Acht Fahrstreifen auf der A3 im Osten von Köln - Leverkusen


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Acht Fahrstreifen auf der A3 im Osten von Köln

Veröffentlicht: 19.07.2012 // Quelle: strassen.nrw.de

"Eine der höchstbelasteten Autobahnen Deutschlands ist ab heute wieder ein Stück leichter und sicherer zu befahren", freute sich Landesverkehrsminister Michael Groschek, der heute (19.7.) zusammen mit Dr. Stefan Krause, Unterabteilungsleiter Straßenbau beim Bundesverkehrsministerium, und Straßen.NRW-Geschäftsführer Ralf Pagenkopf in einem symbolischen Akt die neu ausgebaute A3 zwischen Köln-Dellbrück und Köln-Mülheim dem Verkehr übergab. Ab sofort stehen den Verkehrsteilnehmern vom Autobahndreieck Heumar bis zur Anschlussstelle Köln-Mülheim vier Fahrstreifen und je ein Standstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung.

Bis zu 180.000 Fahrzeuge sind täglich auf dem Kölner Ring unterwegs. "Unser Ziel ist es, den Autobahnring rund um Köln für das steigende Verkehrsaufkommen fit zu machen", erläuterte Dr. Krause. Nach Abschluss der A3-Baustelle konzentrieren sich die großen Baumaßnahmen derzeit im Westen von Köln. "Aber auch auf der gegenüberliegenden Rheinseite werden wir in nicht allzu langer Zeit etwas zu feiern haben, denn noch in diesem Jahr wird die A1 im Bereich Lövenich sechsstreifig ausgebaut sein", stellte Pagenkopf das Ende des nächsten Bauabschnittes in Aussicht. Die Gesamtfertigstellung der Lärmschutzeinhausung ist für das erste Quartal 2013 vorgesehen. Aus Brandschutzgründen müssen die noch fehlenden Glasscheiben des Daches in einer Nachlaufphase unter Sperrung einzelner Fahrstreifen in den Nachtstunden aufgelegt werden.

Der Bund hat in den nun freigegebenen, 2,3 Kilometer langen A3-Bauabschnitt 75,6 Millionen Euro investiert. Die Bauarbeiten zwischen Dellbrück und Mülheim begannen Ende 2008 außerhalb der eigentlichen Autobahn mit den so genannten Vorlaufmaßnahmen: Die Entwässerungsanlage in der Anschlussstelle Köln-Mülheim wurde erneuert und verschiedenste Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt. Der Hauptarbeitsplatz lag aber bei den beiden Eisenbahnbrücken nahe der Anschlussstelle Köln-Mülheim.

Nachdem die Bauwerke durch neue ersetzt und damit die "Nadelöhre" in der Ausbaustrecke beseitigt waren, starteten die Straßenbauer 2009 mit der Verlängerung von drei Unterführungen (S-Bahn, Güterzugstrecke und die Straße Am Springborn), drei Brücken wurden abgerissen und durch längere ersetzt (Berliner Straße, Flachsroster Weg und Anschlussstelle Mühlheim [sic!]) und schließlich wurden zwei Stütz- und dreizehn Lärmschutzwände errichtet. Die letzte Bauphase ab Juli 2010 galt dem Anbau der Strecke. Als Fahrbahnbelag wurde ein offenporiger Asphalt gewählt. Die großen Poren verschlucken den Lärm förmlich und mindern so den Verkehrslärm im Vergleich mit herkömmlichen Fahrbahnbelägen um 5 Dezibel (A).

Für die unvermeidlichen Eingriffe in Natur und Landschaft sind Teile von drei ehemaligen Kasernen (Moorslede, Passendale, Camp Altenrath) abgerissen worden. Die frei gewordenen Flächen wurden aufgeforstet oder als Offenland dem größten Naturschutzgebiet in NRW, der Wahner Heide zugeschlagen.
Hintergrund

Dem Ausbau zwischen Dellbrück und Mülheim gingen zwei Ausbauabschnitte voran:

1. Baulos:
Autobahnkreuz Heumar bis Autobahnkreuz Köln-Ost (2,8 Kilometer)
Bau von Oktober 2003 bis Dezember 2005
2. Baulos:
Autobahnkreuz Köln-Ost bis Anschlussstelle Köln-Dellbrück (2,1 Kilometer)
Bau von Mai 2005 bis August 2008
3. Baulos:
Anschlussstelle Dellbrück bis Anschlussstelle Mülheim (2,3 Kilometer)
Bau von Mitte 2009 bis Juli 2012

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle
Derzeit läuft der Ausbau des Kölner Rings westlich der Stadt. Sobald die großen Maßnahmen an der A1 abgeschlossen sind, wird es auch an der A3 wieder weitergehen. Für das noch fehlende Ausbauteilstück zwischen Köln-Mühlheim und Anschlussstelle Leverkusen und für den Umbau des Autobahnkreuzes Leverkusen laufen gegenwärtig die Planungen.

Telematik
Mit dem Ausbau wird die Leistungsfähigkeit von Autobahnen erhöht. Die Kapazitätserweiterung wird durch elektronisch, verkehrsabhängig gesteuerte Verkehrsbeeinflussungsanlagen unterstützt. Schon heute dienen 124 Wechselverkehrszeichen an 23 Verkehrszeichenbrücken dazu, Geschwindigkeiten zu harmonisieren, Standstreifen temporär für den Verkehr freizugeben oder Warnungen - zum Beispiel vor einem Stauende - anzuzeigen. Die notwendigen Daten dazu liefern Messschleifen, die in die Fahrbahn eingelassen sind, bzw. Wetterstation, die die aktuelle Wettersituation für den Autobahnabschnitt ermitteln.


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