Stadtplan Leverkusen
30.05.2009 (Quelle: Bayer 04)
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Interview mit Ulf Kirsten


„Oh la la, wir haben einen Kirsten, Kirsten wunderbar“ – der Siegtorschütze im Finale bekam 1993 schnell seinen eigenen Fangesang verpasst. Ulf Kirsten köpfte die Werkself in der 77. Minute zum Triumph und wurde entsprechend gefeiert. Mit seinen 182 Bundesligatoren belegt Kirsten noch immer Platz fünf der ewigen Bundesliga-Torschützenliste. Der heutige Trainer von Bayer 04 II muss mit seiner Mannschaft am Samstag noch in Kleve ran, anschließend geht es direkt zum Endspiel nach Berlin.

Ulf, wenn man Dich jetzt mit diesem Ereignis 1993 noch mal konfrontiert, was ist das Erste was Dir sofort einfällt und in Erinnerung geblieben ist?
Der Schlusspfiff, als wir es dann endlich geschafft hatten. Es war gegen die Amateure von Hertha BSC ein reines Auswärtsspiel und dass es eine Amateurmannschaft war, machte die Aufgabe ja nicht leichter. Der Druck war da, aber am Ende war es ein hoch verdienter Sieg. Wir hatten sechs, sieben hochkarätige Chancen und ich glaube, Hertha gar keine. Also war das am Ende in Ordnung.

Wie hast Du den Erfolg dann hinterher gefeiert?
Das ist natürlich echt schon lange her, ich kann mich da eigentlich nur an die Feier in Leverkusen am Rathaus erinnern. In Berlin gab es natürlich noch dieses Bild mit dem Pokal im Bett, aber das habe ich auch schon zehn Mal erzählt, dass es keine Idee von mir war. Da kam ein Journalist oder Fotograf und sagte, dass ich mich mal mit dem Pokal ins Bett legen soll. Aber ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, also von daher war das eigentlich mehr gestellt.

Was für Eindrücke sind vom Empfang in Leverkusen noch präsent?
Damals gab es ja noch das alte Rathaus und das war schon beeindruckt, dass so 10.000 vielleicht sogar 15.000 Leute da waren. Das hat einfach Riesenspaß gemacht. Man realisiert das sowieso erst einen Tag später, dass man einen Titel geholt hat.

Wie oft denkt man noch an diesen Erfolg?
Man erinnert sich gern dran, denn es ist der einzige Titel, den ich mit Bayer 04 geholt habe. Natürlich ist da auch das Tor noch gut in Erinnerung, auch wenn ich nicht mehr hundertprozentig weiß, wie ich jetzt da hoch gesprungen bin. Aber ich weiß, dass es eine Flanke war und ich dann zum Kopfball am langen Pfosten hochgegangen bin.

Der Großteil der aktuellen Mannschaft hat ein Finale in Berlin noch nie erlebt – worauf dürfen sie sich besonders freuen?
Es ist einfach eine tolle Atmosphäre und dieses Fieber. Das geht ab Donnerstag los, wenn die Mannschaft nach Berlin fliegt und dann brennt man drauf. Man ist zwar abgeschirmt, aber man bekommt dennoch einige Dinge mit und wird öfters angesprochen. Dann wenn man einläuft, Nationalhymne, die Fans sind euphorisch, das ist natürlich ein tolles Erlebnis.

Was ist das Besondere an der Atmosphäre?
Jedes Finale ist ein Entscheidungsspiel. Es kann ein Spiel mit Elfmeterschießen passieren, mit Verlängerung – das macht den Reiz aus. In der Meisterschaft kann man das in der nächsten Woche wieder gut machen. Im Finale ist es nicht reparabel, wenn man das verliert, ist es vorbei. Wenn man es gewinnt, ist es umso schöner.

Wie schaust Du dem Finale jetzt entgegen?
Beide Mannschaften sind spielstark, haben sich unter Wert in der Bundesliga geschlagen und die Endplatzierung spiegelt nicht die Klasse wider. Ich erwarte eigentlich ein Spiel von zwei Mannschaften, die mit offenem Visier rangehen. Ich denke schon, dass wir uns da auch auf das ein oder andere Tor freuen können.


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Letzte Änderung am 11.09.2016 21:49 von leverkusen.
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