Stadtplan Leverkusen
16.03.2007 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Leszek Klima – der Fluglehrer der Himmelsstürmer wird 50


Seit 1982 weist er in Leverkusen dem Himmelsstürmer-Nachwuchs den Weg, dem deutschen Stabhochsprung hat er in dieser Zeit in neue Sphären verholfen: Am Sonntag (18. März) wird Trainer Leszek Klima 50 und viele ehemalige und aktuelle Athleten werden mit ihrem Fluglehrer in den Geburtstag hineinfeiern.

„Dafür fällt dann auch ausnahmsweise mal das Training aus“, sagt Klima, der 1957 im polnischen Bromberg als Leszek Holownia geboren wurde, und 1981 als 24-Jähriger ins Land seiner Vorfahren kam, um von hier aus seine Familie besser unterstützen zu können. Dass es ihn dabei nach Bergisch-Gladbach verschlug und damit in die Nähe der Leichtathletik-Hochburg Leverkusen, ist reiner Zufall, genau wie die Tatsache, dass der zu groß geratene Turner als 14-Jähriger von einem Leichtathletik-Trainer entdeckt und zum Stabhochspringer ausgebildet wurde. So brachte er es bis zu einer Bestleistung von 5,40 Metern und Platz vier bei der Hallen-EM 1977.

Als der Diplom-Sportlehrer 1982 seine Karriere in Leverkusen wegen Achillessehnenbeschwerden nicht fortsetzen konnte, sprang Klima, der mit Bayer-04-Turntrainerin Barbara Klima verheiratet ist und ihren Namen angenommen hat, als Coach ein und gab dem deutschen Stabhochsprung fortan seine Handschrift. Zuerst noch auf Honorarbasis neben seiner Tätigkeit als Chemie-Laborant im Bayer-Werk, ab April 1996 als festangestellter Bayer-04-Trainer.

„Das Angebot kam, nachdem bei der Hallen-DM acht der zehn ersten Plätze von Leverkusener Athleten belegt worden waren und ich ohnehin schon so eingespannt war, dass ich eine Freistellung nach der anderen bekam“, erzählt Klima. Denn bereits 1995 hatte er den Posten als Bundestrainer übernommen und feierte ein Jahr später mit einem deutschen Trio im Olympiafinale von Atlanta und dem Gewinn der Bronzemedaille durch Andrej Tiwontschik bereits den größten deutschen Stabhochsprung-Erfolg seit dem Olympiasieg von Wolfgang Nordwig 1972.

„Doch der schönste Moment meiner bisherigen Trainerkarriere war, als Tim Lobinger, Michael Stolle und Danny Ecker 1998 bei der Hallen-EM die ersten drei Plätze belegten“, berichtet Klima: „Es gibt nichts besseres als Konkurrenz im eigenen Lager. Sie treibt einen dahin, wo man sonst nie ankäme.“ Darüber hinaus sei die Fähigkeit, an sich selbst arbeiten zu können, das größtmögliche Talent.

Drei, die es besitzen sind Lobinger, Ecker und der fliegende Holländer Rens Blom. Klima legte bei den beiden Deutschen die Grundlage für ihre Sechs-Meter-Sprünge und bei Blom für den Gewinn des WM-Titels 2005 in Helsinki.

Ecker, gerade erst in Birmingham Hallen-Europameister geworden, der Olympia-Sechste Lars Börgeling, U20-Weltrekordlerin Silke Spiegelburg sowie die ehemalige U20-Weltmeisterin Floé Kühnert sind aktuell Klimas erfolgreichste Athleten. Doch darüber hinaus betreut er zusammen mit Landestrainerin Christine Adams und Bundestrainer Jörn Elberding in Leverkusen mehr als zwei Dutzend Talente, die eines Tages den Himmel stürmen und Leszek Klima ein Geschenk machen wollen, das er bis zu seinem 50. Geburtstag noch nicht bekommen hat: „Ich träume davon, dass eines Tages wieder ein deutscher Stabhochspringer einen Titel unter freiem Himmel gewinnt.“ Ein Triumph, auf den die deutsche Leichtathletik seit 35 Jahren vergeblich wartet.


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Letzte Änderung am 24.08.2015 21:01 von leverkusen.
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