Covestro erreicht Prognose für das erste Quartal trotz Coronavirus-Einfluss


Archivmeldung aus dem Jahr 2020
Veröffentlicht: 29.04.2020 // Quelle: Covestro

Covestro hat seine EBITDA-Prognose für das erste Quartal 2020 in einem durch die Auswirkungen des Coronavirus stark beeinträchtigten Geschäftsumfeld erreicht (verkündete Covestro bereits am 15.04). Die abgesetzten Mengen im Kerngeschäft sanken um 4,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Dies ist im Wesentlichen auf eine signifikant schwächere Nachfrage in China durch coronavirusbedingte Produktionsunterbrechungen im Februar und März 2020 bei dortigen Kunden zurückzuführen. Zusammen mit einem weltweiten Rückgang der Verkaufspreise, hauptsächlich getrieben durch erhöhten Wettbewerbsdruck in den Segmenten Polyurethanes und Polycarbonates, führte dies zu einem gesunkenen Konzernumsatz in Höhe von rund 2,8 Mrd. Euro (– 12,3 %). Das EBITDA lag mit 254 Mio. Euro (– 42,5 %) im erwarteten Bereich für das erste Quartal. Das Konzernergebnis sank auf 20 Mio. Euro (– 88,8 %). Der Free Operating Cash Flow (FOCF) war mit – 249 Mio. Euro erwartungsgemäß negativ.

„Die Coronavirus-Pandemie ist eine Ausnahmesituation und hat die ohnehin bestehenden globalen Unsicherheiten zusätzlich verstärkt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Steilemann. „Der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrer Angehörigen sowie unserer Geschäftspartner hat oberste Priorität. Darüber hinaus tut Covestro alles, um seine Kunden auch in dieser Krise wie gewohnt verlässlich zu beliefern. Wir sind überzeugt, auch diese Herausforderung durch absolute Kundenorientierung, striktes Kostenbewusstsein und engen Zusammenhalt erfolgreich zu meistern.“

Prognose für das Gesamtjahr bereits um Coronavirus-Effekte angepasst
Im Zuge deutlich absehbarer negativer Einflüsse der Coronavirus-Pandemie auf die globale Wirtschaftsentwicklung und damit auch auf die weitere Geschäftsentwicklung, hatte Covestro seine bisherige Jahresprognose bereits Mitte April angepasst. „Eine Aktualisierung unseres Ausblicks war angesichts der gravierenden Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die globalen Märkte notwendig“, erklärte Dr. Thomas Toepfer, Finanzvorstand von Covestro. „Covestro ist solide aufgestellt und verfügt unverändert über eine starke Bilanz und eine hohe Liquidität. Um diese stabile finanzielle Basis auch in dieser herausfordernden Zeit zu sichern, setzen wir weiter auf operative Effizienz, Kosteneinsparungen und die kontinuierliche Überprüfung unserer Investitionen.“

Für das Gesamtjahr 2020 rechnet Covestro beim Mengenwachstum im Kerngeschäft mit einem Wert unterhalb des Vorjahres. Der FOCF wird im laufenden Jahr zwischen – 200 Mio. und 300 Mio. Euro und ein Return on Capital Employed (ROCE) zwischen –1 % und 4 % erwartet. Das EBITDA soll zwischen 700 Mio. und 1,2 Mrd. Euro liegen. Neben dem bereits im Oktober 2018 gestarteten Effektivitäts- und Effizienzprogramm hat Covestro das Ziel für zusätzliche kurzfristige Kosteneinsparungen um weitere 100 Mio. Euro auf 300 Mio. Euro für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Laufende Investitionen werden um rund 200 Mio. Euro auf Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 700 Mio. Euro gesenkt.

Die ursprünglich für den 17. April 2020 geplante ordentliche Hauptversammlung wurde aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Sie soll nun gemäß der veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen ohne physische Präsenz am 30. Juli 2020 als virtuelle Veranstaltung stattfinden.

