Stadtplan Leverkusen
18.07.2009 (Quelle: TSV Bayer 04)
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U23-EM: Aleixo-Platini Menga holt Silber, Schembera mit Bronze


Innerhalb von nur 15 Minuten gab es bei den U23-Europameisterschaften im litauischen Kaunas einen Medaillen-Doppelschlag für den TSV Bayer 04 Leverkusen. Erst sprintete Aleixo-Platini Menga über 200 Meter zu Silber, dann gewann 800-Meter-Spezialist Robin Schembera Bronze. Komplettiert wurde das erfolgreiche Abschneiden der „Roten“ am dritten Tag der kontinentalen Nachwuchsmeisterschaften mit Platz Sieben für Anne-Kathrin Elbe über die 100 Meter Hürden. Hammerwerfer Benjamin Hedermann verpasste dagegen den Endkampf.

Aleixo-Platini Menga, der im Vorlauf (20,70 sec) und Halbfinale (20,61 sec) jeweils die schnellsten Zeiten auf die Bahn legte, musste im Endlauf die Überlegenheit von Toby Sandeman anerkennen. „Der Brite hat sein Ding gemacht und war einfach stärker“, sagte der Leverkusener, der mit 20,59 Sekunden gestoppt wurde. Sandeman steigerte seine Bestleistung im Finale von 20,69 Sekunden auf bemerkenswerte 20,37 Sekunden.

Trotz der besten Vorleistung von 20,52 Sekunden und der damit verbundenen Favoritenrolle bedeutete das Ergebnis für Menga nicht den Verlust der Goldmedaille: „Ich habe Silber gewonnen und noch einmal die WM-Norm erfüllt: Ich bin stolz auf mich. Es war eine gute EM mit drei starken Rennen“, berichtete der Deutsche Juniorenmeister. Dabei war der 21-jährige Sprinter auf der Zielgerade leicht geschwächt und konnte nicht auf sein volles Potential zurückgreifen. „Auf den letzten 40 Metern hat es im linken Oberschenkelbeuger gezogen. Da konnte ich nicht mehr gegenhalten. Ich denke aber, dass es nichts Schlimmes ist.“

Robin Schembera musste sich in 1:46,63 Minute über die doppelte Stadionrunde nur den beiden Polen Adam Kszcot (1:45,83 min) und Marcin Lewandowski (1:46,52 min) geschlagen geben. „Das war nicht mein Rennen. Auf den letzten 50 Metern hat mir einfach die Kraft gefehlt“, bemerkte der Deutsche Meister ein wenig enttäuscht, fügte dann aber hinzu: „Eine Medaille war mein Ziel und die habe ich gewonnen.“ Als sich Kszcot kurz nach der 600-Meter-Marke an die Spitze setzte, konnte Schembera dem Polen zunächst noch Folgen, musste aber Mitte der Zielgeraden abreißen lassen. Rund 15 Meter vor dem Zielstrich zog dann noch Titelverteidiger Lewandowski am Leverkusener vorbei.

Eine Berührung mit der auf der Nebenbahn laufenden Schweizerin Lisa Urech (Sechste mit 13,41 sec) und der starke Gegenwind (-2,0 m/sec) kosteten Anne-Kathrin Elbe eine bessere Platzierung und Zeit. So lief die Deutsche Juniorenmeisterin in 13,45 Sekunden auf exakt den gleichen Platz wie vier Jahre zuvor bei der U20-EM an selber Stelle. „Sie war mit Arm und Bein auf meiner Bahn. Das hat mich aus dem Rhythmus gebracht und ein bisschen Zeit gekostet. Aber so ist einmal der Hürdensprint”, sagte Elbe. Enttäuscht war die Bürokauffrau über dieses Ergebnis aber nicht: „Ich wollte in Kaunas wieder ins Finale kommen. Das ist mir gelungen. Bei einem optimalen Rennen hätte es aber sicherlich zwei oder drei Plätze weiter nach vorn gehen können.” Der Sieg ging erwartungsgemäß an die Norwegerin Christina Vukicevic, die in 12,99 Sekunden als einzige Läuferin unter 13 Sekunden blieb.

Einen rabenschwarzen Vorkampf erlebte dagegen Hammerwerfer Benjamin Hedermann. Nach zwei ungültigen Versuchen kam er im dritten Durchgang nur auf 61,64 Meter. Das bedeutete für ihn Platz 22. in der Qualifikation und damit das vorzeitige Ausscheiden. Für die Runde der letzten Zwölf hätte der Leverkusener 65,42 Meter übertreffen müssen – eine Weite die Hedermann in diesem Jahr mit seiner persönlichen Bestleistung von 70,65 Metern schon deutlich überbot.

Ohne Sorina Nwachukwu zog die Deutsche 4x400-Meter-Staffel ins Finale am Sonntag ein. In der Besetzung Esther Cremer (TV Wattenscheid), Jill Richards (SCC Berlin), Lena Schmidt (LG Hilden) und Janin Lindenberg (LG Nike Berlin) kam das Quartett in 3:34,58 Minuten als Dritte ihres Vorlaufes ins Ziel. „Sorina wurde genauso wie Fabienne Kohlmann [LG Karlstadt] fürs Finale geschont. Fünf Rennen in vier Tagen wollten wir ihr nicht zumuten“, erklärte Bundestrainer Tobias Kofferschläger. Am Vortag verpasste die Deutsche Meisterin in 52,59 Sekunden als Vierte über die Stadionrunde nur um eine Hundertstelsekunde die Bronzemedaille.


Der Zeitplan der Leverkusener U23-EM-Teilnehmer (alle Zeiten MESZ/ Ortszeit: plus 1 Stunde):

Sonntag, 19. Juli
14:20 Uhr – Halbfinale 4x100 Meter Männer (Aleixo-Platini Menga)
15:40 Uhr – Finale 4x100 Meter Männer
17:50 Uhr – Finale 4x400 Meter Frauen (Sorina Nwachukwu)

Mehr Informationen mit vollständigen Ergebnislisten und Zeitplan gibt es unter www.kaunas2009.lt.


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Letzte Änderung am 03.12.2020 00:04 von leverkusen.
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