Stadtplan Leverkusen
17.07.2010 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Elbe, Spiegelburg und Kröckert verpassen bei DM knapp das Podest


Dreimal haben die Athleten des TSV Bayer 04 Leverkusen am ersten Tag der Deutschen Meisterschaften in Braunschweig nur knapp Edelmetall verpasst. Erst schwang sich Stabhochspringer Richard Spiegelburg auf Platz vier, ehe Anne-Kathrin Elbe über 100 Meter Hürden und Christina Kröckert über 5000 Meter auf dem gleichen Rang folgten. Am zweiten Wettkampftag gibt es in Robin Schembera, Hammerwerfer Markus Esser, Stabhochspringerin Silke Spiegelburg und der 4x400-Meter-Staffel der Frauen gleich mehrere aussichtsreiche Medaillenkandidaten.

Bei seinen letzten nationalen Titelkämpfen verkaufte sich Richard Spiegelburg mit 5,50 Metern noch einmal gut. Nach zwei ungültigen Sprüngen über 5,60 Meter setzte der Deutsche Meister von 2001 mit seinem letzten Versuch über 5,70 Meter alles auf eine Karte. Doch im Eintracht-Stadion war die Höhe für den 32-Jährigen zu hoch. Mit dem Ergebnis zeigte sich Spiegelburg dennoch zufrieden. „Der Wettkampf war in Ordnung, aber natürlich wäre ich gerne noch die 5,60 Meter gesprungen.“ Auf Rang Sechs kam sein Vereinskollege Michel Frauen (5,40 m). Für Hendrik Gruber, der als einziger Leverkusener die EM-Norm von 5,70 Meter einmal erfüllen konnte, waren die Europameisterschaftsträume (Barcelona/Spanien; 26.7.-1.8.) dagegen schon vor Beginn des Wettkampfes vorbei. Aufgrund einer Schulterverletzung konnte Gruber nicht in den Wettkampf eingreifen.

Auf der Langstrecke zeigte Christina Kröckert ein mutiges Rennen und führte über 5000 Meter lange an Platz drei liegend, das Verfolgerfeld an. Als Vierte blieb ihr nach 16:41,57 Minuten der Lohn dafür in Form einer Medaille aber verwehrt. „Am Ende musste ich natürlich Tribut für die Tempoarbeit zollen, aber einer muss es ja machen“, bemerkte Kröckert, war aber nicht unzufrieden: „Ich hatte mir am Anfang der Saison einen Platz unter den besten Fünf vorgenommen, das habe ich heute geschafft.“

Für Anne-Kathrin Elbe ist es über 100 Meter Hürden nicht die erhoffte EM-Norm geworden. In 13,35 Sekunden kam die Leverkusenerin, die seit einigen Wochen in Cottbus trainiert, auf den undankbaren vierten Platz. Eine Blockade im Ischias, welche sich die Hallen-DM-Dritte nach dem Vorlauf zuzog, bremste Elbe aus. Die Saison- und persönliche Bestleistung liegt bei 13,08 Sekunden, acht Hundertstelsekunden über dem Barcelona-Richtwert.

Im Siebenkampf ist Vizeweltmeisterin Jennifer Oeser bereits fest für die EM gesetzt. Auch einzeln machte die Leverkusenerin über die Hürden eine sehr gute Figur und belegte knapp hinter Elbe Platz sechs. Zunächst wollte sie sogar über eine persönliche Bestleistung jubeln, als 13,35 Sekunden auf der Anzeigetafel erschienen, kurz später wurde die Zeit aber auf 13,43 Sekunden korrigiert. Damit stellte die Ratingen-Siegerin ihre bisherige Marke genau ein. „Dann muss ich eben in Barcelona die Bestzeit laufen“, bemerkte Oeser lachend.

Mit der Platzierung zufrieden war Weitspringer Alyn Camara. „Nach einem durchwachsenen Wettkampf lässt sich darauf aufbauen“, sagte Camara. In der Ergebnisliste taucht er mit 7,63 Metern als Fünfter auf. Auf den gleichen Rang landete auch Hochspringerin Julia Hartmann mit 1,84 Meter.

