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Deutsches Quartett mit Ingo Schultz bei Hallen-EM disqualifiziert

Veröffentlicht: 05.03.2007 // Quelle: TSV Bayer 04

Ingo Schultz ahnte schon beim Verlassen der Bahn, dass der deutschen 4x400-Meter-Staffel bei den Hallen-Europameisterschaften der Leichtathleten im britischen Birmingham eine Disqualifikation bevorsteht. Zwar trug der Wattenscheider Schlussläufer Bastian Swillims als Erster den Staffelstab nach 3:06,26 Minuten über die Ziellinie und das Quartett ging anschließend auch gemeinsam auf die Ehrenrunde, doch statt Freude stand den Läufern immer noch Anspannung ins Gesicht geschrieben, als sie zu den Journalisten in die Mixed-Zone kamen. „Die Disqualifikation kommt noch“, orakelte Schultz und Minuten später stand tatsächlich fest: Statt mit Gold um den Hals standen er als Startläufer, Schlussläufer Swillims sowie der Berliner Florian Seitz und der Saarbrücker Simon Kirch mit leeren Händen da. Aus einer zweiten Leverkusener Goldmedaille wurde nichts, nachdem Stabhochspringer Danny Ecker am Samstag 36 Jahre nach Mutter Heide im Weitsprung zum Titel geflogen war.

Grund der Staffel-Disqualifikation war eine Rangelei in der Zielkurve zwischen dem von hinten heranstürmenden Swillims und dem zu diesem Zeitpunkt führenden Russen Artem Sergejenko. Dieser strauchelte und verlor den zweiten Platz noch an Großbritannien. Trotzdem wurde das deutsche Team nach fünfminütigem Warten zuerst auf Rang eins geführt. Doch die Freude währte nicht lange. Ein deutscher Protest gegen die Entscheidung wurde 70 Minuten nach dem Zieleinlauf abgeschmettert. Die endgültige Entscheidung war gefallen.

Ecker, dem Olympia-Fünften aus Leverkusen, reichten 24 Stunden zuvor 5,71 Meter, um das 24. Gold für Bayer 04 bei kontinentalen Hallentitelkämpfen zu gewinnen. „Ich dachte, der neue Europameister muss mindestens 5,80 Meter springen, aber heute hatten alle einen schwächeren Tag“, resümierte er nach seinem ersten internationalen Titel. Dem 29 Jahre alten Schützling von Trainer Leszek Klima genügten im Finale wie schon in der Qualifikation nur zwei im ersten Versuch übersprungene Höhen. Der Sohn von Doppel-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl meisterte 5,51 Meter und 5,71 Meter und scheiterte anschließend an 5,81 Metern.

Und auch die Leistungen der weiteren drei Leverkusener stimmten. Ihren Aufwärtstrend bei internationalen Meisterschaften setzte Stabhochspringerin Silke Spiegelburg fort, die sich von Olympia 2004 in Athen (Rang 13) über die Hallen-WM im Winter 2006 in Moskau (Platz acht) bis zur Freiluft-EM im Sommer 2006 in Göteborg (Rang sechs) stets in der Platzierung verbesserte. In Birmingham wurde die ehrgeizige 20-Jährige mit 4,48 Metern nun Fünfte und ärgerte sich dennoch: „Die Platzierung ist gut. Wenn ich 4,58 Meter gesprungen wäre, wäre ich jetzt super happy. Aber so nicht. Die Höhe ist mir einfach wichtiger als der Platz.“

Wie schon vor zwei Jahren in Madrid erreichte Weitspringern Nils Winter, der mit 7,52 Metern und zwei ungültigen Versuchen nur schwer in den Wettkampf fand, den siebten Platz. Im letzten Versuch steigerte sich der 29-Jährige auf 7,88 Meter. Mit seiner Qualifikationsleistung von 7,94 Metern hätte Winter Rang vier belegen können, die Medaillen wurde jenseits der acht Meter vergeben.

„Das ist ein bisschen ärgerlich“, meinte Winter: „Die weiten Sprünge im dritten und im fünften Versuch waren leider übertreten. Für mich ist aber das Wichtigste, dass ich gestern und heute gut drauf war und meine Leistung gebracht habe. Das war bei nicht immer so.“

Trotz eines persönlichen Rekords von 1,93 Meter scheiterte Julia Hartmann als Neunte in der Hochsprung-Qualifikation, weil sie sich bei den Höhen zuvor zu viele Fehlversuche leistete. Heimtrainer Jörn Elberding empfing seinen Schützling nach ihrer überzeugenden Vorstellung mit den Worten: „Kleine, das war super.“ Hartmann war sich indes über ihre Gefühlslage nicht im Klaren: „Die Leistung war gut, der Wettkampf schlecht. Ich weiß jetzt nicht so recht, ob ich mich freuen oder enttäuscht sein soll.“

Abteilungsleiter Joachim Strauss war indes begeistert vom Auftreten der Leverkusener Leichtathleten. „Wir sind stolz, dass in Danny Ecker ein Leverkusener die einzige Goldmedaille für Deutschland geholt. Ohne andauernde Verletzungen kann Danny endlich sein Potenzial zeigen. Zudem beweist der fünfte Platz von Silke Spiegelburg, dass wir mit unserer Schwerpunktförderung des Stabhochsprunges richtig liegen“, erklärte Strauss. „Alle unsere Athleten haben ihr Leistungsvermögen abgerufen. Und auch mit einer Bestleistung bei einer Europameisterschaft auszuscheiden, ist für so eine junge Athletin wie Julia Hartmann keine Schande.“

Mehr Infos mit Statistiken gibt es unter www.european-athletics.org und www.birminghamathletics2007.com. Ausführlich mit vielen Stimmen berichtete aus Birmingham auch www.leichtathletik.de.


Ort aus dem Stadtführer: Heide


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