Liquidität gesichert, Nachhaltigkeit und Innovation bleiben im Fokus
Um finanzielle Flexibilität zu bewahren und Liquidität zu sichern, hat Covestro im März 2020 seine bestehende Kreditfazilität von 1,5 Mrd. Euro durch eine neue, bislang ungenutzte syndizierte revolvierende Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mrd. Euro abgelöst. Die Zinskomponente ist mit einem Environment, Social, Governance (ESG)-Rating verknüpft, wodurch Covestro finanzielle Anreize für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung gesetzt hat. Darüber hinaus hat Covestro kurzfristige Betriebsmittelfazilitäten (Working Capital Facilities) im Umfang von 500 Mio. Euro abgeschlossen, die zwischenzeitlich vollständig gezogen wurden.

Zusätzlich konnte sich das Unternehmen einen Kredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von 225 Mio. Euro sichern. Das Darlehen stärkt den weiteren Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Covestro. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Themen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft innerhalb der Europäischen Union. Weitere Details seines strategischen Programms zur umfassenden Ausrichtung auf die Kreislaufwirtschaft wird Covestro voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 vorstellen.

Um seine Innovationsfähigkeit weiter zu stärken, hat Covestro zu Beginn des Jahres die strategische Zusammenarbeit mit Jung-Unternehmen ausgebaut. Das Unternehmen investiert im Rahmen seines Covestro Venture Capital (COVeC)-Ansatzes in Start-ups aus fünf technologischen Fokusbereichen. Jüngstes Beispiel ist die Beteiligung des Unternehmens am französischen Tech-Start-up Crime Science Technology (C.S.T.). Als Anteilseigner forciert Covestro die Entwicklung nachhaltiger Innovationen als langfristige Wachstumstreiber in seinen Kernbereichen.

Segmentergebnisse durch Coronavirus-Pandemie beeinflusst
Im ersten Quartal 2020 war das Geschäft in allen Segmenten durch die erheblichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie vor allem in China beeinflusst.

Das Segment Polyurethanes verzeichnete im ersten Quartal 2020 einen Rückgang der abgesetzten Kernmengen um 3,6 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Ursächlich sind insbesondere negative Mengenentwicklungen in der Elektro-/Elektronik- und Haushaltsgeräteindustrie sowie in der Automobilindustrie. Der Umsatz ging infolge eines weltweit höheren Wettbewerbsdrucks sowie der Entwicklung der insgesamt abgesetzten Mengen auf rund 1,3 Mrd. Euro (– 13,7 %) zurück. Das EBITDA sank bei rückläufigen Margen auf 50 Mio. Euro (– 68,2 %).

Im Segment Polycarbonates gingen die Absatzmengen im Kerngeschäft um 4,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Dies ist auf deutlich rückläufige Absatzmengen in der Elektro-/Elektronik- und Automobilindustrie zurückzuführen. Der Umsatz im Segment Polycarbonates verringerte sich aufgrund eines niedrigen Verkaufspreisniveaus und rückläufigen Absatzmengen auf 733 Mio. Euro (– 14,8 %). Durch gesunkene Margen ging das EBITDA auf 109 Mio. Euro zurück (– 29,7 %).

Das Segment Coatings, Adhesives, Specialties verzeichnete einen Rückgang der abgesetzten Mengen im Kerngeschäft um 5,2 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Ursächlich dafür ist eine schwächere Nachfrage nach Lackvorprodukten aus allen wesentlichen Abnehmerindustrien, insbesondere der Automobilindustrie. Getrieben durch rückläufige Gesamtabsatzmengen und gesunkene durchschnittliche Verkaufspreise, ging der Umsatz um 8,8 % auf 572 Mio. Euro zurück. Das EBITDA sank aufgrund von negativen Mengeneffekten und schwächeren Margen auf 130 Mio. Euro (– 11,0 %). Infolge geringerer Kosten stieg die EBITDA-Marge des Segments Coatings, Adhesives, Specialties trotz des Coronavirus-Einflusses auf 22,7 %.


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