen der illegalen Ablagerung von gefährlichen Abfällen erstattet.

Gefährliche Ölmengen am P&R-Parkplatz Küppersteg

Ein dritter schwerwiegender Fall ereignete sich am 31. März. Am P&R-Parkplatz an der S-Bahn-Haltestelle in Küppersteg wurden rund 100 Liter Altöl entdeckt. Die Flüssigkeit befand sich in nicht verschlossenen Behältnissen, was eine unmittelbare Gefahr für die Umwelt darstellte. Auch in diesem Fall wurde eine Strafanzeige gefertigt.

Als erste Reaktion hat der KOD die Bestreifung im Bereich Bürrig in den Abendstunden intensiviert, soweit es die personellen Kapazitäten zulassen.

Hohe Bußgelder und Kosten für die Allgemeinheit

Der Fachbereich Umwelt betont die Schwere dieser Taten: Gemäß dem Kreislaufwirtschaftsgesetz können für die illegale Entsorgung von Abfällen Bußgelder in einer Höhe von bis zu 100.000 Euro verhängt werden.

Oberbürgermeister Stefan Hebbel findet deutliche Worte zu den Vorfällen: „Solche rücksichtslosen und kriminellen Aktionen können wir nicht dulden. Es handelt sich hier um gefährliche Eingriffe in die Umwelt zum Schaden von Mensch und Natur.“ Zudem wies er darauf hin, dass im Zweifelsfall die Allgemeinheit oder Privateigentümer auf den erheblichen Entsorgungskosten sitzen bleiben.

Zeugen gesucht: Polizei bittet um Mithilfe

Um die Verursacher zur Rechenschaft ziehen zu können, bittet die Stadtverwaltung die Bevölkerung um Unterstützung. Wer im Bereich der genannten Fundorte verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise auf die Verursacher geben kann, wird gebeten, sich mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0221 229 - 0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. Zeugen werden gebeten, bei ihrer Meldung ausdrücklich das Kriminalkommissariat 15 zu nennen.


Ort aus dem Stadtführer: Bürrig, Küppersteg
Straßen aus dem Artikel: Austr, Olof-Palme-Str, Bürriger Weg

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