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AGO zur geplanten Anhebung der Parkgebühren

Veröffentlicht: 16.11.2017 // Quelle: AGO

Die Aktionsgemeinschaft Opladen ist gegen eine Erhöhung der Parkgebühren in den Stadtzentren und befürchtet durch die Anhebung der Parkgebühren-Ordnung insbesondere für den Stadtteil Opladen große Nachteile für den stationären Inhabergeführten Einzelhandel.
Seit Jahren kämpft der stationäre Einzelhandel in Opladen nicht nur mit dem Online-handel sondern auch mit der Konkurrenz aus Wiesdorf (Rathaus Galerie) und den benachbarten Städten Köln und Düsseldorf. Das Warenangebot in Opladen ist naturgemäß nicht mit dem Angebot in Großstädten zu vergleichen. Aus diesem Grund setzen die Opladener Einzelhändler seit Jahren mit großem Einsatz auf besonderem Kundenservice und gute Qualität. Gerade die kleinen Inhabergeführten Geschäfte können sich mit ihrem persönlichen Kundenservice gegen die Konkurrenz behaupten.
Grund hierfür ist auch die Möglichkeit der Kunden in der Nähe der außerhalb der Fußgängerzone liegenden Ladengeschäfte vor der Tür parken und einkaufen zu können. Dieser Wettbewerbsvorteil darf durch die drastische Verteuerung der Parkgebühren nicht gefährdet werden.
Die Absicht der Stadt, den Parksuchverkehr durch Anhebung der Parkgebühren in der Form zu beeinflussen, dass die Kunden dazu bewegt werden sollen Parkhäuser aufzusuchen ist gerade für Opladen unrealistisch.
Die Parkhäuser in der Kantstraße und am Goetheplatz sind bereits jetzt schon gut frequentiert und in diesem Bereich besteht kein erhöhter Parksuchverkehr.
In der oberen Kölner Straße und in den Seitenstraßen ist jedoch kein Parkhaus vorhanden. Die dort ansässigen Einzelhändler würden unmittelbar benachteiligt werden, wenn Kunden für Einkäufe hohe Parkgebühren zahlen müssten, ohne in ein Parkhaus ausweichen zu können. Es besteht die Gefahr, dass der Kunde die Geschäfte erst gar nicht mehr anfährt und direkt seine Einkäufe in den großen Einkaufsmärkten tätigt, welche mit dem Motto werben „ einmal hin, alles drin“ oder nach Köln oder Düsseldorf fährt.
Die Anhebung der Parkgebühren im öffentlichen Verkehrsraum würde auch unmittelbar eine Benachteiligung der älteren Bürger darstellen. Rentner beispielsweise, welche aufgrund ihres Alters in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist es kaum möglich Parkhäuser anzufahren, um von dort aus abgelegenere Geschäfte fußläufig zu erreichen. Als Preis für ihre Mobilität müssten sie hohe Parkgebühren in Kauf nehmen, was in Anbetracht ihrer ohnehin geringen Renten unzumutbar wäre.
Auch vor dem Hintergrund des derzeit durchgeführten Stadtteilentwicklungskonzeptes für Opladen geht von der beabsichtigten Erhöhung der Parkgebühren ein falscher Impuls aus. Bei den Einzelhändlern hat das Stadtteilentwicklungskonzept eine Aufbruchsstimmung ausgelöst. Die Händler sind zuversichtlich, unterstützen das Projekt und bringen sich mit ein. Die Anhebung der Parkgebühren kehrt diese Aufbruchsstimmung in Unsicherheit und Verärgerung um und führt zu einem negativen Impuls, der schlecht für Opladen ist.
Der überwiegende Teil der Bürgerinnen und Bürger hat sich spontan und eindeutig gegen eine Anhebung der Parkgebühren ausgesprochen. Auch dies sollte für die Stadtverwaltung ein wichtiges Indiz gegen die Erhöhung sein, da der Verwaltung trotz aller finanziellen Engpässe das Wohl der Bürger am Herzen liegen sollte.
Natürlich ist es grundsätzlich zu begrüßen, wenn der Autoverkehr in den Innenstädten reduziert wird. Hier sollte jedoch der Fokus auf dem Pendlerverkehr liegen. Sinnvoll ist es, Möglichkeiten für Berufspendler zu schaffen, auf das Auto zu verzichten.
Wer den Einkaufsverkehr eindämmen will, verdrängt die Kunden in die Großstädte oder auf die „grüne Wiese“ und schadet damit nicht nur der Vielfalt, sondern sorgt letztlich für mehr Verkehr, da er Anreize schafft, weitere Strecken für den Einkauf in Angriff zu nehmen.
Leider ist zudem zumindest zur Zeit der ÖPV nicht so ausgerichtet, dass für Einkäufe auf ein Auto verzichtet werden kann.
Dem Bürger sollte darüber hinaus ohne künstlichen Druck die freie Wahl gelassen werden, wie er seine Einkäufe tätigen möchte, mit dem Bus oder mit dem Auto.


Bereits vorgestern griff Opladen Plus das Thema auf.

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