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Judoka Miryam Roper hat gute Erinnerungen an Rio

Explosive Kämpferin
Veröffentlicht: 21.07.2016 // Quelle: Bayer AG

Durch ihre Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2012 in London gehört Miryam Roper zu den erfahrenen Kämpfern im deutschen Team. Eine Leaderin wenn man so will. Als Athletensprecherin setzt sie sich für die Belange ihre Kollegen ein. Sie freut sich auch 2016 bei den Olympischen Spielen dabei zu sein und „dieser DJB-Auswahl anzugehören“.

Im Jahr 2013 hat es Miryam Roper als erste deutsche Judoka geschafft, an der Spitze der Weltrangliste ihrer Gewichtsklasse zu stehen. Bemerkenswert vor allem vor dem Hintergrund, dass sie erst Mitte 20 fester Bestandteil der Nationalmannschaft wurde. Die „Spätzünderin“ entschied 2010, sich voll und ganz auf den Sport zu konzentrieren und eine Karriere als Sportsoldatin bei der Bundeswehr zu beginnen.

Die emotionale und leidenschaftliche Athletin erobert mit ihrer explosiven Art zu kämpfen schnell die Herzen der Zuschauer. Abwarten und Taktieren ist nicht ihre Welt. Abseits der Tatami interessiert sich Roper für Sprachen. Ein Spanisch- und Französisch-Studium hat sie bereits begonnen und will es nach der aktiven Karriere unbedingt beenden. Da ihr Vater aus Panama stammt, ist das Spanisch-Studium ein logischer Schritt.

Was machen Sie am liebsten nach einer harten Trainingseinheit?
Lange und heiß duschen, schlafen, gut essen.

Wer ist Ihr Vorbild im Sport?
Ich greife nach meinen eigenen Sternen.

Wie motivieren Sie sich vor den Kämpfen?
Vor meinen Kämpfen brauche ich keine Motivation, Kämpfen ist schließlich das, was ich liebe. Motivieren muss ich mich ab und an, wenn ich an einem schönen Nachmittag, während andere im Park grillen, im Kraftraum Gewichte stemmen soll. Aber dann denke ich an mein großes Ziel.

Was essen Sie normalerweise direkt nach dem Wiegen?
Fleisch und Kohlenhydrate. Wie das genau aussieht, hängt immer davon ab, was angeboten wird.

Wer oder was motiviert Sie?
Ich brauche wenig extrinsische Motivation. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann verfolge ich mein Ziel ohne Pardon. Meine Trainer und Trainingsgruppe sind aber dennoch sehr wichtig, denn sie pushen mich, noch das letzte Bisschen aus mir heraus zu kitzeln, und bauen mich auf, wenn es mal nicht so läuft.

Was verbinden Sie mit Brasilien und/oder Rio de Janeiro?
Mein großes Ziel. Ich habe dort schon meine WM-Medaille gewonnen, so dass ich gute Erinnerung an Rio habe. Und dann natürlich auch Lebensfreude, gutes Essen, Sonne und Strand, aber natürlich ist dort nicht alles rosig. Den Menschen dort geht es vielerorts nicht so gut wie uns.

Was macht für Sie die Olympischen Spiele so besonders?
Der Mythos, die Tradition und die Geschichte. Welt- und Europameister kommen und gehen. Olympiasieger bleibt man für immer.

Welche Ziele haben Sie für die Olympischen Spiele 2016?
Jeden Wettkampf, an dem ich teilnehme, möchte ich gewinnen. Die Olympischen Spiele sind ein Turnier wie jedes andere. Daher…

Vervollständigen Sie diesen Satz: Ich will zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio, da...
ich hart dafür gearbeitet habe, an diesem einen Tag mein bestes Judo zu zeigen.


Daten & Fakten
Name: Miryam Roper
Geburtstag/-ort: 26. Juni 1982 in Aachen
Gewichtsklasse: bis 57 Kg.
Verein: TSV Bayer 04 Leverkusen

Größte Erfolge:
• 2015 Aktuell auf dem dritten Platz der Weltrangliste.
• 2015 Deutsche Meisterin.
• 2014 Zweite bei den Europameisterschaften in Montpellier (Einzel).
• 2014 Zweite bei den Europameisterschaften in Montpellier (Team).
• 2014 Dritte bei den Weltmeisterschaften in Chelyabinsk (Team).
• 2013 Dritte bei den Weltmeisterschaften in Rio.
• 2013 rückt sie in ihrer Gewichtsklasse bis 57 kg auf Platz 1. der Weltrangliste auf.
• 2012 Dritte bei den Europameisterschaften.
• 2011 Fünfte bei den Weltmeisterschaften.
• 2010 WM-Silber mit der deutschen Mannschaft.
• 2008 WM-Bronze mit der deutschen Mannschaft.

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