"Geben Sie Fremden niemals die Möglichkeit auf Ihren Computer zuzugreifen, insbesondere nicht über eine digitale Fernverbindung. Hinterlegen sie Ihre Bankdaten und Passwörter nicht auf Ihrem Rechner", raten die Experten für Computerkriminalität der Polizei Köln.
Hintergrund dieser Präventionshinweise ist die perfide Masche von Betrügern, die vorgaukeln Mitarbeiter von Softwarefirmen zu sein. Die Betrüger riefen am Mittwochnachmittag (29. Mai) mehrfach einen Leverkusener (62) an und gewannen sein Vertrauen. In englischer Sprache, mit vielen Argumenten und Hartnäckigkeit überzeugten sie ihn, dass Fremde sich in seinen Computer "gehackt" hätten. "Die machten mir klar, dass mich nur die Löschung bestimmter Dateien vor einem größeren Schaden schützen würde", gab der Geschädigte später bei der Polizei zu Protokoll.
Davon überzeugt, gab der Leverkusener über eine "Remote-Desktopverbindung" den Tätern über das Internet Zugriff auf seinen Computer. Der Leverkusener folgte den Anweisungen der falschen Helfer und sah plötzlich, wie die Betrüger sein Onlinebanking-Portal öffneten. "Ich hatte keine Chance mehr, in das Geschehen einzugreifen und musste mit ansehen, wie mehrere Überweisungen getätigt wurden", ergänzte der Anzeigenerstatter.
Weitere Geschädigte dieser Masche werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail unter poststelle.koeln@polizei.nrw.de an die Polizei Köln zu wenden.
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