Pfarrer Hubert Böke wird in den Ruhestand verabschiedet


Archivmeldung aus dem Jahr 2015
Veröffentlicht: 27.04.2015 // Quelle: Evangelischer Kirchenkreis

„Ich habe viel Schönes miterlebt und viel Schweres. Dabei ist mir viel Vertrauen entgegengebracht worden“, bilanziert Pfarrer Hubert Böke. Der Klinikseelsorger verabschiedet sich nach 33 Jahre in den Ruhestand und hinterlässt sichtbare Spuren in Leverkusen, darunter die „Begegnungsstätte auf dem Friedhof Reuschenberg“. Darüber hinaus hat er mehrere Trauerbücher verfasst.
Hubert Böke, 63 Jahre alt, ist im fränkischen Odenwald geboren und hat später im oberbergischen Wiehl gelebt. Nach dem Abitur schwankte sein Interesse zwischen Theologie und Astrophysik. Eine Frage hat ihn lebenslang beschäftigt: „ Wie ist das Weltall, die Sterne, das Leben entstanden?“ Es war für ihn immer auch die Frage nach dem Schöpfer der Welt und der Menschen. Er entschied sich für die Theologie, sein Studium absolvierte er in Wuppertal und Bonn. Ein Jahr arbeitete er bei der Waldenserkirche in Sizilien. Während seines Vikariates in Köln-Kalk lernte er seine Frau kennen.
Sieben Jahre lang war er Gemeindepfarrer in Quettingen mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit. In dieser Zeit half er dabei, die Partnerschaftsarbeit mit Tansania aus der Taufe zu heben.
1989 entschied er sich für die Klinikseelsorge, „aus dem Wunsch heraus, mehr Zeit für die eigentliche Seelsorgearbeit zu haben“.
In den ersten 16 Jahren war er zuständig für die Kliniken St. Remigius, St. Josef und die Leichlinger Herz-Rehaklinik. „In den schönen Wäldern rund um Roderbirken lag es nahe, ein meditatives Wandern anzubieten“, erinnert sich Hubert Böke. Überhaupt seien es sehr intensive Erfahrungen gewesen im Kontakt mit Menschen, die zum Teil gar keine Beziehung zur Kirche hatten.
Mit seiner Frau Lene Knudsen und anderen Engagierten initiierte er die Hospizarbeit in Leverkusen. Zugleich baute das Ehepaar die Trauer begleitenden Angebote für den Kirchenkreis auf. Diese Erfahrungen mündeten schließlich in der Idee, der Begegnung von Menschen, die einen Angehörigen verloren haben, einen besonderen „Raum“ zu geben. Auf dem größten der Leverkusener Friedhöfe wurde ein finnischer Pavillon errichtet: die „Begegnungsstätte auf dem Reuschenberg“. Das Konzept: Trauernde für Trauernde, die ihre eigene Erfahrung an andere weitergeben und ihnen wieder helfen, zurück ins Leben zu finden. Gerade diese gemeinsame Arbeit mit Frauen, die aus eigener Erfahrung sich für andere engagieren, hat dem Ehepaar große Freude gemacht. 2009 wurde diese Arbeit mit dem Ehrenamtspreis der Ev. Kirche im Rheinland ausgezeichnet.
In den vergangenen zehn Jahren war Hubert Böke im Klinikum Leverkusen tätig; solange die eigene Gesundheit es erlaubte, schwerpunktmäßig auf der onkologischen und Palliativ-Station. „Dort haben sich manche sehr intensive Beziehungen zu Patienten aufgebaut, oft über längere Zeit.“
Auch wenn er schwere Wege mit den Menschen gegangen ist: es sei ein großes Geschenk für ihn gewesen, wenn Menschen sich ihm in ihrer schwierigen Lebensphase anvertrauen konnten.
Das Fahrradfahren durch den Bürgerbusch zurück nach Lützenkirchen hat ihm dann oft geholfen, wieder im privaten Leben anzukommen.
Gemeinsam mit seiner Frau hat er sich auf den Ruhestand vorbereitet und ein neues Domizil in Langenfeld bezogen. Die beiden Söhne und ein Enkel wohnen in Leverkusen, so ist die Familie nah beieinander. Hubert Böke freut sich jetzt auf freie Zeit und sein neues Buchprojekt: Erzählungen und Märchen. „Mit dem Schreiben kann ich viel verarbeiten und wenn mir eine schöne Geschichte gelungen ist, empfinde ich das als Riesengeschenk.“
Außerdem hat er sich vorgenommen, sich wieder verstärkt seiner Lebensfrage zu widmen: „Wie ist Welt und das Leben entstanden? “ - Und in dieser Lebensphase rückt nun die Astrophysik und damit naturwissenschaftliche Lektüre auf Platz eins. „Gerade in diesen Fragen fühle ich mich meinem Schöpfer sehr nahe.“

Abschiedsgottesdienst
Samstag, 02.05.2015 um 19.00 Uhr
In der Kapelle des Klinikums Leverkusen
Am Gesundheitspark 11
51375 Leverkusen


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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