Stadtplan Leverkusen
23.09.2010 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Was macht eigentlich Manfred Fink?


Am vergangenen Wochenende haben die Nachwuchs-Teams des TSV Bayer 04 Leverkusen bei den Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaften in Lage den sechsten Doppelsieg seit 2004 gefeiert. Ein Trainername ist seit jeher mit der erfolgreichen DJMM-Historie von Bayer 04 verbunden und seit 2006 im Ruhestand: Manfred Fink.

Der heute 66-Jährige hat insgesamt 15 Mal die weibliche Jugend zum Mannschaftstitel geführt - ein einmaliger Rekord in Leichathletik-Deutschland. Bereits in seinem ersten Trainerjahr 1974 holte der leidenschaftliche Jugendtrainer Gold und schaffte 2002 mit den Leverkusener Trainerkollegen den Vierfach-Erfolg bei den Deutschen Schüler- und Jugend-Mannschaftsmeisterschaften. Sowohl im Schüler- als auch im Jugendbereich war der TSV in jenem Jahr nicht zu schlagen.

Manfred Fink maß diesen Wettkämpfen eine große Bedeutung zu. „Das war die Gelegenheit, alle Athleten aus der Gruppe ins Boot zu holen und gemeinsam eine Deutsche Meisterschaft zu gewinnen. Das war für den Zusammenhalt sehr wichtig."

Seinen ersten großen Erfolg hatte er mit der Weitspringerin Jasmin Fischer. 1981 gewann die damals 22-Jährige im Weitsprung Bronze bei den Hallen-Europameisterschaften in Grenoble (Frankreich). Der Diplom-Sportlehrer trainierte Jasmin Fischer bis ins Frauenalter, was jedoch eigentlich nicht dem Prinzip von Manfred Fink entsprach. „Man kann zu 100% entweder nur Jugend oder Aktive trainieren, beides geht nicht auf einmal."

So empfand Manfred Fink die Jugend-Arbeit als seine Profession. „Ich habe das aus Leidenschaft gemacht. Jugendtrainer ist man aus Berufung und ich war immer ein Vollblut-Trainer", sagt Manfred Fink vier Jahre nach dem Beginn des Ruhestands. Im Vordergrund stand für ihn die vielseitige Ausbildung seiner Athleten, die vor allem aus spielerischen Elementen und Turnen bestand. „Die Kinder stimmen mit den Füßen ab. Wenn es nicht gefällt, gehen sie. Wenn es gut ist, bringen sie Freunde mit", erklärt Manfred Fink.

Das Ergebnis seiner Arbeit hatte vor allem in den 90er Jahren und Anfang 2000 große Erfolge. Silke Lichtenhagen wurde 1994 Europameisterin mit der 4x100-Meter-Staffel des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Linda Kisabaka holte Olympia-Bronze 1996 mit dem 4x400-Meter-Quartett des DLV und Christa Kaufmann gewann Bronze bei der U20-WM 2000, auch sie mit einer deutschen 4x100-Meter-Staffel.

In den letzten Jahren betreute Manfred Fink noch zwei erfolgreiche Nachwuchsathleten, die heute zu den Hoffnungsträgern des DLV zählen: Sorina Nwachukwu (400 m) und Anne-Kathrin Elbe (100 m Hü.). Vor allem die Zeit nach dem Wechsel von Anne-Kathrin Elbe von Magdeburg nach Leverkusen beschreibt Manfred Fink als die schwerste in seiner Trainer-Laufbahn. „Auf Anne-Kathrin hatte zu jener Zeit viel Druck gelastet, aber auch für mich war es äußerst stressig. Ich habe versucht, sie vor den Medien zu schützen und ich glaube, das ist mir auch gelungen."

Mittlerweile genießt Manfred Fink den Ruhestand mit seiner Frau. Einige Städtereisen durch Deutschland gehören dabei ebenso zum Programm wie regelmäßige Theaterbesuche. Zweimal pro Woche hält sich der ehemalige Jugendtrainer fit und das vielleicht auch für seine ganz persönliche Nachwuchsarbeit. Denn er ist mittlerweile Großvater und wenn seine Enkelkinder zu Besuch sind, ist eine Stippvisite an der Leichtathletik-Anlage in Leverkusen fest eingeplant.


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Letzte Änderung am 26.11.2015 00:14 von leverkusen.
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