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Einladung zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative gegen Rechtspopulisten

Donnerstag, 21. Februar 2008, 19.30 Uhr im Saal des Brauhauses Burghof an der Rathenaustraße
Veröffentlicht: 09.01.2008 // Quelle: Leverkusener für Völkerverständigung

In Leverkusen soll eine Bürgerinitiative gegen PRO-NRW gegründet werden. Hier der Gründungsaufruf:

"Leverkusen ist schön. 160.000 Einwohner, darunter etwa 18.000 Nichtdeutsche, leben und arbeiten friedlich und gemeinsam in unserer Stadt. Betriebe, Schulen und Vereine, die im Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppierungen sowie der Integrationsrat fördern das friedliche Miteinander der Bürger, gleich welcher Hautfarbe, Nationalität oder Religion sie auch sind.

Friedliches und tolerantes Miteinander ist nicht jedermanns Sache. In unserer Stadt stellt sich "Pro NRW" auf, um 2009 in den Leverkusener Stadtrat einzuziehen. Sie nennen sich „nonkon-form“ und „rechtspopulistisch“, sie grenzen sich – verbal - von Neonazis ab. Sie geben vor, unser Grundgesetz zu achten. Aber: Unser Grundgesetz lässt es nicht zu, dass Menschen benachteiligt, ausgegrenzt, pauschal verdächtigt werden wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Nationalität oder ihrer Religionszugehörigkeit. Genau das tut aber "Pro NRW" in Flugblättern und auf ihrer Internetseite.
Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (von „Pro NRW“ längst in den Kreis ihrer Lieblingsfeinde aufgenommen) hat die Nähe von „Pro NRW“, zumindest zahlreicher, auch führender Mitglieder, zur Neonazi-Szene in Deutschland und Europa deutlich aufgezeigt. Auch die Neonazi-Forscher der Fachhochschule Düsseldorf beschäftigen sich mit „Pro NRW“.

Das Fremde, Unbekannte und so auch der Fremde, Unbekannte macht den meisten Menschen zunächst einmal Angst. Angst schürt Misstrauen, verleitet zum Ausgrenzen und Abschotten und schafft den Nährboden für Hass. Das einzig wirkungsvolle Mittel gegen diese Angst ist das offene Zugehen, Kennenlernen, Vertrautmachen.
„Pro NRW“ will genau das nicht. Im Gegenteil: Sie schüren die Angst und das Misstrauen, verstärken sie und setzen sie als Wahlkampf-taktische Mittel für ihre Zwecke rücksichtslos ein. „Pro NRW“ wettert gegen „Nebengesellschaften“. Aber wer ausgrenzt, pauschal verdächtigt und verurteilt, erzwingt gerade erst „Nebengesellschaften“.
„Pro NRW“ lehnt, zumindest verbal, Gewalt ab. Selbst, wenn das so gemeint sein sollte, bleibt doch: Sie schaffen ein Klima, in dem Gewalt gedeihen soll. Wer Angst schürt und Misstrauen fördert, der mobilisiert und sammelt - ganz gleich ob gewollt oder ungewollt - die „gutdeutschen Biedermänner“, die wegschauen und heimliches „Verständnis“ empfinden, wenn Ausländer oder ausländisch aussehende Mitbürger belästigt, beleidigt, verprügelt oder gar getötet werden; die zuschauen, „Verständnis“ empfinden, gar Beifall klatschen, wenn Asylbewerber-Unterkünfte oder Wohnungen ausländischer Mitbürger in Brand gesetzt werden.

Wir lehnen das ab. Wir lehnen nicht nur Neonazis ab, sondern auch jeglichen Rechtspopulismus. Wir lehnen alle ab, die Angst, Misstrauen, Hass schüren - gleich, welcher Nationalität oder Religionsgemeinschaft sie angehören.
Wir wollen, dass unser Leverkusen liebenswert und lebenswert bleibt. Wir wollen ein Leverkusen, in dem jeder Mitbürger, unabhängig von Hautfarbe, Nationalität oder Religionszugehörigkeit, angstfrei leben kann. Wir wollen ein friedliches Miteinander, getragen von gegenseitiger Achtung, von Respekt und Toleranz.
Wir Demokraten sollten deshalb in gegenseitiger Achtung und mit Zivilcourage für Völkerverständigung und ein friedliches Zusammenleben verschiedener Nationalitäten in Leverkusen eintreten.
Aus diesem Grund laden wir ein zur Gründungsversammlung.
Beteiligen Sie sich an unserer überparteilichen Bürgerinitiative. Kommen Sie zur Gründungsversammlung. Machen Sie mit.

Harry SchickWolfgang Stückle
JournalistBetriebsratsvorsitzender im Klinikum Leverkusen"


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