Im Herzogtum Berg wurde – anders als in den übrigen Territorien Deutschlands – die Reformation nicht durch ein landesherrliches Edikt vollzogen und gewissermaßen „von oben“ dekretiert. Statt dessen entfaltete sie sich als ein allmählich fortschreitender Prozess, in dessen Verlauf eine junge Generation meist lutherisch ausgebildeter Vikare seit den 1550er Jahren etliche Kanzeln besetzte und die Priester der „alten Lehre“ langsam verdrängt wurden bzw. den Weg freimachten. Und das alles geschah mit weitgehender Zustimmung der Gläubigen und lokaler Gewalten. Seit den 1570er Jahren erstrebten die zunächst vereinzelten protestantischen Gemeinden eine festere Verbindung untereinander. Sie schlossen sich zu Synoden zusammen, nach dem Beispiel niederländischer Asylanten-Gemeinden in Westeuropa, die dabei der Lehre Calvins folgten. Der Protestantismus am Niederrhein erhielt eine reformierte Prägung.
Volkmar Wittmütz, Dr. phil., geboren 1940, studierte Geschichte, Anglistik und Romanistik. Er war Professor für Regionalgeschichte an der Bergischen Universität Wuppertal.
Mittwoch, den 8. November 2017 um 18:30 Uhr
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