Mit den ersten warmen Frühlingstagen und den gerade vergangenen Osterferien zieht es die Leverkusenerinnen und Leverkusener wieder vermehrt ins Freie. Doch leider bringt die steigende Nutzung von Parks, Grünflächen und Wegen auch ein altbekanntes Problem mit sich: wilden Müll. Achtlos weggeworfene Verpackungen, Flaschen und andere Abfälle beeinträchtigen nicht nur das Stadtbild, sondern schaden auch nachhaltig unserer Umwelt. Die Stadt Leverkusen appelliert daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, ihren Beitrag für ein sauberes und lebenswertes Leverkusen zu leisten.
Oberbürgermeister Stefan Hebbel, der sich intensiv für Prävention bei Sauberkeit und Ordnung einsetzt, unterstreicht die Bedeutung des Themas: „Wer leichtfertig Müll fallen lässt, verunstaltet damit seine eigene Stadt und sein eigenes Zuhause.“ Er betont, dass es ihm ein sehr wichtiges Anliegen sei, stetig gemeinsam daran zu arbeiten, das Bewusstsein bei allen Leverkusenerinnen und Leverkusenern zu schärfen und zu verändern. „Wilder Müll ist keine Bagatelle, sondern schadet der Umwelt und der Gemeinschaft!“, so Hebbel. Die Stadt ruft dazu auf, Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen und Rücksicht auf Natur und Mitmenschen zu nehmen.
Ein spezielles Problem stellen die illegalen Entnahmen aus Altkleidercontainern dar. Das sogenannte „Herausfischen“ von Textilien ist eine Straftat und gilt als Diebstahl. Zudem bleiben nicht selten die Kleidungsstücke achtlos um die Container liegen. Rund um die Ostertage konnte die Polizei in Quettingen nach dem Hinweis einer Privatperson eine Person auf frischer Tat ertappen, als sie einen Sammelcontainer im großen Stil ausräumte. Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, auch hier wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen zu melden.
Der Kampf gegen den wilden Müll ist eine Mammutaufgabe, die von verschiedenen Akteuren in Leverkusen engagiert angegangen wird. Die drei Einsatzteams der JOB Service Beschäftigungsförderung (JSL) im Projektbereich „Arbeiten für eine saubere Stadt“ leisten hier einen beeindruckenden Beitrag. Im Jahr 2025 sammelten die Teams „Radwegepflege“, „Sauberes Leverkusen“ und „Stadtreinigung“ per Hand 180 Tonnen wilden Müll ein. Hinzu kamen 5.200 Rückschnitte von Zweigen und Ästen, die auf Radwegen für Behinderungen sorgten. Mit Lastenfahrrädern und zu Fuß sorgen die JSL-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter für ein gepflegtes Stadtbild und tragen zu einem lebenswerten Leverkusen bei.
Der von der JSL gesammelte Müll wird umweltgerecht bei der AVEA entsorgt, die ihrerseits ebenfalls kontinuierlich zur Beseitigung von wildem Müll im Stadtgebiet im Einsatz ist. Im Jahr 2025 kamen bei der AVEA insgesamt 899 Tonnen wilder Müll zusammen.
JSL-Geschäftsführer Thomas Schorn hebt den doppelten Nutzen dieser Arbeit hervor: „Dank der Beauftragungen durch den Rat der Stadt und die Stadtverwaltung sorgen wir gemeinsam für mehr Sauberkeit und damit Aufenthaltsqualität im Stadtgebiet. Zugleich schaffen wir neue Chancen der Qualifizierung für arbeitslose Menschen mit dem Ziel der Rückkehr in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und eine von öffentlichen Förderungen wieder unabhängige Lebensgestaltung. Damit verbunden ist schließlich auch eine direkte Entlastung unseres städtischen Haushaltes.“
Ein wichtiges Instrument für die Bürgerschaft, um aktiv zur Sauberkeit beizutragen, ist der städtische Mängelmelder. Seit seiner Einführung im Jahr 2022 hat sich das Online-Tool als zentrale und praktische Meldestelle bewährt. Bürgerinnen und Bürger können hier schnell und unkompliziert Anliegen wie kaputte Straßenbeleuchtung, Schlaglöcher, aber eben auch wilde Müllansammlungen an die Verwaltung melden. Im Jahr 2025 gingen insgesamt 2.497 Meldungen über den Mängelmelder ein, wobei die meisten Straßenschäden, Straßenbeleuchtung, Falschparker und wilden Müll betrafen. Auch acht Meldungen in der Kategorie „Angsträume“ wurden seit Einführung erfasst und teilweise an den Kommunalen Ordnungsdienst zur verstärkten Bestreifung weitergegeben.
Die Stadt appelliert eindringlich an die Bevölkerung, den Mängelmelder weiterhin aktiv zu nutzen, wenn negative Entwicklungen auffallen. Nur so können die Stadtverwaltung im Verbund mit AVEA, JSL und TBL schnell und gezielt reagieren. Besonders bei rücksichtslosen Müllablagerungen sind die Behörden auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.
Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Leverkusen ist der erste Ansprechpartner, wenn es um die Einhaltung der öffentlichen Ordnung, die Herstellung der Sicherheit und die Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Raum geht.
Die Leitstelle des KOD ist wie folgt erreichbar: