Stadtplan Leverkusen
07.07.2013 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Alyn Camara, Linda Stahl, Markus Esser und Robin Schembera gewinnen DM-Gold


Nach dem kompletten Medaillensatz am gestrigen ersten Meisterschaftstag gewannen die TSV- Bayer- 04- Athleten heute dreimal Gold, dreimal Silber, viermal Bronze.
„Das waren äußerst erfolgreiche Meisterschaften für uns“, resümierte Geschäftsführer Paul Heinz Wellmann zufrieden.
Ein völlig neues Gefühl erlebte Linda Stahl. Die Speerwerferin feierte ihren ersten Deutschen Meistertitel mit 63,70 Meter. „Ich habe immer mit einem Konter von Christina gerechnet. Gold gewonnen zu haben fühlt sich gut an. Ich bin noch nicht zufrieden mit der Technik. Da muss ich bis Moskau noch dran arbeiten“, resümierte die neue Deutsche Speerwurf-Meisterin. Teamkollegin Katharina Molitor sicherte sich mit 60,68 Meter Bronze hinter Christina Obergföll (LG Offenburg | 61,73 Meter) (den dritten Platz).
Gold gewann auch 800-Meter-Läufer Robin Schembera in 1:47,05 Minute. „Das gehörte zu meinen härtesten Rennen. Das war Laufen bis zum Umkippen. Ich war am Limit“, sagte Robin Schembera. In flotten Sekunden ging das Duo Tesfaye Homiyu (LG Eintracht Frankfurt) und Robin Schembera die erste Runde an. 150 Meter vor Schluss zog der Deutsche Hallenmeister am Frankfurter vorbei und lief zum ersten Mal nach 2009 zu Gold im Freien. „Ich war vor dem Rennen nervös, aber ich hab nicht daran gezweifelt, dass ich gewinne könnte.“ Die Norm für Moskau behält der 24-Jährige im Blick. „Ich habe noch drei Rennen und werde versuchen, die Quali zu packen.“
Die Quali fehlt auch noch dem neuen und alten Deutschen Meister Markus Esser. Der Hammerwerfer ließ sich im Wurfring vom vollbesetzten Donaustadion feiern nach 76,41 Metern feiern. Doch vollends genießen konnte der Schützling von Helge Zöllkau seinen Sieg nicht, denn die WM-Normjagd geht weiter. „Ich habe versucht, es locker angehen zu lassen. Wenn man der Norm hinterher läuft, wird der Titel nebensächlich. Ich war körperlich topfit, habe gut trainiert, aber es hat heute nicht geklappt“, sagte der 33-Jährige, dem noch drei Wettkämpfe bleiben, um die 79 Meter zu knacken. Benjamin Boruschewski gewann mit neuer Saisonbestweite (69,40 Meter) Bronze. Auf Rang vier landete Sven Möhsner (68,49 Meter).
Die TSV-Staffeln waren am Meisterschaftswochenende die Garanten für Silber. So schnell ist vom TSV Bayer 04 Leverkusen noch kein Sprintstaffelquartett gelaufen. Anna Maiwald, Cathleen Tschirch, Mareike Peters und Kira Biesenbach knackten in 44,30 Sekunden den 22 Jahre alten Vereinsrekord. Belohnt wurden die Vier mit dem Vizetitel. „Schneller hätten wir nicht laufen können. Das war optimal“, resümierte Mareike Peters. Anna Maiwald erwischte eine gute erste Kurve, wechselte perfekt auf Cathleen Tschirch. Die DM-Sechste übergab an Mareike Peters. Auf der Schlussgrade kämpfte sich Kira Biesenbach an das in Führung liegende Quartett des MTG Mannheim und die Deutsche Meisterin Verena Sailer ran. „20 Meter mehr und ich hätte sie vielleicht bekommen“, sagte die Siebenkämpferin. Die Freude über Silber war dennoch groß. „Wir wollten den Vereinsrekord. Und die Medaille ist der Bonus“, erklärte Cathleen Tschirch.
Das Männerquartett machte es den Damen nach. Niklas Rothes, Robin Erewa, Sebastian Ernst und Aleixo-Platini Menga sprinteten in 39,41 Sekunden zu einem neuen Vereinsrekord und wurden dafür mit Silber dekoriert. Schlussmann Aleixo-Platini Menga holte auf den letzten Metern noch auf, aber der Vorsprung vom neuen Deutschen Meister LAZ Leipzig war zu groß. „Vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass ich heute hier stehen kann. Nach meiner OP hatte ich sehr viel Angst, dass ich aufhören muss. Nun bin ich froh, wieder da zu sein und heute eine Medaille geholt zu haben“, sagte Aleixo-Platini Menga, der hinter das Jahr 2013 einen Haken macht und zurück in die Reha geht, um 2014 wieder voll angreifen zu können. „Der Jagdmodus ist an.“
Die 4x400-Meter-Staffel mit Wiebke Ullmann Julia Förster, Julia Schaefers und Sorina Nwachukwu gewann ebenfalls den Vizetitel in 3:36,00 Minuten.
Stabhochspringer Tobias Scherbarth knackte mit übersprungenen 5,70 Meter die WM-Norm und ergatterte Bronze. „Die Wettkampfpause hat mir gute getan. Ich hatte zuvor gute Technikeinheiten und das konnte ich heute umsetzen“, sagte Tobias Scherbarth.
Im Hochsprung floppte Mateusz Przybylko über 2,19 Meter gewann Bronze.

