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28.07.2006 (Quelle: Bayer 04)
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Premiere-Ligapokal: Die Party geht weiter


Der Premiere-Ligapokal feiert 2006 ein Jubiläum: Der erste Titel der Saison wird in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgespielt. Einst ein wenig belächelt, hat sich das Sommerevent des Profi-Fußballs zum Zuschauer-Magneten mit hohem sportlichen Wert entwickelt.


"Die Party geht weiter" - lautet daher das inoffizielle Motto des 10. Premiere-Ligapokals, der am 29. Juli in Düsseldorf startet und am 5. August mit dem Finale in Leipzig endet.

"Es ist eine tolle Generalprobe für die Bundesliga", sagt beispielsweise Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler: "Wir wollen weiterkommen als bislang - und wenn es geht, auch gewinnen." Doch die Konkurrenz ist groß: FC Bayern München, Werder Bremen, Hamburger SV, FC Schalke 04, Hertha BSC. Und alle sind heiß auf die 26.000 Euro teure Trophäe. Denn der Stellenwert des Premiere-Ligapokals ist mittlerweile anerkannt.

"Der Wettbewerb hat sich absolut bewährt", erklärt DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus mit Blick auf die gestiegene Akzeptanz des Turniers, das in diesem Jahr zum zweiten Mal unter dem Namenspatronat des Pay-TV-Senders Premiere ausgetragen wird. Wie groß die Attraktivität ist, das unterstreicht auch ein Blick ins Ausland.

Großes Interesse im Ausland

Egal ob in China, den USA, Saudi-Arabien oder der Türkei - der Premiere-Ligapokal steht auch in diesem Jahr fest in den Programmplänen der internationalen Fernsehsender. Insgesamt werden die fünf Partien des Premiere-Ligapokals 2006 in rund hundert Ländern und damit mehr als dreimal so vielen wie im vergangenen Jahr ausgestrahlt werden. In vielen sogar alle Spiele live.

Dass der Premiere-Ligapokal für neue Trainer eine gute Einstandsempfehlung sein kann, bekräftigt auch Huub Stevens, der mit Beginn der Saison 2002/2003 vom FC Schalke 04 zu Hertha BSC wechselte und zum ersten Mal beim Ligapokal den Hauptstadtclub coachte: "Einer Trainer-Neuverpflichtung stehen die Fans mit einer gewissen Skepsis gegenüber.

Nach dem 4:1-Finalsieg gegen Schalke verfiel jedoch ganz Berlin in eine große Euphorie. Von Meisterschaft und Champions League war die Rede." Dass daraus mit Platz fünf am Ende der Spielzeit nichts wurde, ist bekannt. Doch der Titel ebnete Stevens den Start in Berlin.

Auf großer Bühne

Sportlich interessant ist der Premiere-Ligapokal auch aus einer ganz anderen Perspektive: Traditionsgemäß werden im Wettbewerb zum ersten Mal die im Sommer verpflichteten Stars unter Pflichtspielbedingungen präsentiert.

Kevin Kuranyi, Valerien Ismael oder Thomas Hitzlsperger traten beispielsweise im vergangenen Jahr erstmalig in ihren neuen Mannschaftstrikots an. Für Kuranyi, der den entscheidenden Treffer zum 1:0 beim Finalspiel gegen seinen Ex-Club VfB Stuttgart erzielte, ein besonderer Auftritt.

Einen besonderen Schub hat der Premiere-Ligapokal im vergangenen Jahr durch eine neue Philosophie bekommen: Statt mit großem Erfolg in der Provinz wird seither auf der großen Bühne der hochmodernen Bundesliga- und WM-Stadien gespielt.

Einmaliger Doubleheader

"Der Wettbewerb war reif für den Sprung in die nächste Dimension. Und die Fans lieben die neuen Stadien, die uns die WM 2006 im eigenen Land beschert hat. Da liegt es nahe, diese auch zu nutzen und möglichst vielen Fans den ersten Auftritt ihrer Stars live präsentieren zu können", begründete der Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, damals den "Standortwechsel".

Und die Rechnung ging auf: Mehr als 157.000 Zuschauer kamen im Jahr 2005 in die Stadien, um die ersten Pflichtspiel-Auftritte der deutschen Top-Clubs vor Ort zu verfolgen. Im Vergleich zu den vergangenen Spielzeiten, als Zuschauerzahlen zwischen 45.000 und 70.000 erzielt wurden, bedeutet dies eine Steigerung um mehr als das Doppelte.

Ein Grund für die Attraktivitätssteigerung ist auch eine Änderung des Modus, der 2005 vorgenommen wurde. Der so genannte Doubleheader, der als Auftakt-Veranstaltung des Turniers stattfindet, sucht nicht nur in Fußball-Deutschland seinesgleichen: An ein und demselben Tag werden nacheinander zwei Begegnungen im selben Stadien ausgespielt.

Düsseldorf richtet aus

Dabei genügt eine Eintrittkarte, um vier der sechs besten deutschen Vereinsmannschaften live zu sehen. Ein perfekter Fußball-Nachmittag für die gesamte Familie.

Für die Teams geht es beim Doubleheader um den Einzug in die Halbfinals, die traditionell in den Stadien des Meisters und des DFB-Pokal-Siegers stattfinden. Da in diesem Jahr der FC Bayern München erneut sowohl die Meisterschale als auch den DFB-Pokal gewonnen hat, rückte Hertha BSC als Bundesliga-Sechster ins Hauptfeld - und Werder Bremen erhält Vizemeister Heimrecht im Halbfinale.

Wie im vergangenen Jahr konnte Düsseldorf als Austragungsort für die Auftaktveranstaltung gewonnen werden. "Wir freuen uns sehr, den Premiere-Ligapokal erneut in der LTU arena begrüßen zu können und hoffen auch in diesem Jahr auf spannende Begegnungen, große Emotionen und ein ausverkauftes Haus", sagt der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin.

Bayer gegen Bayern?

Dabei haben Hertha BSC und der Hamburger SV die Ehre, die Saison eröffnen zu dürfen. Sollte sich der HSV durchsetzen, würde es im Halbfinale am 1. August zum Nordderby gegen Werder Bremen kommen. Bei einem Vorrunden-Sieg gegen Bayer Leverkusen dürfte sich der FC Schalke 04 dagegen auf ein Prestigeduell bei Rekord-Ligapokalsieger Bayern München am 2. August freuen, ehe am 5. August das große Finale im Leipziger Zentralstadion steigt.

Und schon jetzt wird die nächste Austragung des Premiere-Ligapokals geplant. Im kommenden Jahr ist erstmals auch der Meister der 2. Bundesliga im Hauptfeld vertreten. Eine Maßnahme, die nicht nur das Rennen um die Zweitliga-Meisterschaft noch spannender macht - sondern auch dem ersten Titel der Saison einen zusätzlichen Farbtupfer verleiht.


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Letzte Änderung am 13.02.2011 20:53 von leverkusen.
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