Eine Steigerung ihrer Saisonbestzeit auf 11,75 Sekunden gelang Mareike Peters im Vorlauf auf der 100-Meter-Sprintstrecke. Im Endlauf belegte die Deutsche 200-Meter-Meisterin von 2008 zwar mit 11,81 Sekunden Rang Sieben, war damit aber trotzdem zufrieden: „Ich hätte nach der zähen Saison gar nicht damit gerechnet, heute in den Endlauf zu kommen“, sagte die Sportsoldatin. Am zweiten Wettkampftag steht mit der halben Stadionrunde dann die Paradedisziplin der Leverkusenerin auf dem Programm. „Da will ich natürlich mehr erreichen und auch mit der 4x100-Meter-Staffel eine Medaille holen“, kündigte Peters an.

Der amtierende Deutsche 800-Meter-Meister fühlt sich auf dem richtigen Weg. Im Vorlauf schonte sich Robin Schembera und lief ungefährdet in 1:51,71 Minute zum Sieg. „Ich habe die Form, um Morgen zu gewinnen“, sagte der Polizeikommisar-Anwärter. Während Schembera nichts anbrennen ließ, hatten es die Frauen noch einfacher. Sowohl für Annett Horna über 800 Meter als auch für Saskia Janssen auf der 1500-Meter-Strecke fielen die Vorläufe aus. Der bereits in Leverkusen trainierende, aber noch für die LG Emstal Dörpen startende Daniel Gruber qualifizierte sich über 1500 Meter in 3:47,30 Minuten für das Finale.

Über 400 Meter Hürden hielten sich die Favoritinnen im Vorlauf noch stark zurück. Laura Hansen ist als derzeit zweitschnellste Hürdensprinterin über die Viertelmeile als Fünfte in das Finale eingezogen. Ganz rund lief es dennoch für die 20-Jährige im Vorlauf nicht. „Nach der siebten Hürde hatte ich Probleme, aber ich weiß, dass ich schneller laufen kann und rufe das morgen ab“, versprach die Fünfte der U20-WM. Als Drittplatzierte des zweiten Vorlaufs freut sich auch ihre Vereinskollegin Maren Schott (59,17 sec) auf die Runde der besten Acht.

Eine Schrecksekunde gab es für Wiebke Ullmann. Unmittelbar nach ihrem couragierten Vorlauf über die Stadionrunde erlitt die Deutsche Hallenmeisterin einen Kreislaufzusammenbruch und musste im Krankenhaus untersucht werden. Obwohl sie in 53,26 Sekunden als viertschnellste 400-Meter-Läuferin für den Endlauf qualifiziert ist, ist ihr Start am zweiten Wettkampftag noch offen.

Bei den parallel ausgetragenen Langstaffelmeisterschaften der Jugendlichen qualifizierte sich das Bayer-04-Quartett über 3x800 Meter sicher für das Finale. In 6:44,30 Minuten boten Laura Müller, Christina Müller und Lena Klaassen die schnellste Zeit in den Vorläufen an. „Wir werden mit Tempo offensiv um Platz Eins laufen, mindestens aber eine Medaille holen“, sagte Trainer Adi Zaar. Im Finale wird es noch eine personelle Veränderung geben, denn für Laura Müller läuft Julia Dobmeier. „Laura hat heute für ihren Vorlauf eine Eins plus verdient“, lobte Zaar seine Athletin.

Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften gab es nochmal einen emotionalen Moment: Speerwurfweltmeisterin Steffi Nerius wurde offiziell verabschiedet. Als Geschenk bekam die sechsmalige Deutsche Meisterin neben einem Blumenstrauß ein gerahmtes Foto überreicht.

Die Leverkusener Top-Acht-Platzierungen des ersten Wettkampftages:

Männer: Weitsprung: 5. Alyn Camara 7,63 m; Stabhochsprung: 4. Richard Spiegelburg 5,50 m, 6. Michel Frauen 5,40 m.

Frauen: 100 Meter: 7. Mareike Peters 11,81 sec (VL: 11,75 sec); 5000 Meter: Christina Kröckert 16:41,57 min; 100 Meter Hürden: 4. Anne-Kathrin Elbe 13,35 sec, 6. Jennifer Oeser 13,43 sec; Hochsprung: Julia Hartmann 1,84 m; Hammerwurf: 7. Daniela Manz 60,13 m.

Die kompletten Ergebnislisten gibt es unter www.leichtathletik.de.


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Letzte Änderung am 17.03.2020 22:59 von leverkusen.
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