Am ersten Wettkampf Tag sorgte der Weitsprung-Krimi für das Tageshighlight. Protagonist war Alyn Camara. Er besiegte die Europameister Christian Reif (LC Rehlingen) und Sebastian Bayer (Hamburger SV) und gewann sein erstes Gold bei den Männern. Der Vorjahres-Dritte zeigte bis zum sechsten Durchgang den einzigen Acht-Meter-Sprung der Konkurrenz. Die Führung musste er nur für ein paar Minuten abgeben, als Sebastian Bayer sich mit seinem sechsten Sprung auf 8,04 Meter zwei Zentimeter vor den Leverkusener setzte. Doch Alyn Camara konterte und katapultierte sich abschließend auf 8,15 Meter. „Ich habe einfach versucht, abzuschalten und alles auszublenden“, beschreibt der Schützling von Hans-Jörg Thomaskamp seine Gedanken vor dem finalen Sprung. „Im Absprung wusste ich, dass der passt. Ich bin abgesprungen und dachte, ‚geil‘.“
Coach Hans-Jörg Thomaskamp war vollen Lobes. „Alyn hat heute gezeigt, er kann fighten. Dass er mehr kann, daran habe ich vor dem sechsten Sprung nicht gezweifelt. Aber zwischen Können und Machen liegt ein Unterschied. So zu kontern, das war einfach super!“
Auf einen super Wettkampf deutete auch der erste Sprung von Stabhochspringerin Silke Spiegelburg hin, die als Letzte einstieg und mit einem blitzsauberen Sprung über 4,40 Metern eröffnete. Über 4,50 Meter zitterte sich die WM-Wildcard-Inhaberin im dritten Versuch. Nach einem Fehlversuch über 4,60 Meter und dem erfolgreichen Versuch von Martina Strutz hob sich die Titelverteidigerin die verbleibenden zwei für 4,65 Meter auf. Doch Silke Spiegelburg scheiterte knapp. Sie gewann Silber mit 4,50 Meter. „Ich lag eine ganze Woche krank im Bett, habe maximal fünf Stunden geschlafen und musste Schmerzmittel nehmen, weil ich solche Magenkrämpfe hatte. Dass ich trotzdem Zweite geworden bin, ist schön. Und die 65 waren eigentlich drin", erklärte Silke Spiegelburg.
Die dritte Medaille am ersten Wettkampftag steuerte Julia Straub im Hochsprung dem TSV bei. Die Dritte der Hallen-DM gewann auch im Freien die bronzene Plakette mit übersprungenen 1,82 Meter.

Weiter Top-Acht-Platzierungen
4. Sebastian Ernst (200 m | 20,82 sek)
4. Daniela Manz (Hammerwurf | 61,76 m)
5. Sorina Nwachukwu (400 m | 53,94 | Vorlauf 53,74 sek)
6. Cathleen Tschirch (100 m | 11,74 sek)
7. Julia Förster (400 m | 54,24 sek | Vorlauf 54,01 sek)
7. Caroline Hardt, Konstanze Klosterhalfen, Maureen Luginger (3x800 m | 7:03,37 min)
8. Julia Schaefers (400 m | 54,68 sek | Vorlauf 54,10 sek PB)
8. Patrick Walecki (Speerwurf | 69,69 m)



3 Meldungen, die sich auf diese Meldung beziehen:
22.07.2018: Auszeichnung und verspätete Medaille für Linda Stahl und Markus Esser
08.03.2016: Hallen-WM-Aus für Silke Spiegelburg
08.08.2013: Wurf-Trio will ins WM-Finale

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Letzte Änderung am 14.03.2017 11:32 von leverkusen.
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