„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, berichtet CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Eimermacher aus der gestrigen Fraktionssitzung. Wie im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Planen angekündigt, hatte die Fraktion Baudezernentin Andrea Deppe eingeladen, um noch einmal alle Fragen zu klären und das zukünftige Vorgehen zu besprechen. Eimermacher: „Für die Bürgerinnen und Bürger ist die Entwicklung zum Bau des Busbahnhofes in Wiesdorf völlig unverständlich. Schnell kommen zurecht Vergleiche auf, was man mit dem Geld sonst alles hätte machen können. Den Frust können wir gut nachvollziehen. Aber es hilft nichts. Jetzt müssen wir nach vorne schauen…“ Klar ist nach der gestrigen Sitzung (aus Sicht der CDU-Fraktion):
Die CDU bedauere die Entwicklung ausdrücklich und habe sich zu einer Zustimmung nur aufgrund der oben genannten Fakten durchringen können, so Eimermacher. Mit einem von Paul Hebbel formulierten Begleitbeschluss, der klare Konsequenzen fordert sowie Fragen zum formellen Vorgehen für die Zukunft stellt, wird die CDU-Zustimmung kritisch begleitet.
„Offensichtlich ist das Preisgerichtsverfahren zur Ermittlung von qualitativ hochwertigen Ideen ein geeignetes Mittel, bindet aber im Anschluss den Rat an Beschlüsse, die nicht mehr revidiert werden können. Daher muss das Verfahren grundsätzlich geändert werden, ein ‚Zurück‘ muss jederzeit möglich sein!“ bekräftigt Thomas Eimermacher. Die CDU-Fraktion habe daher in einem zweiten Antrag entsprechende Vorschläge gemacht. „Wir wollen nichts kaputt machen, verstehen aber natürlich auch die aufgebrachte Bürgerschaft. Für uns kann es nur heißen: Lernen und besser machen“, so Eimermacher abschließend.